Corona in Luxemburg

07. August 2020 14:38; Akt: 07.08.2020 14:40 Print

Regierung zeigt Corona-​​Karte versehentlich

LUXEMBURG – Das Gesundheitsministerium hat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage versehentlich eine genau aufgeschlüsselte Karte der Corona-Fälle veröffentlicht.

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Eigentlich sollte die Veröffentlichung der Corona-Karte vermieden werden, um die Stigmatisierung besonders betroffener Gemeinden zu verhindern.

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Das Gesundheitsministerium veröffentlichte am Donnerstag in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des ADR-Abgeordneten Jeff Engelen eine Karte mit neuen Corona-Fällen nach Gemeinden für den Zeitraum vom 22. Juni bis 12. Juli. Wie das Tageblatt herausfand, sollte diese Karte eigentlich nicht veröffentlicht werden, um eine Stigmatisierung der Gemeinden zu vermeiden. Lange Zeit hatte das Gesundheitsministerium lediglich die nationalen Zahlen veröffentlicht, dann wurden sie zumindest nach Kantonen aufgeschlüsselt.

Die am Donnerstag veröffentlichte Karte zeigt große Unterschiede, wobei viele Gemeinden ohne neue Fälle für diesen Zeitraum aufgeführt sind. Luxemburg-Stadt ist als bevölkerungsreichste Stadt logischerweise am stärksten betroffen, mit 161 neuen Fällen während der drei aufgeführten Wochen. Differdingen folgt mit 79 Infektionen, vor Esch/Alzette mit 72 und Petingen mit 43. Die am dichtesten besiedelten Gebiete im Süden und im Zentrum sind also am stärksten betroffen. Nicht wirklich eine Überraschung.

Überraschender ist die Infektionsrate pro 10.000 Einwohner. Hier schneiden Schieren (2039 Einwohner) und Kiischpelt (1214 Einwohner) im Norden mit 35,6 bis 44 Neuinfektionen pro 10.000 Einwohner am schlechtesten ab. Relativiert auf die tatsächliche Einwohnerzahl sind des aber lediglich fünf Neuinfektionen in Kiischpelt und neun in Schieren. Die Gemeinden bedauern die Veröffentlichung der Zahlen ebenso wie Georges Mischo, Bürgermeister von Esch und Tum Ulveling, Schöffe von Differdingen, so das Tageblatt.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meenung am 07.08.2020 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ob gewoellt oder net, as de richtege Wee. Hei sollen lo richteg genee Analyse gemeet gin, well alles dat huet seng Groen. Och a Gemengen et net gaeren hun, als Escher vun der Uelzecht, gesin ech wann ech nemmen duerch Esch gin, wou Problematik leit. Leider kemmert sech de Buergemeeschter sech net em dat wat wichteg as, ambeschte geseit een dat op der Brillplatz oder wann een sech op der Guare beweegt. Sou as dat gudd a muench Buergemeeschter muss elo mol handelen. Merci fir dei Kaart.

  • Mio am 07.08.2020 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kart as net actuelle , et weist Situatioun tescht dem 22/06-12/07 ! Dei wou lo den 12/07 nach matt dran gefall sinn, sinn um Wee fir aus der Quarantäne eraus ! Wei as et dann wann lo dei hei schon eraus as , matt den Zuelen vum März un , an elo dei actuel Situation

  • Menni am 07.08.2020 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Das hat nichts mit Stigmatisierung zu tun sondern ist eine zusätzliche Informationsquelle für alle! Entweder jeder sieht diese Karte oder niemand, ich betone niemand!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 09.08.2020 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Nico Der Kommentar entspricht genau den Geschehnissen , nur ein Stadtviertel oder Straße haben Sie nicht mit in Bezug genommen, wo die Bürger jahrelang terrorisiert werden von einem lokalbesitzer und die Polizei mehrmals angefleht worden ist was zu unternehmen nichts aber gar nichts passiert ist. Und zwar rue j p Michels. Der lokalbesitzer, laut seinen Aussagen, behauptet ganz frech, er hätte gute relationen gegenüber den Ordnungshüter und behauptet dass er hier tut und macht was er will. Seine Behauptungen und Erläuterungen bestehen zwar und leider nur zweisprachig ( französisch und Portugiesisch) . So is et mein Freund Nico. So is et. Und keiner, aber keiner von sämtlichen Instanzen hat diesen Bürgern bis dato unterstützt.

  • amd_schar am 08.08.2020 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et as elo mol gudd datt Leit dei Kaart gesin

  • idiot am 08.08.2020 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann dier schon eng Kaart uweist dann. Illeicht mei deitlech ech kann neischt dropp gesin

    • luxi am 09.08.2020 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      ech sinn der selwechter mënung. W.e.g eng kaart sätzen weou een razoomen ann. merci

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  • Nico am 08.08.2020 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz RICHTIG. Der Escher Bürgermeister verschliesst schon lange die Augen in verschieden Stadtvierteln hier in Esch (Grenz, Brill und Bahnhof) Auf dem Brillplatz kommt man sich vor wie auf dem Hof einer Brauerei, nur, dass man hier auch noch Tag und Nacht einen gratis Schlafplatz zur Verfügung hat. Versammlungen (Trinkgelage) mit vielen Personen ( OHNE MASKE, denn mit Maske kann man schlecht trinken) daran haben sich die Escher mittlerweile gewöhnt. Dass immer mehr Escher diese Viertel meiden scheint leider die Gemeindeväter nicht zu interessieren. Dass sporadisch ein Polizeiwagen schnell und mit geschlossenen Fenstern durch diese Viertel fährt, daran haben sich die betroffenen Personen schon längst gewöhnt und stellen jemanden ab, der die Strasse nach herannahender Polizei beobachtet.

  • Bibou am 08.08.2020 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et brauch een just duerch Deifferdeng ze fueren, dann versteet een alles. Keng Masken , keng Kontrollen.