Mobilfunkstandard

16. März 2020 07:07; Akt: 16.03.2020 07:12 Print

Rüstet Huawei Luxemburg mit 5G aus?

LUXEMBURG – Die Telekommunikationsanbieter des Landes stehen vor einer heiklen Entscheidung: Soll das viel kritisierte chinesische Unternehmen die Ausrüstung liefern?

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Huawei ist wohl kaum in den 5G-Ausbau in Luxemburg involviert. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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Die Berichterstattung rund um den Mobilfunkstandard 5G wurden in den letzten Monaten von den Kontroversen um das chinesische Unternehmen Huawei beherrscht. Der Konzern ist – was das Know-how angeht – weltweit einer der führenden Spezialisten. Seine engen Verbindungen zur chinesischen Regierung haben jedoch in vielen Ländern Befürchtungen hervorgerufen. Die USA behaupten, der Konzern könne seit 2009 heimlich auf Mobilfunk-Kommunikation und damit auch auf sensible Daten zugreifen.

Auch die luxemburgischen Betreiber werden sich entscheiden müssen, ob sie den Konzern damit beauftragt, das Land mit der neuen Technik auszurüsten. Die Regierung hat kein Verbot für Huawei erlassen hat. «Die Entscheidung liegt bei den Betreibern. Die Regierung hat jedoch einen ordnungspolitischen Rahmen für ihre Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten im Bereich der Sicherheit geschaffen», sagt Céline Flammang, Sprecherin der Medien- und Kommunikationsabteilung des Premierministers. Es geht darum, «dass kein illegaler Zugang zu den Netzen möglich sein sollte».

Huawei hat schon jetzt schweren Stand

Die «5G-Toolbox» soll auf europäischer Ebene die «Sicherheitsansätze harmonisieren». Die drei luxemburgischen Mobilfunkanbieter des Landes erklärten sich auf L'essentiel-Nachfrage bereit, diese Regeln einzuhalten. Alle drei erklärten, dass sie noch keine Entscheidung darüber getroffen hätten, wer letztendlich ihre Infrastruktur für 5G aufbauen solle.

Die Firma Tango erklärte, dass für sie «nur europäische Firmen in Frage kommen». Bisher arbeitete Tango mit dem schwedischen Unternehmen Ericsson und das finnische Unternehmen Nokia zusammen. Tango schließt Huawei also aus. Bei der Post scheint die Tür noch offen zu sein, aber das Unternehmen arbeite derzeit erfolgreich mit Ericsson zusammen, wie Paul Rausch, Direktor für Kommunikation, hervorhebt. Orange arbeitet sein einiger Zeit mit Huawei an seinem Netzwerk. Davon seien sensible Daten aber nicht betroffen, wie Jeannot Grethen, Direktor für die Geschäftsentwicklung bei Orange sagt. «Der Übergang zu 5G könnte der Anlass für einen Wechsel sein, da bereits Tests mit Ericsson durchgeführt wurden», so Grethen weiter. Die übrigen Bereiche würden von Ericsson bereitgestellt.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mister T am 16.03.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Damit ist Tango der einzige Anbieter in Luxemburg der rein auf europäische Hersteller setzt. Auch wenn alle behaupten, sie würden Huwaei nur in unkritischen Bereichen bei 5G einsetzen, bleibt immer noch das Netzwerk im Serverbereich. Dies wird jetzt schon teilweise freudig mit Huawei ausgebaut....

  • Sarkast-opgepasst! am 16.03.2020 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da scheint mir ja Ericson, Monopolist zu sein. Ist das denn nicht gefährlich...?

  • svendorca am 16.03.2020 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    man hat ja auch die Europa-Sitze von verschiedenen Banken in Luxemburg, wo ist das Problem?..zieht man das Corunavirus in den Focus, ist die EU doch am aussterben, mit dem Slogan: ich koch mein eigenes Süppchen..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marianne am 16.03.2020 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht as den 5 G gudd géint de Corona Virus , dann get en gegrillt ! An mir alleguerten mat ! Loost den 5 G an China .

  • Sarkast-opgepasst! am 16.03.2020 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da scheint mir ja Ericson, Monopolist zu sein. Ist das denn nicht gefährlich...?

  • Hägar am 16.03.2020 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    No Corona brauchen mir net och nach 5G aus China. Am beschten haalen se alles bei sech.

  • och eng Wourecht am 16.03.2020 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Den gréisten Problem vun den USA an och munsch europäeschen Länner ass, dat Huawei sein 5G verschlësselt huet, esou dat d'NSA oder aner Spetzeldengschter kéen Zougang méi ob ons Daten huet. Dofir jo, wien Datensecherhéet wëllt, wielt Huawei.

  • Mister T am 16.03.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Damit ist Tango der einzige Anbieter in Luxemburg der rein auf europäische Hersteller setzt. Auch wenn alle behaupten, sie würden Huwaei nur in unkritischen Bereichen bei 5G einsetzen, bleibt immer noch das Netzwerk im Serverbereich. Dies wird jetzt schon teilweise freudig mit Huawei ausgebaut....