In Luxemburg

28. Januar 2019 17:49; Akt: 28.01.2019 18:41 Print

Rechnungshof übt Kritik an sozialem Wohnungsbau

LUXEMBURG – Der Rechnungshof hat eine ausführliche – und recht kritische – Stellungnahme zum Bau von Sozialwohnungen in den vergangenen Jahren abgegeben.

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In einem Bericht übt der Rechnungshof scharfe Kritik am sozialen Wohnungsbau. (Bild: Editpress/François Aussems)

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Der Bau von Sozialwohnungen in Luxemburg könnte effektiver vorangetrieben werden. Dies geht aus einem Bericht des Rechnungshofes hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. Die Institution lieferte darin eine kritische Analyse, der von den Behörden umgesetzten Politik und Ressourcen.

Alleine der Bedarf an Sozialwohnungen ist dem Bericht zufolge noch unzureichend definiert, was eine Entscheidungsfindung auf diesem Feld nicht erleichtert. Der Rechnungshof, der für das Jahr 2030 mit mindestens 736.000 Einwohnern und in 2060 mit rund einer Million Einwohnern rechnet, empfiehlt eine «Prognose des künftigen Bedarfs» unter Berücksichtigung der Preisentwicklung am Wohnungsmarkt. Der Bericht kritisiert einen durchschnittlichen Anstieg der Mieten um 50 Prozent für Wohnungen und 38 Prozent für Häuser zwischen den Jahren 2005 bis 2017.

Kommunen sollen stärker einbezogen werden

Beanstandet werden auch die Maßnahmen zur Erhöhung des sozialen Wohnungsbestandes, der sich derzeit aus 2904 Wohneinheiten zusammensetzt, die Baukostenzuschüsse erhalten haben. Für 2018 hat der Staat 108 Millionen Euro für diese Programme bereitgestellt, von denen 95 Prozent für öffentliche Projektträger bestimmt sind. Der Rechnungshof hält es für angebracht, sich um eine «bessere Beteiligung privater Bauherren am Bau von Sozialwohnungen» zu bemühen.

Laut dem Bericht des Rechnungshofes könnten die Kommunen stärker einbezogen werden. Als Beispiel wurde das nationale Baulücken-Programm herangezogen, das aufgrund der fehlenden Einbeziehung lokaler Akteure, «um die erwarteten Effekte ringen» muss.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Courdescons am 28.01.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat : "Der Bericht kritisiert einen durchschnittlichen Anstieg der Mieten um 50 Prozent für Wohnungen und 38 Prozent für Häuser zwischen den Jahren 2005 bis 2017. " Und das merken die ERST JETZT ????? Haben die bisher dem Büroschlaf gefrönnt ?

  • Saupreis am 29.01.2019 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber für mich macht es den Anschein, als wenn alles so geplant und gewollt ist. Die jetzigen Sozialwohnungen werden nur noch günstig an Refugees vermietet, und die Luxemburger kriegen dann die teure Wohnungen, wenn man sie überhaupt bekommt. Ich glaube, man will so die sozial schwächere Schicht aus Luxemburg vertreiben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 29.01.2019 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber für mich macht es den Anschein, als wenn alles so geplant und gewollt ist. Die jetzigen Sozialwohnungen werden nur noch günstig an Refugees vermietet, und die Luxemburger kriegen dann die teure Wohnungen, wenn man sie überhaupt bekommt. Ich glaube, man will so die sozial schwächere Schicht aus Luxemburg vertreiben

  • Courdescons am 28.01.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat : "Der Bericht kritisiert einen durchschnittlichen Anstieg der Mieten um 50 Prozent für Wohnungen und 38 Prozent für Häuser zwischen den Jahren 2005 bis 2017. " Und das merken die ERST JETZT ????? Haben die bisher dem Büroschlaf gefrönnt ?