In Luxemburg

05. Juli 2019 06:52; Akt: 05.07.2019 07:00 Print

Firmen für die Digitalisierung fit machen

LUXEMBURG – Die meisten Unternehmen wollen ihre alten Mitarbeiter halten. Sie sollen nur fit werden für neue Herausforderungen. «Digital Skills Bridge» setzt genau da an.

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Zehn Unternehmen griffen auf das Angebot des Projekts «Digital Skills Bridge» zurück. (Bild: AFP)

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Auch wenn die Digitalisierung im Großherzogtum bereits in zahlreichen Bereichen Einzug gehalten hat, ist sie noch lange nicht in allen Unternehmen angekommen. Das Projekt «Digital Skills Bridge», das die Arbeitsagentur Adem auf den Weg gebracht hat, soll Firmen helfen, die auf dem Gebiet Nachholbedarf haben.

«Wenn wir nicht eingreifen, steigt das Risiko, dass gewisse Unternehmen ins Hintertreffen geraten. Und dadurch auch das Risiko für Entlassungen. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen, die oft nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, um ihre Mitarbeiter über den Stand der Digitalisierung in ihrem Feld auf dem Laufenden zu halten», sagt Nico Binsfeld, Koordinator des Projekts.

Das Ziel des Pilotprojekts ist es, die Mitarbeiter auf die technologischen Veränderungen bei ganz alltäglichen Aufgaben vorzubereiten. «Es betrifft alle möglichen Berufsgruppen, vom Kältetechniker bis zum Datenanalytiker», erklärt Binsfeld.

Weiterbildung = Wertschätzung + Wertschöpfung

Die im September letzten Jahres begonnenen Kurse seien nun zum Großteil abgeschlossen. Für Binsfeld ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: «Zuerst dachten wir, wir würden 600 Mitarbeiter aus 20 Unternehmen schulen. Wir hatten letzten Endes nur etwa die Hälfte. Wir wollen deshalb mehr Energie in die Kommunikation stecken. Für weitere Schulungen haben aber schon 40 Unternehmen ihr Interesse bekundet.»

Am Ende wurden 300 Mitarbeiter aus zehn Unternehmen geschult. Das habe sich ausgezahlt. «95 Prozent der Unternehmen haben sich für interne Schulungen entschieden. Sie wollen ihre Leute halten, da es nicht einfach ist, erfahrene Mitarbeiter zu finden. Umgekehrt fühlen sich die Angestellten so von den Unternehmen wertgeschätzt und haben das Gefühl, ernst genommen zu werden», sagt der Koordinator des Projekts. Am Ende wurden sechs Millionen Euro von den eingeplanten zwölf Millionen verwendet. Das Projekt könnte bereits im Januar wieder aufgenommen werden.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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