Religion an Schulen

09. Mai 2014 17:57; Akt: 11.05.2014 14:25 Print

Religionslehrer sorgen sich um ihre Zukunft

LUXEMBURG - Die Wahlmöglichkeit zwischen Religions- und Werteunterricht soll künftig wegfallen. Die berufliche Zukunft der Lehrer ist offen.

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Nach Angaben des Bildungsministeriums gibt es derzeit 250 Religionslehrer an Grund- und 50 an weiterführenden Schulen. (Bild: AFP)

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Durch die geplante Abschaffung des Religionsunterrichts in den Luxemburger Schulen stehen die Religionslehrer des Großherzogtums vor einer ungewissen Zukunft. Bildungsminister Claude Meisch (DP) erklärte am Freitag, dass den betroffenen Pädagogen eine berufliche Umschulung angeboten werde. «Die Religionslehrer müssen kein neues Studium beginnen», versicherte Meisch in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung.

Von der Unterrichtsreform wären 300 Lehrer in Luxemburg betroffen. Viele von ihnen machen sich Sorgen über ihre berufliche Zukunft. Auf Nachfrage vom L'essentiel sagt Myriam Bamberg, Sprecherin des Ministers: «Wir können keine allgemein gültige Antwort darauf geben (wie ihre Zukunft aussieht, Anm.). Über die Neuorientierungen wird von Fall zu Fall entschieden».

Die Religionslehrer als auch die Pädagogen für den Werteunterricht sollen jedenfalls an der Diskussion um pädagogische und didaktische Aspekte des gemeinsamen Kurses beteiligt werden, versicherte man im Bildungsministerium.

(L'essentiel/fr)