Wirtschaft in Luxemburg

21. Mai 2019 13:34; Akt: 21.05.2019 13:52 Print

POST sucht nach besserer Rentabilität

LUXEMBURG – Der luxemburgische Post- und Telekommunikationskonzern lieferte im vergangenen Jahr mehr Pakete aus und investiert weiterhin, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Claude Strasser (links) sprach von einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

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POST Luxemburg erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 33,4 Millionen Euro und lag damit 4,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, wobei 2017 vom Beitrag der «außerordentlichen Erträge» profitierte. Der Staat, ein 100 prozentiger Aktionär, erhielt 20 Millionen Euro Dividenden, ein Betrag, der dem von 2017 entspricht, wie am Dienstag bei der Vorlage des Jahresergebnisses bekannt gegeben wurde. Der Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 826 Millionen Euro, was zum Teil auf die Integration von zwei Tochtergesellschaften, darunter der Betreiber JOIN (mit einem negativen Ergebnis von acht Millionen Euro im Zusammenhang mit der Schließung in Belgien), in den Konsolidierungskreis zurückzuführen ist. Ohne diese Integrationen beträgt der Anstieg drei Prozent.

«Das Umfeld bleibt sehr wettbewerbsfähig bei starkem Preisdruck, der uns zur Kostenkontrolle verpflichtet», erklärt Claude Strasser, General Manager des Konzerns die aktuelle Lage. Mit 3,464 Millionen Paketen im vergangenen Jahr (+137 Prozent gegenüber 2013) punktete das Unternehmen weiterhin beim Postgeschäft (159,3 Millionen Euro Umsatz 2018 gegenüber 145,7 Millionen Euro 2017). Das Volumen der nationalen Briefe sank hingegen auf 130 Millionen Stück (-24,7 Millionen in fünf Jahren).

«Akzeptable» Profitabilität als Ziel

Im Bereich Telekommunikation blieb der Umsatz mit 450,6 Millionen Euro stabil. «Wir verlieren jedes Jahr erhebliche Summen, wobei der Rückgang der traditionellen Anschlüsse und der Durchschnittsumsatz pro Mobilfunkkunde aufgrund des starken Wettbewerbs und des Roaming-Effekts, der in 3-4 Jahren zu einem Umsatzverlust von zehn Millionen Euro geführt hat, zurückgehen. Die Aufrechterhaltung dieser Umsätze ist letztlich eine gute Nachricht», erklärte Claude Strasser. Im Bereich der Finanzdienstleistungen stellt POST fest, dass Transaktionen zunehmend elektronisch durchgeführt werden.

Die Gesamtinvestitionen gehen weiter, mit 127 Millionen Euro im vergangenen Jahr und 824 Millionen Euro über fünf Jahre. Dennoch strebt der Konzern langfristig eine «akzeptable» Profitabilität an. «Wir untersuchen, wie sich unsere europäischen Wettbewerber bei den Renditen für Investitionen verhalten, und wir werden versuchen, uns da im Durchschnitt zu bewegen. Schon jetzt sind wir in der Telekommunikation nicht weit weg und auch im Bereich der Post liegen wir ziemlich gut», schloss Strasser.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tino am 22.05.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    33 mio EURO Boni.........Noch Fragen???????

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Die neusten Leser-Kommentare

  • tino am 22.05.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    33 mio EURO Boni.........Noch Fragen???????

    • Robert am 22.05.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      D'selwecht Geschicht wéi d'Privatiséirung vun der DB. Präisser gin all Joer an d'Luut, d'Qualitéit rof, well all Joer e puer Prozent méi Bonus muss sinn. An engem Secteur, wou et längst näischt méi ze wuesse gett! Mir hun voll Internet Vitesse um Handy, jiddfereen huet e Smartphone an Internet doheem.

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