Tanken in Luxemburg

29. August 2018 08:02; Akt: 29.08.2018 10:14 Print

Preisentwicklung bei Benzin schwer vorhersehbar

LUXEMBURG – Laut Ökonomen ist es sehr schwierig zu sagen, ob die Preise an der Zapfsäule in den kommenden Monaten noch weiter steigen.

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Die Preise an den Luxemburger Tankstellen sind in den letzten sechs Monaten um zwölf Prozent gestiegen. (Bild: AFP)

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Die Kraftstoffpreise sind in Luxemburg seit Jahresbeginn zum Ärger der Autofahrer stark gestiegen. Die Benzinvariante mit 95 Oktan und der Diesel kosteten am 16. Februar noch 1,145 Euro beziehungsweise 0,994 Euro pro Liter. Mittlerweile muss der Autofahrer tiefer in die Tasche greifen und 1,278 Euro berappen – ein Anstieg von 12 Prozent in sechs Monaten. «Der Preis an der Zapfsäule hängt von vielen Faktoren ab», erklärt sich Jean-Marc Zahlen, Generalsekretär der Luxembourg Oil Group (GPL). Die Weltmarktpreise haben sich ähnlich entwickelt.

Ob sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird, sei schwer zu sagen: «Der geopolitische Kontext mit großen Unsicherheiten in mehreren Förderländern wie Iran und Venezuela hat sicherlich Auswirkungen», sagt Jean Zahlen vage. Die in New York und London notierten Ölpreise schwankten in den letzten Jahren extrem.

«Der Preis von Erdölprodukten ist quasi unberechenbar», bestätigt Cathy Schmit von der Wirtschaftsabteilung der Statec. Sie erinnert daran, dass der Euro-Dollar-Kurs auch einen großen Einfluss auf den von den europäischen Verbrauchern gezahlten Preis hat. Auch er schwankte seit Jahresbeginn stark. «Bei Statec gehen wir von einem stabilen Ölpreis aus, was keineswegs bedeutet, dass es keine Abweichungen geben wird. Die Verbrauchsteuern (462 Euro pro 1000 Liter für Benzin und 335 Euro für Diesel) sowie die Mehrwertsteuer (17 Prozent für jeden Kraftstoff) sind die einzigen Variablen, die in Luxemburg in den kommenden Monaten stabil bleiben dürften.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 29.08.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Was für einen Alternative hat man denn? Elektroautos oder Hybrid sind aktuell nur für die Besserverdiener... Der Diesel hat realistisch nur Sinn wenn man mehr als 30.000km im Jahr fährt. dann ist nur noch Bezin. Und der öffentliche Verkehr ist nur bedingt nutzbar (wo man gerade ist und wie die gut Anbindung ist)... Das sagt der Herr Minister ja auch, siehe Gratis öffentlicher Verkehr!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc am 29.08.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Was für einen Alternative hat man denn? Elektroautos oder Hybrid sind aktuell nur für die Besserverdiener... Der Diesel hat realistisch nur Sinn wenn man mehr als 30.000km im Jahr fährt. dann ist nur noch Bezin. Und der öffentliche Verkehr ist nur bedingt nutzbar (wo man gerade ist und wie die gut Anbindung ist)... Das sagt der Herr Minister ja auch, siehe Gratis öffentlicher Verkehr!