Schulen in Luxemburg

26. Februar 2021 07:57; Akt: 26.02.2021 11:06 Print

Schulkantinen sollen weniger Fleisch anbieten

LUXEMBURG – Schüler sollen in Zukunft in den Kantinen weniger Fleischgerichte bekommen. Der Grund: Ein gesünderes Essverhalten soll gefördert werden.

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Die täglich angebotenen vegetarischen Gerichte werden immer beliebter. (Bild: Editpress)

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Aufgrund der Corona-Pandemie soll es in Schulkantinen in Lyon vorübergehend nur noch fleischfreie Gerichte geben. Diese Ankündigung hat in Frankreich zu heftigen Kontroversen geführt. Luxemburg hat sich offenbar dazu entschieden, einen ähnlichen Weg zu gehen. «Aber auf eine weniger strikte Weise», sagt Monique Ludovicy, Direktorin des Unternehmens Restopolis, welches unter anderem die Schulkantinen im Großherzogtum betreibt. «Wir arbeiten gerade an einem Konzept, dessen Zweck es ist, in Schulkantinen weniger Fleisch zu verbrauchen», erklärt sie in einem Gespräch mit L'essentiel.

Bis jedoch fest stehe, in welcher Form diese am vergangenen Wochenende getroffene Entscheidung umgesetzt werden soll, würden laut Ludovicy noch «einige Wochen lang» Gespräche geführt werden müssen. Es gehe nämlich nicht darum, ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern Schülern beizubringen, sich gesund zu ernähren. «Man sollte im Auge behalten, dass Schüler, wenn sie mit den Mahlzeiten in der Kantine nicht zufrieden sind, auf Fast Food zurückgreifen. Das ist hier nicht das Ziel», so Ludovicy.

Das Bildungsministerium habe sich vor allem aus ökologischen Gründen dafür entschieden. «Das Bewusstsein hatte bereits vor der Pandemie begonnen, aber die jüngsten Schwierigkeiten haben gezeigt, dass es höchste Zeit ist, umzudenken», erklärt Ludovicy, die auf der Aufgeschlossenheit der Schüler aufbauen will. «Wir stellen fest, dass die täglich angebotenen vegetarischen Gerichte immer mehr Erfolg haben», sagt sie.

Neben weniger Fleischkonsum will Luxemburg ebenfalls mehr Fokus auf Bio- und Regional-Produkte legen. Doch was ist mit den lokalen Fleischproduzenten? «Vielleicht wird sie diese Entscheidung zufrieden stellen, da dann weniger Fleisch importiert werden muss. Auf dem Lokalmarkt waren die Menge und Vielfalt an Fleisch bisher sowieso nicht ausreichend. Weniger Importe bedeutet weniger Transportprobleme und ein geringeres Risiko, das Virus zu importieren», sagt Ludovicy.

In Luxemburg liegt der Fleischkonsum nach wie vor hoch. Laut einer aktuellen TNS-Ilres-Studie, verbrauchen acht von zehn Einwohnern regelmäßig Fleisch. Trotz der Entwicklung von alternativen Ernährungsformen (flexitarisch, vegetarisch, vegan), werden in Luxemburg pro Kopf und Jahr im Durchschnitt mehr als 80 Kilogramm Fleisch verbraucht. Eine Zahl, die über dem OECD-Durchschnitt von 70 Kilogramm pro Kopf und Jahr liegt.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schoulmeeschter am 26.02.2021 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gitt deene verwinnte Kanner Waasser a Brout. Dat geet duer fir ze iwerliewen.

  • keendoheem am 26.02.2021 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ????????????

  • edsi6 am 26.02.2021 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bas du nett aus dem 13 Jorhonnert lll

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 26.02.2021 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Quel chance que le Luxembourg peut copier sur la France, au Luxembourg on trouve beaucoup d’incompétents qui font que copier sur les autres pays.( simplement une politique de la honte)

  • Im regierungskritischen Portal am 26.02.2021 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    wurde darüber berichtet, dass Spahn sich bei einem "Dinner mit Unternehmer" angesteckt haben soll. Bedeutet: was gehn mich meine "Verordnungen" an die "saublöden" Untertanen an?

  • Mampf am 26.02.2021 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Geet et just em d'Gesondheet vun de Kiddies oder em de Portmonni vum Kantin'sbedreiwer? 1 Zenner Grompere si jo méi bëlleg ewéi 1 Pond Fleesch ....

  • Jang den Nettblannen am 26.02.2021 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    De grengen Wahn geht weider. Mee dann gin d'Schüler eben nach méi an de Khebab an bei den Chines an der Mettegstonn. Dèi wârten sech schon d'Hänn reiwen.

  • kaa am 26.02.2021 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wini genau huet ett ugefang datt de Bierger entmündegt gouf? Déi Verbueten, Virschreften, Kontrollen vun Police, Douanes, Radaren, Kameraen, loossen Zweifel an Angscht op kommen.. An elo Mussen och Kantinen bewacht/ kontrolléiert gin? Wien stemmt esou Gesetzer? Lues a lues ufert daat Ganzt aus.