Umweltverschmutzung

29. Juli 2020 10:00; Akt: 29.07.2020 10:24 Print

Sein Schiff soll Ozeane von Plastik befreien

LUXEMBURG – Dragan Miljkovic, der vor einigen Jahren im Großherzogtum lebte, ist ein überzeugter Umweltschützer. Sein Ziel: Ozeane und Meere reinigen.

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Dragan Miljkovic – der vor einigen Jahren noch in Luxemburg lebte – hat ein großes Projekt.

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Dragan Miljkovic ist ein Mann mit großer Willenskraft. Der Franzose mit serbokroatischer Abstammung, der von 1999 bis 2004 im Großherzogtum lebte, ist eigentlich Innenarchitekt, er hat allerdings viel größere Pläne. Sein Traum: Seen, Flüsse, Meere und Ozeane von Plastik zu befreien. Dafür hat der Präsident des Vereins Solar Manta Oceans ein spezielles Schiff entworfen. «Ich habe rund 40 Länder auf der ganzen Welt bereist und habe überall dasselbe festgestellt: Es muss dringend etwas gegen die Müllberge unternommen werden», erklärt Miljkovic.

Die Form des Solar Manta-Schiffs ähnelt einem riesigen Mantarochen. Und das aus gutem Grund: Das Schiff soll wie ein Rochen nahe an den Küsten entlang segeln können – wo sich Plastik und anderer Müll ansammeln, bevor diese ins Meer gelangen. Verschiedene Modelle und Größen des Schiffes sollen auf den Markt kommen – von 5 bis 10 Meter Länge und von 6,5 bis 15 Meter Breite. Darüber hinaus soll es an Board des Schiffes eine Mikroanlage zur Rückgewinnung, Zerkleinerung und zum Komprimieren der Plastikteile geben, die am häufigsten in Ozeanen vorhanden sind. Damit soll es möglich sein, bis zu 0,2 Millimeter große Mikroabfälle einzusammeln. Die sind für 99 Prozent der Plastikverschmutzung in den Meeren verantwortlich.

«Ich möchte das allererste Modell selber bauen»

Das Solar Manta soll durch neue Solar-Technologien – sogenannte bedruckbare Folien – angetrieben werden. Miljkovics Schiff ist derzeit noch ein Prototyp. Um sein Projekt bis 2021 zu konkretisieren, ist er daher auf der Suche nach Sponsoren. Er führt derzeit Gespräche mit dem Geschäftsmann Olivier Dassault und bekam bereits die Unterstützung von mehreren Promis, unter anderem hat Schauspieler Jean-Claude Van Damme seine Hilfe angeboten.

«Ich möchte das allererste Modell selber bauen», sagt Miljkovic. Später sollen Gemeinden und Privatunternehmen, die an der Reinigungsaktion teilnehmen möchten, damit ausgestattet werden. 80 Prozent der Meeresabfälle kommen vom Land ins Meer. Daher sei es erforderlich «bereits an Land die richtigen Verhaltensregeln anzuwenden», so der leidenschaftliche Globetrotter. Vor einigen Tagen war Miljkovic noch am luxemburgischen Ufer der Mosel zwischen Wasserbillig und Grevenmacher zu sehen. Dort nahm er an einer Reinigungsaktion teil, allerdings war er diesmal zu Fuß unterwegs.

Das Manta-Projekt, das von The SeaCleaners entwickelt wurde, verfolgt übrigens dieselben Ziele:

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hase am 29.07.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee,dan fang mal am Nil an,dort wird das Schiff vom vielen Plastik untergehen

  • die Globetrottel am 08.08.2020 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    u die Plastikproduzenten produzieren munter weiter u die Menschen schmeissen auch weiterhin jeden Einwegplastik weg u der Plastikmüll aus dem Wasser verschwindet auch nicht, wenn mann ihn an Land zieht ... also Plastikproduktion einschränken ist die einzige Möglichkeit, um Erde u Erdbewohner vor dem Plastiktod zu retten ... aber leider steht der Umweltsch(m)utz immer unter der Rubrik 'divers', die aus 'Zeit ist Geld'-mangel unter den Teppich gekehrt wird u so müssen wir auch weiterhin mit der Kehrseite der Plastikverseuchung leben, die jeder tagtäglich blind mitverursacht ...

  • jimbo am 29.07.2020 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hun hei nach keen Plastik an dMier geheit...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • die Globetrottel am 08.08.2020 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    u die Plastikproduzenten produzieren munter weiter u die Menschen schmeissen auch weiterhin jeden Einwegplastik weg u der Plastikmüll aus dem Wasser verschwindet auch nicht, wenn mann ihn an Land zieht ... also Plastikproduktion einschränken ist die einzige Möglichkeit, um Erde u Erdbewohner vor dem Plastiktod zu retten ... aber leider steht der Umweltsch(m)utz immer unter der Rubrik 'divers', die aus 'Zeit ist Geld'-mangel unter den Teppich gekehrt wird u so müssen wir auch weiterhin mit der Kehrseite der Plastikverseuchung leben, die jeder tagtäglich blind mitverursacht ...

  • jimbo am 29.07.2020 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hun hei nach keen Plastik an dMier geheit...

    • Linda am 29.07.2020 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      Ah,dann enzwouch aanescht! ;)

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  • Hase am 29.07.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee,dan fang mal am Nil an,dort wird das Schiff vom vielen Plastik untergehen