In Luxemburg

05. Dezember 2019 12:31; Akt: 05.12.2019 13:42 Print

Schluss mit stationären Blitzern im Großherzogtum

LUXEMBURG – Sollten die stationären Blitzer abgeschafft werden? Geht es nach einer Petition, die an die Chamber gerichtet wurde, dann ja.

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Eine Petition fordert die Abschaffung der stationären Blitzer.

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Auf der Website der Chamber werden in Kürze neun neue Petitionen zur Unterschrift bereitstehen. Eine Petition von ihnen fordert, dass die Tierarztkosten steuerlich geltend gemacht werden können, eine andere die City-Maut für die Hauptstadt, eine weitere die Indexierung von Familienbeihilfen. Auch gibt es den Vorschlag, Arbeitnehmer für die Arbeitszeit am Nachmittag besser zu bezahlen. Diese Maßnahme soll nach Ansicht des Erstellers die Leute zu flexibleren Arbeitszeiten bewegen. Er verspricht sich davon weniger Staus zu den Stoßzeiten.

Die Petition, die für Aufsehen sorgen könnte, betrifft festinstallierte Blitzer. Geht es nach dem Petenten seien die Blitzer wirkungslos, da sie die Geschwindigkeit nur auf wenigen Metern drosselt. Das grundlegende Problem werde aber nicht gelöst, da die Standorte bekannt seien. Die Forderung lautet daher: Mehr mobile Messgeräte anschaffen! Denn wer die stationären Blitzer passiert habe, der würde sofort wieder beschleunigen.

Blitzer an Unfallschwerpunkten

An unbekannten Standorten würden die Fahrer nach Ansicht des Erstellers der Petition eher überrascht. Als die stationären Geräte in Luxemburg installiert wurden, teilte das Ministerium mit, dass die Standorte nach Unfallhäufigkeit ausgewählt wurden. Ziel war es, an den gefährlichsten Punkten im Land die Geschwindigkeit zu drosseln und somit die Unfallschwerpunkte zu entschärfen.

Luxemburg verfügt derzeit über 24 feste Blitzer. Für «leichte» Geschwindigkeitsübertretungen werden 50 Euro Geldbuße fällig. Eine Strafe von 145 Euro plus zwei Punkte Abzug für höhere Geschwindigkeiten treffen Raser die mehr als 15 Stundenkilometer innerorts, 20 Stundenkilometer auf Landstraßen und 25 Stundenkilometer auf Autobahnen zu schnell unterwegs sind. Hochgeschwindigkeitsfahrten kosten 4 Punkte (über 79 km/h statt 50 oder 202 statt 130). Erreicht die Petition 4500 Unterschriften, wird das Thema Gegenstand einer öffentlichen Debatte in der Chamber werden.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 05.12.2019 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verstecke Radargeräte retten kein Leben, das steht schon mal fest. Diese dienen eher für die Staatskasse zufüllen. Desweiteren wurde Radargeräten in Orten gestellt, wo es keine Unfälle gab . . .

  • Lol am 05.12.2019 23:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hasse diese Dinger

  • Gen X am 06.12.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich sollten sie lieber den Bussgeldkatalog anpassen. Bei leichten Überschreitungen auch nur kleine Strafen verhängen (unter 10 EUR)... aber dann die Strafen exponentiell erhöhen (kann ruhig über 1000 Euro sein). Dabei noch einen Koeffizienten einberechnen für die Art der Strasse (innoerorts z.b x3, auf der Autobahn x1). Dann bestraft man die echten Raser. Wird zwar etwas komplizierter aber ich denke es könnte sich lohnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Retter112 am 06.12.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Radaren ass eng gutt Saach ,Et missten just vill mei Streckeradaren installéiert well bei den normalen Radaren bremsen Raser of an kuerz nom Blëtzer drécken se erëm ob den Gas Wien sech un den Code de la Route hält huet och keng Problemer domadder

  • Gen X am 06.12.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich sollten sie lieber den Bussgeldkatalog anpassen. Bei leichten Überschreitungen auch nur kleine Strafen verhängen (unter 10 EUR)... aber dann die Strafen exponentiell erhöhen (kann ruhig über 1000 Euro sein). Dabei noch einen Koeffizienten einberechnen für die Art der Strasse (innoerorts z.b x3, auf der Autobahn x1). Dann bestraft man die echten Raser. Wird zwar etwas komplizierter aber ich denke es könnte sich lohnen.

  • Enzo am 06.12.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wann kommt die Petition für Autos die nie schneller fahren als erlaubt ist ? Wäre technisch machbar !

  • Jean am 06.12.2019 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die Petition zur abschaffung der Radargeräte ist "gefährlich". Die Regierung wird sich einverstanden erklären um mehr mobile Geräte aufzustellen aber die stationären Geräte werden bleiben. Die Petition wird ihr ziel also nicht erreichen.

  • De Mellen am 06.12.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wat soll déi ganz Polemik do, fuer lues bei de Radaren an duerno kanns de jo op d'Schlapp drécken.