Familienzulagen

10. Januar 2014 16:02; Akt: 10.01.2014 16:32 Print

Schweiz dient als Vorbild für die Kindergeldreform

LUXEMBURG - Die Regierung will die Familienzulagen reformieren. Am Freitag lieferte Premierminister Xavier Bettel Details zum Vorhaben.

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Die Pläne Xavier Bettels, die Familienzulagen zu kürzen, basiert auf den Daten der OECD und einer Schweizer Studie. (Bild: Editpress)

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Wie Premierminister Xavier Bettel in seiner Regierungserklärungim Dezember und bei der Neujahrsansprache Anfang Januar ankündigte, hat die Reform der Familienzulagen Priorität für die neue Regierung. Bettels Prinzip: Statt die Familienbeihilfe abhängig von der Anzahl der Kinder zu staffeln, will er einen Pauschalbetrag einführen.

Derzeit schlägt die Diskussion hohe Wellen in der Abgeordnetenkammer. Der CSV-Abgeordnete und Ex-Familienminister, Marc Spautz, betonte in einer parlamentarischen Anfrage, dass die Politik des Staates sich in den letzten Jahrzehnten immer auf Studien gestützt habe, die das Gegenteil zu Bettels Aussagen zeigten. Spautz stellte somit die Frage nach der Grundlage für die Entscheidungen der Regierung mit Blick auf die geplante Reform.

Kinderkosten «steigen weder linear noch proportional»

Das Umdenken bei den Familienzulagen basiere auf den Erkenntnissen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD und einer Studie zu den Kosten für Kinder in der Schweiz, die im März 2009 vom Schweizer Bundesamt der Statistik veröffentlicht worden sei, ließ Bettel in einer Antwort auf die Frage von Spautz wissen. Demanch zeigt die Studie, dass «der Anstieg der Kosten für Kinder weder linear noch proportional erfolgt und die Ausgaben für das zweite und dritte Kind sind deutlich niedriger». Darüber hinaus nehme die Höhe der Familienzulagen, die eine Familie beanspruche, in vielen EU-Ländern abhängig von der Kinderanzahl ab.

Den Plan, das Kindergeld zu kürzen, hat das Familienministerium bereits vor einigen Monaten erwägt, noch bevor die neue Regierung gebildet wurde. Mit mehr als einer Milliarde Euro jedes Jahr stellen die Familienbeihilfen einen erheblichen Ausgabenposten für den Staat dar. Ausgaben, die die neue Regierung nun reduzieren will.

(Jmh/L'essentiel Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mama einer 6Köpfigen-Familie am 11.01.2014 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenken muss man aber auch, dass es viele Mütter gibt, die nicht arbeiten gehen, da sie weniger verdienen würden als sie für die Tagesmutter oder Tagesstätte zahlen müssten. Diese Familien sind auf das Kindergeld angewiesen! Im Falle einer Kürzung stünden genau diese Familien vor dem finanziellen Ruin!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mama einer 6Köpfigen-Familie am 11.01.2014 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenken muss man aber auch, dass es viele Mütter gibt, die nicht arbeiten gehen, da sie weniger verdienen würden als sie für die Tagesmutter oder Tagesstätte zahlen müssten. Diese Familien sind auf das Kindergeld angewiesen! Im Falle einer Kürzung stünden genau diese Familien vor dem finanziellen Ruin!