Wohnen in Luxemburg

15. Mai 2018 16:43; Akt: 15.05.2018 17:14 Print

Privateigentümer besitzen 90 Prozent der Grundstücke

LUXEMBURG – Wohnungsbauminister Marc Hansen veranschaulicht mit einigen Zahlen das Wohnungsproblem im Großherzogtum.

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Immer mehr Grundstücke sind in öffentlicher Hand. Dadurch können mehr Bauprojekte realisiert werden. (Bild: Editpress/Hmontaigu)

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Die knappe Wohnfläche ist eine der größten Herausforderungen, der sich das Großherzogtum in den kommenden Jahrzehnten stellen muss. Mit der steigenden Bevölkerungszahl ist eine Lösung in nächster Zeit jedoch nicht absehbar, da die verfügbare Wohnfläche nicht in gleichem Maße zunimmt. Das führt derzeit zu einem unaufhaltsamen Anstieg der Wohnkosten im Land.

Schuld daran sind vor allem Spekulationen der Besitzer. Um das zu veranschaulichen, hat Wohnungsbauminister Marc Hansen einige Zahlen herausgegeben: Im Jahr 2016 standen insgesamt 2846 Hektar Land zur Verfügung. Das sind 127 Hektar mehr als drei Jahre zuvor (+4,7 Prozent). Diese Entwicklung ist zu einem großen Teil auf die Änderung im Allgemeinen Bebauungsplan (PAG) zurückzuführen. Durch sie wurden alleine 114 Hektar frei.

Eigentümer spekulieren auf steigende Preise

Allerdings ist der Anteil der Grundstücke im Besitz öffentlicher Akteure sehr gering (10,9 Prozent), was den Spielraum für die Entwicklung von Bauprojekten einschränkt. 2535 Hektar verfügbare Fläche werden von privaten Akteuren gehalten (89,1 Prozent), davon 1821 Hektar von Einzelpersonen (64 Prozent der Gesamtfläche). In der Hoffnung auf steigende Grundstückspreise spekuliert ein großer Teil dieser Eigentümer auf steigende Preise und zögern, das Grundstück zu verkaufen oder zu bebauen.

Das Gesetz «Baulandverträge» soll dieser Dynamik Einhalt gebieten, indem es damit droht, einige Flächen als Grünflächen einzustufen. Eine Liser-Studie (Luxembourg Institute of Socio-Economic Research) soll im Herbst weitere Details zum Thema «juristische Personen» liefern.

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Immobiliendelphin am 15.05.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und was ist mit den restlichen 36 Prozent der Gesamtfläche ( 715 Hektar ) die nicht von Einzelpersonen gehalten werden ?? Ich denke es ist nicht die "Einzelperson" die auf steigende Grundstückspreise spekuliert sondern ebendieser Rest von über einem Drittel der daraus mit der Hilfe des Staates und der Gemeinden ein einträgliches Geschäft gemacht hatt. Ein Schelm wer böses dabei denkt!

  • Daweb am 16.05.2018 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum steigende Bevölkerung? Wat maache mat all denen Leit? Wou kommen se hier? Firwat kommen se? Muss wiirklech all greng Fläch an den Dierfer zoubetonéiert ginn? Schrecklech! An d’Letzebuerger wanderen aus an d’Grenzregiounen! Bravo!

  • Bananana am 15.05.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    War das nicht schon ewig bekannt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daweb am 16.05.2018 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @manni jo a mer kréien dann an däitschland hartz 4

  • Manni am 16.05.2018 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann 1 Million Einwohner und davon wenns gut geht 260.000 Luxemburger! Luxemburger Sprache verkümmert, dafür mehr Stau..Arbeitslose und kein bezahlbarer Wohnraum, denn nur die Elite der wir das alles zu verdanken haben, kann sich die Monacopreise mit einem hämischen Lachen leisten!

  • Daweb am 16.05.2018 06:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum steigende Bevölkerung? Wat maache mat all denen Leit? Wou kommen se hier? Firwat kommen se? Muss wiirklech all greng Fläch an den Dierfer zoubetonéiert ginn? Schrecklech! An d’Letzebuerger wanderen aus an d’Grenzregiounen! Bravo!

  • Bananana am 15.05.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    War das nicht schon ewig bekannt?

  • Immobiliendelphin am 15.05.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und was ist mit den restlichen 36 Prozent der Gesamtfläche ( 715 Hektar ) die nicht von Einzelpersonen gehalten werden ?? Ich denke es ist nicht die "Einzelperson" die auf steigende Grundstückspreise spekuliert sondern ebendieser Rest von über einem Drittel der daraus mit der Hilfe des Staates und der Gemeinden ein einträgliches Geschäft gemacht hatt. Ein Schelm wer böses dabei denkt!