In Luxemburg

20. September 2019 08:47; Akt: 20.09.2019 09:00 Print

Schüler wollen ohne Politiker fürs Klima streiken

LUXEMBURG – Heute gehen Luxemburgs Schüler wieder für das Klima auf die Straße. Das «Okay» des Bildungsministeriums hat für die Organisatoren einen Beigeschmack.

storybild

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Nachricht schlug am gestrigen Donnerstagmorgen bei den Schülern Luxemburgs ein wie eine Bombe: Das Bildungsministerium hatte alle Schulen angewiesen, dass die Teilnahme am Klimastreik als unentschuldigtes Fehlen zu werten ist. «Eine Einschüchterungstaktik», konterten die Demo-Mitorganisatoren von «Youth For Climate Luxembourg» via Facebook. Am späten Nachmittag dann die Kehrwende: In einer Pressemitteilung erklärt das Ministerium, dass schriftliche Entschuldigungen nun doch akzeptiert werden. Was war passiert?

«Wir haben das Ministerium dieses Mal nicht um Erlaubnis gebeten, demonstrieren zu dürfen. Denn das ist einfach unser Recht auf freie Meinungsäußerung!», erklärt Mitorganisatorin Zohra Barthelemy. Außerdem hätten die Schüler bislang das Gefühl, dass ihr Protest von Politikern vereinnahmt wird: «Sie haben sich unter uns gemischt und sich vor die Kameras gestellt, um sich mit den Demobildern zu schmücken.» Doch nur zwei Monate später entschied die Chamber, dass Luxemburg nicht den Klimanotstand ausrufen will. «Das hat uns schockiert. Die CO2-Emissionen steigen und wir können die dringend notwendigen Veränderungen nicht sehen», begründet Zohra Barthelemy die Entscheidung zum Alleingang.

Dennoch folgten die Organisatoren am Donnerstagmittag der Einladung des Ministeriums, sich noch einmal an einen Tisch zu setzen. «Wir haben erklärt, dass es nicht um zivilen Ungehorsam geht. Die Demonstration ist schließlich auch völlig regelkonform angemeldet», erklärt Stéphane Pekala Colles. Daraufhin sei ihnen dann mitgeteilt worden, dass die Entschuldigungen nun doch aktzeptiert würden. Eine Kehrtwende, die sich Colles nur so erklären kann: «Die Politiker wollen sich wieder auf die Schulter klopfen, dass sie auf unserer Seite stehen.»

(mb/pw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ech64 am 20.09.2019 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Si hätten jo wärend der Vakanz streiken kennen awer ass jo besser Schoul ze schwänzen

  • Politic kills am 20.09.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    die Politicker stehen auf der Seite der subventionierten steuerbefreiten Verseuchungsindustrie u nicht auf der Seite der massivbesteuerten Skalvenarbeiter, die von der Wirtschaft belogen u betrogen werden für den Geldprofit der risikobefreiten sesselpupsenden Aktionäre, die Risiken einfach auf Umwelt u Steuerzahler abwälzen, so dass dieser sich das überteuerte Leben u Wohnen kaum noch leisten kann u die Entwertung des € durch die EZB trägt dazu bei, dass Arme ärmer werden u Reiche immer reicher! u der EUGH, finanziert mit Steuergeldern, wäscht geldprofitversprechende Wirtschaftsügen weiss!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Politic kills am 20.09.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    die Politicker stehen auf der Seite der subventionierten steuerbefreiten Verseuchungsindustrie u nicht auf der Seite der massivbesteuerten Skalvenarbeiter, die von der Wirtschaft belogen u betrogen werden für den Geldprofit der risikobefreiten sesselpupsenden Aktionäre, die Risiken einfach auf Umwelt u Steuerzahler abwälzen, so dass dieser sich das überteuerte Leben u Wohnen kaum noch leisten kann u die Entwertung des € durch die EZB trägt dazu bei, dass Arme ärmer werden u Reiche immer reicher! u der EUGH, finanziert mit Steuergeldern, wäscht geldprofitversprechende Wirtschaftsügen weiss!

  • ech64 am 20.09.2019 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Si hätten jo wärend der Vakanz streiken kennen awer ass jo besser Schoul ze schwänzen