Luxemburg

28. September 2021 07:00; Akt: 28.09.2021 07:11 Print

Problemviertel «Gare» erhitzt die Stadtrat-​​Gemüter

LUXEMBURG-STADT – Bürgermeisterin Lydie Polfer und die Opposition haben sich am Montag im Stadtrat einen Schlagabtausch geliefert.

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Ab Montag soll die Polizei ihre Präsenz an der Stater Gare verstärken. (Bild: Editpress/Vincent Lescaut)

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Das Thema Sicherheit ist in der Hauptstadt nach wie vor brisant. Die Opposition hat den Vorfall vom 4. September, bei dem der Hund einer G4S-Patrouille einen betrunkenen Mann während eines Einsatzes gebissen hatte, in der Stadtratssitzung am Montag scharf verurteilt. Ein Antrag, den Vertrag mit der Sicherheitsfirma vorzeitig zu beenden, wurde nach heftigen Debatten jedoch mit den Stimmen der Mehrheitsfraktionen von DP und CSV abgelehnt.

«Ich will wissen, ob es andere Vorfälle dieser Art gab, die nicht gefilmt wurden», hatte Grünen-Schöffin Christa Brömmel gleich zu Beginn der Sitzung erklärt. Schärfer formulierte Guy Foetz (Dei Lénk) seine Kritik und sprach von einem «unsäglichen Ereignis, das die Folge einer schlechten Politik ist». Seiner Meinung nach seien dies Methoden, «die einer Diktatur würdig sind».

Verstärkte Polizeipräsenz

Worte, die die Regierungsparteien so nicht auf sich sitzen lassen wollte. DP-Schöffin Heloise Bock bezeichnete einen Teil der Opposition als «hysterisch». Die Koalition wies den Gedanken zurück, dass der Vertrag mit der Firma rechtswidrig sei. «Die G4S-Mitarbeiter verfügen allesamt über eine vom Justizministerium ausgestellte Lizenz», erklärte Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) und verwies darauf, dass dieses – genau wie das Ministerium für Innere Sicherheit – in Déi-Gréng-Hand sei. Also ausgerechnet jener Partei, die nun an der Spitze des Protestes gegen die Sicherheitsfirma stehe.

Polfer wies außerdem auf den Mangel an Polizeibeamten in der Nähe des Bahnhofs und in bestimmten Vierteln hin. «Deshalb haben wir private Unternehmen hinzugezogen», sagte sie und erklärte, dass «alle Akteure ihren Teil zur Sicherheit beitragen». Henri Kox, Minister für innere Sicherheit, kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz vor Ort an. Die neue Vorgehensweise der Polizei in den Problemvierteln, der ab Montag verfolgt wird, erfordere mehr Personal, das nach Angaben des Ministers durch den 2019 eingeleiteten Einstellungsplan bereitgestellt werden soll.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 28.09.2021 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    emmer géint alles, awer selwer keng léisungen brengen. gréng politik ass wierklesch speziell...

  • Linda am 28.09.2021 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Madame Polfer huet recht! Ech wir frou wann och nuets an den klengen Stroossen mol Fousspatroullen matt Hen géifen duerch goen. Etgeet net duer just an den Haaptstroossen. Déi Residenz wou ech wunnen get all gudden Daag vandalismus duerch Dealer an Konsumenten vaursaacht. Police kann jo naicht maan! Déi Greng Männercher sin do absolut keng Helef. All Daag raumen mir Spretzen an Utensilien,Enawäsch,Fäkalen answ… ons nei Entreesdir ass lo och manipuléiert gin. Geet net méi richteg zou! Am Dag sougut wéi nuets ass et bei ons geféierlech! Ons Kanner mussen all Daag do raus vir Schoul etc!

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  • @Linda am 28.09.2021 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschwënn ass ganz Lëtzebuerg wéi d'Gare an der Stad.D'Gesindel verbreed sech an d'Bierger an d'Police mussen sech mat deem Wouscht eremklappen Dag fir Dag.D'Politiker sëtzen schéin an hiere Festungen an sinn geschützt a kommen nët mat deem Wouscht a Kontakt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • @Linda am 28.09.2021 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschwënn ass ganz Lëtzebuerg wéi d'Gare an der Stad.D'Gesindel verbreed sech an d'Bierger an d'Police mussen sech mat deem Wouscht eremklappen Dag fir Dag.D'Politiker sëtzen schéin an hiere Festungen an sinn geschützt a kommen nët mat deem Wouscht a Kontakt.

  • jean-paul am 28.09.2021 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    emmer géint alles, awer selwer keng léisungen brengen. gréng politik ass wierklesch speziell...

  • Linda am 28.09.2021 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Madame Polfer huet recht! Ech wir frou wann och nuets an den klengen Stroossen mol Fousspatroullen matt Hen géifen duerch goen. Etgeet net duer just an den Haaptstroossen. Déi Residenz wou ech wunnen get all gudden Daag vandalismus duerch Dealer an Konsumenten vaursaacht. Police kann jo naicht maan! Déi Greng Männercher sin do absolut keng Helef. All Daag raumen mir Spretzen an Utensilien,Enawäsch,Fäkalen answ… ons nei Entreesdir ass lo och manipuléiert gin. Geet net méi richteg zou! Am Dag sougut wéi nuets ass et bei ons geféierlech! Ons Kanner mussen all Daag do raus vir Schoul etc!

    • Moriarty am 28.09.2021 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      ...was soll man noch sagen, Linda? Interessiert eben kein Politiker, so wie Wohnungsmangel. Ist halt etwas, das die nur vom Fernseh' kennen, bei uns gibt es sowas nicht...

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  • Lilalo am 28.09.2021 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bleiw brav, da beisst den Mupp dech net