Ab Mai

01. März 2021 11:43; Akt: 01.03.2021 12:01 Print

Regierung zieht Regeln für Kurzarbeit an

LUXEMBURG – Die in der Corona-Krise massiv genutzte Kurzarbeit wird ab Mai im Großherzogtum restriktiver gehandhabt, so Arbeitsminister Dan Kersch am Montag.

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Vor der Corona-Krise zahlte der Staat rund 600.000 Euro pro Monat für Kurzarbeit. In der Pandemie waren es bis zu 49 Millionen Euro.

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Die Regeln zur Kurzarbeit ändern sich im Mai. Bereits seit Januar wird die finanzielle Hilfe nicht mehr auf der Basis der Anzahl der Mitarbeiter pro Firma berechnet, sondern auf der Basis der geleisteten Arbeitsstunden pro Firma. In diesem Zusammenhang unterscheidet die Regierung zwischen zwei Arten von Sektoren: denjenigen, die von der Corona-Krise direkt betroffen sind (Horeca, Tourismus, Veranstaltungen) und den anderen.

Unternehmen in gefährdeten Sektoren können noch bis zum Frühjahr Kurzarbeit für 100 Prozent der Arbeitsstunden in Anspruch nehmen. Ab Mai wird diese Zahl dann auf 50 Prozent reduziert. Außerdem dürfen keine Mitarbeiter mehr entlassen werden. Für nicht gefährdete Sektoren wird die Möglichkeit der Kurzarbeit von 15 Prozent der Arbeitsstunden auf 10 Prozent reduziert. Außerdem dürfen keine Arbeitnehmer entlassen werden, solange der Betrieb die Kurzarbeit in Anspruch nimmt.

151.322 Beschäftigte, 985,3 Millionen Euro

«Ausnahmen sind möglich», so Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP). «Wenn ein Unternehmen durch einen Plan zur Erhaltung der Arbeitsplätze, einen Sanierungsplan oder eine branchenübergreifende Vereinbarung angibt, dass die Bedingungen dafür nicht geeignet sind, kann die Anzahl der Kurzarbeits-Stunden auch weiterhin erhöht werden».

«Vor der Krise haben 18 Unternehmen pro Monat Kurzarbeit beantragt und wir haben 635.000 Euro pro Monat gezahlt», erinnert sich Kersch. Seit März 2020 schwanken die ausgezahlten Beträge zwischen acht und 49 Millionen Euro. 151.322 Beschäftigte waren in der Zwischenzeit in Kurzarbeit, 15.379 Unternehmen haben in der Corona-Krise von den Hilfen profitiert, mit dem Handelssektor an der Spitze (3020 Unternehmen und 27.514 Beschäftigte), vor dem Baugewerbe (2400 Unternehmen, 27.930 Beschäftigte) und dem Hotel- und Gaststättengewerbe (1849 Unternehmen, 18.718 Beschäftigte). In einem Jahr zahlte der Staat insgesamt 985,3 Millionen Euro aus.

Die Kurzarbeit bringe aber nicht nur Vorteile, so Kersch. «Es ist eine psychische Belastung, wenn man in Kurzarbeit ist, in Form von Existenzängsten. Es ist keine zusätzliche Freizeit. Die Leistungen sind an sehr strenge Bedingungen geknüpft, die Arbeitnehmer müssen jederzeit verfügbar sein. Die meisten Menschen, die in Kurzarbeit sind, würden diese sofort aufgeben».

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aarbechtsdeier am 01.03.2021 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Och dden Monnerecher do muss fort dei Partei do haaten schons emol esou een vun Bettebuerg

  • bada dum ts am 01.03.2021 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mach et besser an léier mol lëtzebuergesch

  • bnm am 01.03.2021 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört endlich auf das Land zu ruinieren.

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  • Aarbechtsdeier am 01.03.2021 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Och dden Monnerecher do muss fort dei Partei do haaten schons emol esou een vun Bettebuerg

  • bada dum ts am 01.03.2021 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mach et besser an léier mol lëtzebuergesch

  • bnm am 01.03.2021 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört endlich auf das Land zu ruinieren.