Statec-Studie

02. März 2021 08:04; Akt: 02.03.2021 08:00 Print

Sehr hohe Gehälter «bleiben für Frauen unerreichbar»

LUXEMBURG – Im EU-Vergleich fällt die Gender-Pay-Gap im Großherzogtum gering aus. Dennoch verdienen die Frauen auch hierzulande deutlich weniger.

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Frauen haben es vor allem in Spitzenpositionen schwerer als ihre männlichen Kollegen. (Bild: DPA)

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Das geschlechtsspezifische Lohngefälle liegt in Luxemburg bei 7,1 Prozent und fällt damit EU-weit gering aus. Im Jahr 2018 lag der durchschnittliche Jahresbruttoverdienst eines Mannes im Großherzogtum bei 67.675 Euro, der einer Frau bei 62.829 Euro. Das geht aus einer Studie hervor, die die Statistikbehörde Statec am Montag vorlegte. Damit ist die sogenannte Gender-Pay-Gap in Luxemburg nach Rumänien in der Europäischen Union am kleinsten. In Belgien liegt der Wert bei zehn Prozent, in Frankreich bei 20 und in Deutschland sogar bei 22.

Weiter heißt es in der Studie, dass nur 38 Prozent der Beschäftigten in Luxemburg Frauen sind. Das wiederum ist der niedrigste Anteil aller Mitgliedstaaten der Union, wo der Durchschnitt bei etwa 48 Prozent liegt. Und dass, obwohl die Frauen in Luxemburg besser qualifiziert sind: 44 Prozent haben einen akademischen Abschluss (34 Prozent im Jahr 2010). Bei den Männern liegt dieser Wert bei 35 Prozent (28 Prozent im Jahr 2010). Zurzeit haben sechs Prozent der Frauen eine leitende Position inne, während elf Prozent der Männer in Führungspositionen arbeiten. Im oberen Management ist der Frauenanteil von 18 Prozent im Jahr 2010 auf 26 Prozent im Jahr 2018 gestiegen.

« Wir wollen das Ziel der Gleichstellung zu verwirklichen »

In der Altersgruppe unter 40 Jahren ist das Durchschnittsgehalt der Frauen sogar höher als das der Männer. Danach mache sich jedoch die «gläserne Decke» bemerkbar: Sehr hohe Gehälter «scheinen für Frauen unerreichbar zu bleiben», wie Statec schreibt. Zudem sind die Frauen im Niedriglohnsektor weiterhin überrepräsentiert. In Teilzeit arbeiten 36 Prozent der Frauen, während es bei den Männern nur sechs Prozent sind.

«Zusammen mit Unternehmensspitzen, den Mitarbeitern und Gleichstellungsbeauftragten wollen wir Maßnahmen ergreifen, um das Ziel der Gleichstellung zu verwirklichen», sagt die Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Taina Bofferding.

(Marine Meunier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lamesch Maggy am 02.03.2021 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den duerchschnettsloun wier dann vun de fraen 5 236 euro pro mount !!???

  • Arm am 02.03.2021 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage mich wo Statec An die haarsträubende zahlen, kommen was hat Luxembourg verdient wird ich glaube die haben eine eigene Liste was man verdienen könnte und trotzdem nicht bekommen

  • jimbo am 02.03.2021 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann dFraen en drop hun verdingen se dat selwecht ewei dMänner…

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Die neusten Leser-Kommentare

  • aufgegriffene unbegreifbare Massnahmen am 03.03.2021 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    nun ja, die Männer haben eben grössere Unternehmensspitzen zwischen den 2 grossen Zehen hängen u bei Frauen sind diese Spitzen eben kleiner geraten ... u das lässt mann sich bezahlen u dazu noch die Luft zum aufblasen ... denn wer sonst braucht Geld für Prostitution? ... u weil frau die Kinder kriegt, soll die auch selber dafür aufkommen, dafür arbeiten gehn u auch den ganzen Haushalt dazu schmeissen, denn mann hat ja nur so nebenbei auf Spritztour das Sperma geliefert ...

  • Lamesch Maggy am 02.03.2021 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den duerchschnettsloun wier dann vun de fraen 5 236 euro pro mount !!???

  • Jos am 02.03.2021 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum wiederholten Male: wenn tatsächlich Frauen generell die gleiche Arbeit für weniger Geld machen würden, gäbe es nur noch arbeitslose Männer. Welches HR Department würde sich denn DIE Gelegenheit zum Kosten sparen entgehen lassen. Es ist aber so, dass ALLE Lohnempfänger ganz pauschal miteinander verglichen werden in diesen Statistiken. Und das verzerrt komplett das Bild.

  • Ana Conda am 02.03.2021 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wir machen uns in Deutschland (22% Unrecht) lieber Gedanken über gendergerechte Sprache. LeserInnen zu schreiben stärkt das Selbstverständnis von uns Frauen ungemein und kostet nichts.

  • jimbo am 02.03.2021 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann dFraen en drop hun verdingen se dat selwecht ewei dMänner…

    • Bergold am 02.03.2021 11:40 Report Diesen Beitrag melden

      Dir hutt alles verstane gell? A warscheinlech hutt der och nach e gaaanz décke Sack... ;)

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