Luxemburg

21. September 2021 07:48; Akt: 21.09.2021 07:49 Print

Regierung stellt das Cannabisgesetz bald vor

LUXEMBURG – Der Gesetzesentwurf zur Legalisierung des Konsums und Verkaufs von Cannabis wird nächsten Monat vorgelegt. Einige Punkte müssen noch geklärt werden.

storybild

Wo das Cannabis in Luxemburg verkauft werden soll, ist noch nicht sicher. (Bild: AFP/Philippe Huguen)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie genau das neue Cannabisgesetz aussehen wird, ist noch ungewiss. «Es wird im Oktober vorgestellt», so das Justizministerium, das damit den bereits bekannten Zeitplan erneut bestätigte. Das Gesetz soll ein Wendepunkt in der Cannabispolitik darstellen. Ziel sei es nicht, «die Kiffer zufriedenzustellen, sondern eine seit 40 Jahren gescheiterte Anti-Drogen-Politik neu auszurichten», erklärt Charles Margue (Déi Gréng), Vorsitzender des Justizausschusses.

In der Zwischenzeit werden die Diskussionen fortgesetzt. «Eine Einigung zwischen den Ministerien für Justiz, Gesundheit und Finanzen steht noch aus», sagt eine Quelle aus der Politik, die es vorzieht anonym zu bleiben, auf Nachfrage von L'essentiel. Man habe sich vom kanadischen Modell inspirieren lassen, wo Cannabis vor Kurzem legalisiert wurde.

«Wir haben bereits komplexere Probleme dieser Art gelöst»

Sicher ist bereits, dass das Cannabis nur an Menschen verkauft wird, die auch in Luxemburg wohnen – gegen Vorlage des Ausweises. Zudem darf eine bestimmte Menge pro Woche nicht überschritten werden. «Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Datenschutz. Aber wir haben bereits komplexere Probleme dieser Art gelöst», so unsere Quelle weiter.

Menschen aus den Nachbarländern können also kein Cannabis im Großherzogtum kaufen. Der Konsum ist für sie nach dem Inkrafttreten des Gesetzes hierzulande aber legal. Für den Verkauf sollen spezielle Geschäfte eingerichtet werden. Die Frage, ob diese öffentlich oder privat sein werden, sei «noch nicht entschieden». Auch die Apotheken und Tabakläden seien nach wie vor eine Option.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 21.09.2021 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Preis spillt hei Haaptroll, et muss enner dem Schwarzmaartwert sin soss schleit di ganz Saach fehl. An Police as net entlaascht, au contraire Douane an Police kreien dann nach mei Aarbecht wei se lo schon hun.

  • loshein am 21.09.2021 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi ech de Staat kennen, gëtt et vill ze deier. Mäin Dealer liwwert heem fir e Brochdeel vum Präis.

  • Guter Denker am 21.09.2021 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Staat dieses Geschäft aus den Händen gibt, dann ist es die dümmste Entscheidung des Jahrhunderts. Es soll alles in staatlicher Hand bleiben, ansonsten gibt es ähnliche Probleme wie im Immobilienmarkt, wo die bedürftigsten Menschen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden. Am Ende wird wieder Schindluder getrieben. Passieren wird auch, dass sich Touristen hierher machen, um einfach auf der Strasse oder in den Parks zu rauchen. Diese werden ihr eigenes Zeug mitbringen und auch im berauschten Zustand das Land verlassen. Das wird Kontrollen an den Grenzen erhöhen>Weniger Touristen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • zorro am 21.09.2021 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entlesch..... Gleewen eréischt wann et do As? Dat dauert schonn iwert 5 Joer ????????????????

  • kaa am 21.09.2021 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Watt dann de Vondel Park mat séngen Zombies, an den 70er Joren fir Amsterdam war kann d’Kinnekswiss 2020er+ fir Letzebuerg gin?

  • Valchen am 21.09.2021 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei wäer et mol en Vernünftigt Gesetz fier Letzebuerg als Schutz vun etwaigen Flut Vermeidung, deri SÉCHER kénnt an Plaatz Kiffer, Grouss an Kléng, ze accomodéieren! Awwer; et muss Éen jo séng Prioritäten setzen,…….! Kappréssel! :-//

    • packtiech am 21.09.2021 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      nee lo zielt nëmme de Corona Zirkus a soss naicht ah dach pardon an Lait am Afghanistan!

    • Aldi Mann am 23.09.2021 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

    einklappen einklappen
  • Octopus am 21.09.2021 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Preis spillt hei Haaptroll, et muss enner dem Schwarzmaartwert sin soss schleit di ganz Saach fehl. An Police as net entlaascht, au contraire Douane an Police kreien dann nach mei Aarbecht wei se lo schon hun.

  • MI6 am 21.09.2021 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wann de sven elo een "rückzieher"mecht kann heen sech och aus der politik zréck zéihen,well dann ass 2023 schluss fir dat " enfant terrible"