In Luxemburg

04. Oktober 2017 16:51; Akt: 04.10.2017 21:22 Print

Selbst gesammelte Pilze sind mit Vorsicht zu genießen

LUXEMBURG/BELGIEN – Die Pilze sprießen dieses Jahr besonders zahlreich aus dem Boden. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten – es gab schon Fälle von Vergiftungen.

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Man sollte sich wirklich sicher sein, bevor man einen selbst gesammelten Pilz verspeist. (Bild: DPA)

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Wer selbst im Wald Pilze sammeln möchte, sollte dies nicht ohne die notwendige Vorsicht tun. Daran erinnerte die belgische Giftkontrollstelle zu Beginn der Woche. Seit 2015 ist die Einrichtung bei Vergiftungsfällen auch für Luxemburg zuständig. In der neuen Saison haben sich bereits vier Einwohner des Großherzogtums nach dem Verzehr von Pilzen an die Belgier gewandt.

Insgesamt hat das Zentrum in diesem Jahr bereits 400 solcher Anrufe erhalten. «Glücklicherweise war kein richtig ernster Fall dabei. Meistens rufen die Leute an, weil ein Kind einen Pilz aus dem Garten gegessen hat. Aber wir stellen auch fest, dass immer mehr Menschen Pilze selbst sammeln», erklärt ein Sprecher der Giftkontrollstelle gegenüber L' essentiel.

Ein Kilogramm pro Person und Tag

In den meisten Fällen rufe eine Vergiftung mehr oder weniger schlimme Magen-Darm-Verstimmungen vor. «Allerdings können giftige Pilze auch ernsthafte Leber- und Nierenschäden verursachen», sagt der Experte. «In diesem Jahr gibt es viele der giftigen Karbol-Champignons. Eine Art, die leicht mit dem genießbaren Feldchampignon verwechselt werden kann.

Das Giftkontrollzentrum rät Sammlern die Pilze niemals in einer Plastiktüte zu befördern. Anfänger sollten darüber hinaus die Pilze nicht anhand von Fotos in Büchern unterscheiden, sondern einen Kurs in der Pilzkunde belegen.Eine weitere Regel: In Luxemburg dürfen Sammler nur ein Kilo Pilze pro Tag mit nach Hause nehmen.

(jd/L'essentiel)

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