In Luxemburg

04. Juni 2018 09:20; Akt: 04.06.2018 15:55 Print

Schüler erzählen ihre Geschichten über Mobbing

DIEKIRCH – 54 Schüler des Klassischen Lyzeums in Diekirch kommen in einem Film zu Wort. Das Thema: Mobbing im Alltag und in den sozialen Netzwerken.

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Dern Film basiert auf rund 200 Erlebnissen der Schüler. (Bild: L'essentiel)

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«Um meinen Film über Mobbing und Cybermobbing vorzubereiten, bat ich die Schüler, mir anonym ihre Erfahrungsberichte zu schicken. Fast 200 haben geantwortet. Ich wollte ursprünglich einen acht Minuten langen Film machen. Jetzt habe ich genug Material für einen mittellangen Film», sagt Jean-Roland Lamy-au-Rousseau, Lehrer am Klassischen Lyzeum in Diekirch. Momentan nehmen die älteren Schüler ihre Szenen auf. Insgesamt erzählen 54 Schüler und 15 Erwachsene ihre Geschichten. Dazu kommen 15 Erwachsene, die in die Rollen der Lehrer und Eltern schlüpfen. Das Drehbuch sieht 116 Szenen vor, die nach dem Unterricht gedreht werden.

«Es ist wichtig, das Phänomen anzuprangern», sagt der 16 Jahre alte Rafael und ergänzt: «Als ich noch jünger war, wurde ich oft belästigt.» Vor der Kamera spielt er Max, ein Junge, der seine Mitschüler schikaniert. Die Figuren von Émilie und Bénédicte, 14, und Norman und Tessy, 15, beschäftigen sich mit dem Thema Rassismus. Die Schüler waren direkte Opfer oder haben die Diskriminierung als Zeugen erfahren.

«Der Film veranschaulicht, wie sich die Opfer fühlen und wie verbreitet das Phänomen ist», sagt Emily. «Die Belästigung auf dem Schulgelände hält sich noch in Grenzen, weil dort die Lehrer aufpassen. Aber im Internet ist sie kaum zu kontrollieren», sind sich Rafael und seine Kameraden Daniel und Delsin einig. Der Film soll im Juli in der Schule gezeigt werde. Außerdem wird er auf Youtube veröffentlicht.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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