Brüssel ermittelt

01. Februar 2019 18:12; Akt: 01.02.2019 18:19 Print

Polnischer Fleischskandal – 14 Länder betroffen

POLEN/LUXEMBURG – Auf einem Schlachthof in Polen werden nachts heimlich kranke Tiere getötet, tonnenweise gelangt das Fleisch in Umlauf – auch in die EU.

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Das Großherzogtum ist nach bisherigen Angaben nicht betroffen. (Bild: AFP/Janek Skarzynski)

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Die EU-Kommission hat wegen eines Fleischskandals auf einem Schlachthof in Polen Ermittlungen eingeleitet. Kontrolleure sollten am Montag nach Polen reisen, um die Situation zu analysieren, erklärte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag. Die betreffende Fabrik in der Woiwodschaft Masowien, gegen die polnische Behörden inzwischen unter anderem wegen illegaler Schlachtung ermitteln, sei geschlossen, hieß es. Etwa 9,5 Tonnen Fleisch seien in Umlauf gelangt, ein Drittel davon ins EU-Ausland. Ein Gesundheitsrisiko besteht nach Angaben der Behörden nicht. Das Fleisch werde zurückverfolgt und vom Markt genommen. Mindestens 14 Länder sind betroffen.

Hintergrund ist ein Bericht des polnischen Nachrichtensenders TVN24 über skandalöse Praktiken in einem Schlachthaus in der Woiwodschaft Masowien. Dort sollen kranke Tiere heimlich geschlachtet und das Fleisch in Umlauf gebracht worden sein. Ein Reporter hatte sich bei der Firma als Arbeiter eingeschleust. Der Leiter des polnischen Hauptveterinäramts, Pawel Niemczuk, bestätigte die rechtswidrigen Praktiken: «Das war ein illegales Prozedere in der Nacht, als es keine Veterinäraufsicht gab.»

Luxemburg nicht betroffen

Laut EU-Kommission betrifft der Skandal nach bisherigem Stand außer Polen Deutschland, Frankreich, Spanien, Estland, Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei, Schweden, Tschechien und Portugal. Das Großherzogtum ist nach den bisherigen Angaben nicht betroffen. «Bislang steht Luxemburg nicht auf der Liste der betroffenen Länder», bestätigte das luxemburgische Landwirtschaftsministerium am Freitagnachmittag.

Das Ausmaß ist noch nicht vollends klar, wie es hieß. Polnische Behörden nehmen das Fleisch und die Produkte wegen der illegalen Schlachtung vom Markt, schlossen eine Gefahr für Gesundheit und Leben von Menschen jedoch aus. Das Fleisch und daraus erzeugte Produkte könnten verzehrt werden, teilten Veterinär- und Sanitäramt nach Untersuchungen mit.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dreck im Darm am 02.02.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    mit Klonen, Gentechfutter, Pestiziden, Chemie, Antibiotika, einer denaturierten Haltung der armen Tiere werden bald alle Tiere, Menschen u Pflanzen krank sein durch die menschliche Manipulation; ein aggressiver Angriff des Menschen auf die Tier- und Pflanzenwelt, ein Schritt, den wir nicht rückgängig machen können, wenn wir die ganze Natur durch unsere gedankenlos versprühten Gifte verseucht u durch unsere phlegmatische Verseuchung vergiftet haben, eine Vergiftung, die mann uns als Nahrung verkauft. Konsequenzen der Industrielügen werden täglich transparenter durch die massive Zunahme an Krebs

  • Kenni77 am 02.02.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    op Letzeburg betraff as oder net et as eng Sauerei ! an emgredreint och wann Flesch net hei land mä weivill produit kreien mir an form fun Saussis etc aus dem Ausland !! wou wellen sie daat nach nokucken kennen ???

  • ach wie gut, dass niemend weiss ... am 02.02.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    ... 'Das Fleisch und daraus erzeugte Produkte könnten verzehrt werden, teilten VETERINäR- und SANITäRamt nach Untersuchungen mit' ... haben sie das Fleisch verspeist und habens überlebt oder wie ...?! ... dann können wir uns jetzt darauf verlassen, dass es weiterhin krankes Fleisch auf dem Markt gibt und dass Intransparenz auf dem Lebensmittelmarkt weiterhin grossgeschrieben wird zur Vertuschung von Sauereien ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tweety am 02.02.2019 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Das Großherzogtum ist nach bisherigen Angaben nicht betroffen!!!! Nein wie immer ,bei uns ist alles in Ordnung die Behörden haben alles unter Kontrolle.......

  • Kenni77 am 02.02.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    op Letzeburg betraff as oder net et as eng Sauerei ! an emgredreint och wann Flesch net hei land mä weivill produit kreien mir an form fun Saussis etc aus dem Ausland !! wou wellen sie daat nach nokucken kennen ???

  • Gerard am 02.02.2019 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    gut dassen mer net wessen ,waat mer alles sou verkaaf kreien...

  • Sami am 02.02.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    9,5 Tonnen. Dat gleeft dach keen. 95 Tonnen sinn wuel mei realiteitsno

  • ach wie gut, dass niemend weiss ... am 02.02.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    ... 'Das Fleisch und daraus erzeugte Produkte könnten verzehrt werden, teilten VETERINäR- und SANITäRamt nach Untersuchungen mit' ... haben sie das Fleisch verspeist und habens überlebt oder wie ...?! ... dann können wir uns jetzt darauf verlassen, dass es weiterhin krankes Fleisch auf dem Markt gibt und dass Intransparenz auf dem Lebensmittelmarkt weiterhin grossgeschrieben wird zur Vertuschung von Sauereien ...