In Luxemburg

28. September 2020 13:20; Akt: 28.09.2020 14:01 Print

Rettungsdienste rückten alle neun Minuten aus

LUXEMBURG – Der nationale Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) hat am Montag seinen Jahresbericht für 2019 vorgelegt.

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Die Feuerwehr hatte nach dem verheerenden Tornado in Petingen und Niederkerschen alle Hände voll zu tun. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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Die Luxemburger Rettungsdienste sind im Jahr 2019 insgesamt 60.979 Mal zu Einsätzen ausgerückt. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den das CGDIS am Montag in seinem Hauptquartier in Luxemburg-Stadt vorstellte. Pro Tag rückten Feuerwehr und Sanitäter also durchschnittlich 167 Mal aus, oder anders ausgedrückt: alle neun Minuten. Im Vergleich zu 2018 ist die Zahl der Einsätze um zehn Prozent angestiegen.

«Dieser Anstieg ist außergewöhnlich hoch», sagte Paul Schroeder, Generaldirektor des CGDIS, und erklärte: «Er kann durch die Zunahme der Bevölkerung und der Zahl der Grenzgänger erklärt werden. Dadurch ist es zu mehr Verkehrsunfällen gekommen.» Zudem mussten die Feuerwehren 2019 wegen Stürmen und Hitzeperioden oft ausrücken. «Besonders der Tornado in Petingen und Niederkerschen war ein echter Stresstest für unsere Kommandostrategie und unsere Mannschaften. Damals haben wir fast alle Zentren mobilisiert», sagt Schroeder.

Budget steigt 2020

Der 17. August war mit 112 Interventionen der ruhigste Tag des Jahres, während am 10. März mit 358 Einsätzen der größte Betrieb herrschte. Die überwiegende Mehrheit, 88 Prozent, aller Einsätze wurde gefahren, um Menschen in Not zu helfen. 2180 Mal rückten die Ersthelfer bei Bränden aus, 1858 Mal wegen Verkehrsunfällen mit Personenschäden.

Laut Schroeder hatte das CGDIS in den zurückliegenden keine Probleme damit, neue Mitarbeiter und Freiwillige zu finden. «Wir hatten immer genug Kandidaten, um unsere Posten zu besetzen, aber das könnte sich in den kommenden Jahren ändern», sagte er. Die Verantwortlichen beim Dachverband der Rettungsdienste erwägen deshalb künftig auch Nicht-Luxemburger in ihre Reihen zu holen. Zudem will das CGDIS mehr Frauen für sich gewinnen, da sie zurzeit nur knappe 20 Prozent der kompletten Belegschaft ausmachen.

Die Ausgaben der nationalen Rettungsdienste beliefen sich im vergangenen Jahr auf 112,4 Millionen Euro. Für das Jahr 2020 sind 117,2 Millionen Euro veranschlagt – trotz des Lockdowns, in dem die Zahl der Einsätze um rund 15 Prozent zurückging. In den kommenden Jahren will das CGDIS 20 Gebäude kaufen, darunter das neue Hauptquartier, das 2021 eingeweiht werden soll.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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