Luxemburg

12. Mai 2020 06:56; Akt: 12.05.2020 07:08 Print

Regierung befürwortet Recht auf Heimarbeit

LUXEMBURG - Die Petition, die die Einführung eines echten Rechts auf Heimarbeit im Großherzogtum fordert, wird auch von der Regierung unterstützt.

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Die Arbeit aus dem Homeoffice hat in der Krise ihre Vorteile ausgespielt. (Bild: AFP)

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Die öffentliche Petition, die das Recht auf Telearbeit im luxemburgischen Arbeitsgesetz fordert, hat auf der Website der Abgeordnetenkammer mehr als 4.500 Unterschriften gesammelt. Das Thema wird daher mit dem betreffenden Minister und den Abgeordneten öffentlich debattiert. Dabei steht die Regierung einem Recht auf Heimarbeit durchaus positiv gegenüber.

Die beiden Petenten, Emmanuelle Remy und ihr Ehemann Serge, möchten, dass die Beschäftigten die Hälfte ihrer täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit zu Hause arbeiten können. Nach Ansicht von Serge Remy hat die Coronakrise nicht nur Vorurteile gegenüber Heimarbeit ausgeräumt, sondern die vielen Vorteile hervorgehoben: «Die angeforderten Aufgaben können Mitarbeiter sehr oft auch zuhause erledigen. Der Verzicht auf Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz verringert den Stress, das Unfallrisiko und die Luftverschmutzung erheblich».

« Diese Krise hat uns gezeigt, dass Telearbeit funktioniert. »

Noch begrenzt die aktuelle gesetzliche Regelung die jährlichen Heimarbeits-Tage der Grenzgänger. Seit dem 1. Januar dürfen französischen Grenzgänger 29 Tage im Jahr aus dem Home Office arbeiten. Bei belgischen (24 Tage) und deutschen Grenzgängern (19) ist die Toleranzgrenze niedriger. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Regelung derzeit gelockert. So werden in keinem der Nachbarländer Arbeitstage, die auf Grund der Corona-Krise zu Hause geleistet werden, auf diese Tage angerechnet.

Die Hoffnung, dass sich dies bald dauerhaft ändern könnte, ist aber nicht unberechtigt. Auf Anfrage von L'essentiel teilt das Finanzministerium mit: «Luxemburg legt mit seinen Nachbarländern die Bedingungen für die Telearbeit von Grenzgängern fest. Die Verhandlungen wurden vor der Krise geführt und sie werden danach fortgesetzt. Diese Krise hat uns gezeigt, dass Telearbeit funktioniert und dass sie ein positives Phänomen ist. Die Regierung ist nicht gegen diese Praxis, ganz im Gegenteil».

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Teletravaillist am 12.05.2020 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Schéin wier et jo mol

  • Claude am 12.05.2020 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Direkt net an 2 Joer reischten

  • Iris Gläser am 12.05.2020 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde, das ist eine gute Idee. Wenn es die Möglichkeit gibt, dann kann man sich das aussuchen, der eine mehr, der andere weniger weil das nicht bei allen passt... Warum nicht?

Die neusten Leser-Kommentare

  • yesitsme274@gmail.com am 12.05.2020 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Amazon wird sich freuen. Die Geschäfte in Luxemburg weniger.

  • nico am 12.05.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    an erem gebrabbels vun leit dei einfach keng Ahnung vun näischt hun. Natirlech wier Tele-Travail eng super Saach. Daat wier jo schon emol en groussen plus fir d'Emwelt, well keen mam Auto op der Autobunn steht (oder mol fiert) Wou ass de Problem.

  • Iris Gläser am 12.05.2020 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde, das ist eine gute Idee. Wenn es die Möglichkeit gibt, dann kann man sich das aussuchen, der eine mehr, der andere weniger weil das nicht bei allen passt... Warum nicht?

  • guy Michels am 12.05.2020 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    man muss sich nur langfristig dann nicht wundern, dass viele Unternehmen entdecken, dass man mit viel weniger Mitarbeiter funktioniert, und jemand der immer Zuhause ist, ist auch immer zur Verfügung. Er ist ja auf dem Arbeitsplatz...

  • Teletravaillist am 12.05.2020 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Schéin wier et jo mol