Bildung in Luxemburg

16. September 2019 07:00; Akt: 16.09.2019 08:24 Print

«Programmieren ist eine Basiskompetenz»

Claude Meisch, Minister für Bildung, Kinder und Jugend, steht vor seiner sechsten Rentrée. Er will die Digitalisierung im Klassenzimmer vorantreiben.

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Claude Meisch über seine Ziele für das neue Schuljahr. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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L'essentiel: Herr Meisch, im neuen Schuljahr steht eine große Veränderung an. In der Berufsausbildung wird jetzt mit Noten bewertet. Warum?

Claude Meisch: Die Noten sorgen vor allem für mehr Transparenz über die Leistung von Schülern, aber sie erlauben auch eine Vergleichbarkeit bei den Schulen.

Seit 2016 liegt die Entscheidung, ob ein Schüler nach der Primarstufe ins klassische beziehungsweise technische Lyzeum oder ins Modulaire wechselt, bei Klassenlehrern und Eltern. Wie ist Ihre Bilanz?

Wir suchen, einen Konsens zwischen Eltern und Lehrern zu erreichen. In den meisten Fällen gelingt das auch. In diesem Jahr orientierten sich mehr Schüler an der klassischen Ausbildung. Das neue System orientiert sich mehr an den Bedürfnissen der Kinder. Es gibt eine Diversifizierung des Schulangebots, die es den Schülern erlaubt, weiterzukommen, auch wenn sie in dem einen oder anderen Fach weniger gut sind.

Wie steht es mit dem Einzug der luxemburgischen Sprache ins Schulsystem?

Die luxemburgische Sprache ist wichtig. Aber die Schüler dürfen nicht überfordert werden, zumal sie bereits drei Sprachen beherrschen müssen. Wir fragen uns, welche Bedeutung und welchen Platz die luxemburgische Sprache da hat. Wir haben bereits Optionen eingeführt, die Interessierten die Möglichkeit geben, die Grammatik zu lernen. Wir wollen, dass die Schulen dieses Projekt fortsetzen, ohne neuen Druck auf die Schüler auszuüben.

Was sind die ersten Rückmeldungen zu iPad-Klassen?

Sie werden stark nachgefragt. Die Schüler müssen ja auch lernen, mit diesen Werkzeugen zu arbeiten, denn das ist die Zukunft. Digitalisierung ist überhaupt das Stichwort dieser Legislaturperiode. Programmieren ist im 21. Jahrhundert eine Basiskompetenz wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

(Ana Martins/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacques am 16.09.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es damit sich wieder auf Schreiben, Lesen und Rechnen als Basiskompetenzen zu konzentrieren? Wer sich den Verlauf der Aufnahmeexamen in die Luxemburger Armee seit den 60ziger Jahren anschaut wird einen erschreckenden Niedergang des Basisbildungniveaus feststellen. Dieser Vergleich ist möglich weil die Aufnahmekriterien für die Luxemburger Armee seit den 60ziger Jahren praktisch nicht verändert wurden, eher erleichtert wurden. Ein interessanter Fall für Journalisten die sich ernsthaft und faktisch mit dem Niedergang des Bildungsniveaus in Luxemburg beschäftigen wollen.

  • Jospeh am 16.09.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    "Die luxemburgische Sprache ist wichtig. Aber die Schüler dürfen nicht überfordert werden, zumal sie bereits drei Sprachen beherrschen müssen." Freet mech ze héiren, dass dei Letzebuerger Sprooch net gefördert gëtt, well Ausläner Sproochen viirrang hun...

  • ITGuy am 16.09.2019 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dem Bill Gates seng kanner léieren komplett ouni Computer, d'Bildung fängt am Kapp un, an net am Portmonni.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jay am 16.09.2019 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffen den Reporter huet dat bet richteg erem ginn, well ech ka mir net virstellen dass „programméieren“ zu enger Basiskompetenz wéi liesen, schreiwen oder rechnen soll gehéieren. En Land voller Programméierer/Informatiker? Nee! E Land voll mat Leit déi mat PC/Tablett asw schaffe kënnen? Jo kloer!

  • Jospeh am 16.09.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    "Die luxemburgische Sprache ist wichtig. Aber die Schüler dürfen nicht überfordert werden, zumal sie bereits drei Sprachen beherrschen müssen." Freet mech ze héiren, dass dei Letzebuerger Sprooch net gefördert gëtt, well Ausläner Sproochen viirrang hun...

  • jimbo am 16.09.2019 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waer et net besser, dei geife mol leieren, wei erem een en Tournevis dreint vir eng Schrauf lasszemachen? dHandwierk brauch nämlech och Leit!

  • Jacques am 16.09.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es damit sich wieder auf Schreiben, Lesen und Rechnen als Basiskompetenzen zu konzentrieren? Wer sich den Verlauf der Aufnahmeexamen in die Luxemburger Armee seit den 60ziger Jahren anschaut wird einen erschreckenden Niedergang des Basisbildungniveaus feststellen. Dieser Vergleich ist möglich weil die Aufnahmekriterien für die Luxemburger Armee seit den 60ziger Jahren praktisch nicht verändert wurden, eher erleichtert wurden. Ein interessanter Fall für Journalisten die sich ernsthaft und faktisch mit dem Niedergang des Bildungsniveaus in Luxemburg beschäftigen wollen.

  • ITGuy am 16.09.2019 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dem Bill Gates seng kanner léieren komplett ouni Computer, d'Bildung fängt am Kapp un, an net am Portmonni.