Prost!

21. März 2016 13:22; Akt: 21.03.2016 15:13 Print

Regierung will Kneipen subventionieren

LUXEMBURG – Gute Nachricht für Thekenhocker: Die Regierung will Kneipen in Zukunft finanziell unterstützen. Dadurch soll dem Kneipensterben vorgebeugt werden.

storybild

Ein Bier auf Staatskosten? So einfach ist es leider nicht – aber die Regierung will investitionswillige Kneipiers in Zukunft finanziell unterstützen. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Rauchverbot hat in den vergangenen drei Jahren zu einem großen Umsatzrückgang in der Gastronomie geführt. Das erklärt François Koepp, Generalsekretär des Luxemburger Hotel- und Gaststättenverbands Horesca, gegenüber L'essentiel. Ganz besonders haben Cafés und Kneipen auf dem Land gelitten. Aber, sagt Koepp: «Sogar in der Stadt gibt es Etablissements, bei denen die Einnahmen um bis zu 20 Prozent zurückgegangen sind.» Dort sei aber auch eine «natürliche Bereinigung» im Gange. «Man muss heute neue Konzepte einführen, um die Leute für die Betriebe zu interessieren», sagt Koepp.

Um diese neuen Konzepte zu verwirklichen, soll in Zukunft der Staat den Kneipiers unter die Arme greifen. «Investitionen werden von der Regierung subventioniert», sagt Koepp. Und zwar nicht gerade knapp: Neben der absetzbaren Mehrwertsteuer, rückt der Staat auch Bares raus: 15 Prozent der Ausgaben sollen – bis zu einer Summe von 100.000 Euro – an investitionswillige Gastronomen zurückfließen, und zwar rückwirkend für den Zeitraum von 2014 bis 2018. Ein ähnliches Konzept gibt es bereits bei Hotels und Restaurants, bei Kneipen und Cafés betritt die Regierung aber Neuland.

Die Horesca begeht am Montag ihre Jahresversammlung. Darauf wollen die Gastronomen auch ihre neue Luxemburg-Marke präsentieren: das «Wëllkomm»-Label. Um damit ausgezeichnet zu werden, muss ein Gastronom der Horesca beitreten und sich weiterbilden lassen. «Es geht um Qualität und Service», sagt Koepp. Mit dem Label kann sich der Kneipier dann auch um die staatlichen Subventionen bewerben. «Wëllkomm» soll auch eine Internetseite werden, in der die Cafés des Landes verzeichnet werden und wo Kunden nach einer Kneipe nach ihrem Geschmack suchen können.

(sen/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wëllkomm doheem am 22.03.2016 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Macht dach aer Kneipen all zou an da bleiwe mir all doheem an sie kënnen ons d'Subventiounen heem schëcken! Fir Béier mat Roundup servéiert ze kéien, brauche mir keng Bistroen an de Kaffi an d'Waasser drenke mir gemittlech doheem ...

  • Toni Bauer am 21.03.2016 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Welcher Umsatzrückgang? In den amtlichen Erhebungen ist jedenfalls keiner sichtbar

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wëllkomm doheem am 22.03.2016 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Macht dach aer Kneipen all zou an da bleiwe mir all doheem an sie kënnen ons d'Subventiounen heem schëcken! Fir Béier mat Roundup servéiert ze kéien, brauche mir keng Bistroen an de Kaffi an d'Waasser drenke mir gemittlech doheem ...

  • Toni Bauer am 21.03.2016 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Welcher Umsatzrückgang? In den amtlichen Erhebungen ist jedenfalls keiner sichtbar