Coronavirus

16. März 2020 10:45; Akt: 16.03.2020 14:30 Print

Regierung meldet 81 Corona-​​Fälle in Luxemburg

LUXEMBURG – Die Regierung hat um 11 Uhr weitere Details zu den am Sonntag angekündigten Schritten verkündet, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden soll.

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«Was nicht sein muss, sollen die Menschen sein lassen», so Gesundheitsministerin Lenert. (Bild: Tfeller)

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Premierminister Bettel hat am Sonntagabend einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Davor hatte der Staatschef mit seinen Kollegen in einer Krisensitzung des Regierungsrates über die Schritte diskutiert. Die Sitzung dauerte eine Stunde länger als ursprünglich angekündigt. Am Montagmorgen hatte die Regierung zu einer weiteren Pressekonferenz geladen, auf welcher Gesundheitsministerin Paulette Lenert die nähere Umsetzung der Maßnahmen erklärte.

Die wichtigsten Infos in Stichpunkten:

• Gesundheitsministerin Paulette Lenert meldet gleich zu Beginn der Pressekonferenz, dass es jetzt 81 bestätigte Corona-Fälle in Luxemburg gibt. Zehn Menschen befinden sich zur Zeit im Krankenhaus.

• Ab jetzt werden die entsprechenden Infektionszahlen immer um 9 Uhr morgens aktualisiert.

• Die von der Regierung am Sonntagabend beschlossenen Maßnahmen sollen den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern.

• Lenert kündigt strengere Maßnahmen an für die Menschen, die sich nicht an die neuen Regeln halten. Letzte mögliche Stufe sei eine Ausgangssperre. «Was nicht sein muss, sollen die Menschen sein lassen», so Lenert. Es sei jetzt nicht die Zeit für Party.

• Die wichtigen Systeme müssen weiter erhalten werden. «Wir müssen als Gesellschaft weiter funktionieren», erklärt die Gesundheitsministerin.

• Zu den teilweise überraschenden Grenzschließungen betont sie nochmal, dass das Großherzogtum aushandeln konnte, dass Pendler aus Deutschland mit einem Pendler-Formular auch weiterhin nach Luxemburg einreisen dürfen.

• «Wir sind auf alles vorbereitet, haben aber noch keine Infos aus Frankreich», erklärt Lenert im Bezug auf eine mögliche Grenzschließung der Franzosen. «Wir werden aber auch dort versuchen, dass die Pendler weiterhin ins Land können.»

• Grenzgänger aus dem Pflegesektor können auf Wunsch in Hotels untergebracht werden.

• Neun Kindergärten sind in Betrieb (unter anderem Remlingen, Biwer, Strassen, Rosengärtchen).

• Der Sozialversicherungsbeitrag ist ausgesetzt.

• «Wir tun alles, um unsere Vorräte an Masken und Tests aufzustocken», erklärt Lenert und nennt auch die Frachtfluggesellschaft Cargolux als unterstützenden Faktor. Zwei Maschinen seien bereit für entsprechende Transporte.

• Es gibt «an allen Fronten immens viel Solidarität». So hätten Medizinstudenten ihre Dienste angeboten, um mitzuhelfen.

Hier können Sie sich die Presskonferenz von Sonntagabend nochmal anschauen:

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jon Klein, Déifferdeng am 16.03.2020 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Statements zur Corona-Krise und zwei Ankündigungen später, haben der Premier und seine Ministerin immer noch keine Liste von lieferbereiten Supermärkten veröffentlicht! Das ist untragbar! Diese Notfall-Logistik müsste längst stehen im Rahmen eines nationalen Notfallplans zur Vorbeugung im Katastrophenfall! Wenn diese Massnahmen erst jetzt, zudem zeitraubend, ausgearbeitet werden müssen, sind viele Senioren genötigt, sich während dieser Bridge-Zeit weiterhin selbst zu versorgen und der Ansteckungsgefahr unnötig auszusetzen, wie wir das bereits am Samstag und heutigen Montag tun mussten!!

  • del am 16.03.2020 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen zu und Flughafen auf !

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  • Ech64 am 17.03.2020 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ett sin der wahrscheinlech schon mindestens 10 mol esou vill Infizeierter,just dass hei am Land testen se nemmen Patienten wou den Virus schlemm ass ,an nett wei am Ausland wou Jedwereen mat unzeechen getestet gett Armemnd Letzebuerg

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ech64 am 17.03.2020 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ett sin der wahrscheinlech schon mindestens 10 mol esou vill Infizeierter,just dass hei am Land testen se nemmen Patienten wou den Virus schlemm ass ,an nett wei am Ausland wou Jedwereen mat unzeechen getestet gett Armemnd Letzebuerg

  • 123 am 16.03.2020 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An mir hun haut awer misse schaffe goen an hun och Leit empfangen. Just well eise Chef Geldgiereg ass

  • Saupreis am 16.03.2020 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum wird eigentlich nicht mitgeteilt, wo die erkrankten wohnhaft sind, damit man evtl. weiß, in welchen Ortschaften es gefährlicher sein kann?

    • Marie Beaufort am 20.03.2020 07:17 Report Diesen Beitrag melden

      Vermeidung der Stigmatisierung-

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  • Knouterketti am 16.03.2020 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau Madame Lenert - kompetent mei ass do net soen

  • del am 16.03.2020 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzen zu und Flughafen auf !

    • Marie Beaufort am 20.03.2020 07:15 Report Diesen Beitrag melden

      Findel macht am Montag dicht‼️

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