Festnahme in Belgien

24. Januar 2019 11:08; Akt: 24.01.2019 16:37 Print

Serientäter prahlt mit Mord in Luxemburg

ARLON – 2017 wurde er bereits zu acht Jahren Haft wegen versuchten Totschlags an einem Zollbeamten in Capellen im Jahr 2013 verurteilt. Nun wurde Jérémy L. erneut verhaftet.

storybild

In Luxemburg hat Jérémy L. im Oktober 2013 bei einer Zollkontrolle fast einen Beamten getötet.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist nicht das erste Mal, dass Jérémy L. für Schlagzeilen sorgt. Im Oktober 2013 hatte der damals 26-Jährige versucht bei einer Zollkontrolle auf dem Rastplatz Capellen einen Zollbeamten zu überfahren. Sein Opfer überlebte, wurde dabei aber lebensgefährlich verletzt. Im September 2018 sorgte der Mann aus dem französischen Département Ardennes erneut für Schlagzeilen – diesmal in Belgien. Wie La Meuse Luxembourg berichtet, wurde Jérémy L. vor kurzem in Arlon vor das Strafgericht gebracht. Diesmal, weil er erneut versuchte, eine Polizeikontrolle zu durchbrechen.

Nach Aussage des belgischen Polizisten, der bei der heiklen Festnahme im Dienst war, brachte Jérémy L. die Tat, die ihm in Luxemburg vorgeworfen wurde, zur Sprache. «Bei der Festnahme war er äußerst aggressiv, drohte uns mit dem Tod und prahlte damit, einen Polizisten im Großherzogtum getötet zu haben», sagte der Beamte, der nach der Verhaftung sechs Wochen lang nicht arbeiten konnte. Im Innern seines Autos fanden die Polizisten 156 Gramm Cannabis.

«Das Gefängnis ist der einzige Weg, die Bevölkerung zu schützen»

Das Luxemburger Berufungsgericht hatte im Mai 2017 den angeklagten Jérémy L. wegen der versuchten Tötung zu acht Jahren Haft und fünfjährigem Fahrverbot verurteilt. Er wurde vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

Schon im Jahr 2011 war Jérémy L. zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil er in Reims in ein Haus eingebrochen war und ein Auto gestohlen hatte. Demzufolge kann er als Wiederholungstäter bezeichnet werden. «Er empfindet keinerlei Bedauern und zeigt keine Empathie», sagte Staatsanwältin Sarah Pollet zu La Meuse Luxembourg. «Das Gefängnis ist die einzige Möglichkeit, die Bevölkerung vor ihm zu schützen». Was seine letzte Tat gegen die belgischen Polizeibeamten angeht, muss Jérémy L. – der in diesem Jahr 32 Jahre alt wird – mit bis zu vier Jahren Gefängnis, einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro und einem einjährigen Fahrverbot rechnen. Das entgültige Urteil wird Ende Februar 2019 gesprochen.

(fl/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jeff T. am 24.01.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Am Mee 2017 zu 8 Joer Prisong verurtdeelt an dann mol net no zwee joer "Vorzeitig Entlassen".Ech mengen ech ginn Bloed.Verstinn guer meischt mei hei an deem Land

  • Manni am 24.01.2019 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso wurde dieser Manm 2017 zu 8 Jahren Haft verurteilt und vorzeitig entlassen? Was sind das für Methoden?

  • Billy am 24.01.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Was muss man alles tun, um endlich das Gefängnis von Innen zu sehen? - Reicht das noch nicht? Verurteilungen und Verurteilungen, wo ist die Exekutive?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Oh Mann! am 28.01.2019 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiesou kennt esou en firzäiteg fräi? Wiesou mussen Steierzueler fir en bewisenen Wiedeholungstäter an Gefohr fir Gesellschaft nach matt onsen Steiern bezuelen? Well en eng schlecht Kandheet haat? An verschiddenen Länner wären se schnell färdeg matt esou engem, an et géif net vill Suen kaschten. Mee mir sin jo all esou sensibel an human, an reegen ons dann iwwert esou därer ob.

  • El Pais am 25.01.2019 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ein einjähriges Fahrverbot was kümmert das den wenn er wieder frei kommt fährt er wieder mit einem Auto ohne Führerschein was kümmert den denn das Fahrverbot der Wagen fährt ja mit Benzin oder Diesel der Rest ist doch Nebensache schrecklich. Mit der nevercomeback Airline zum Mond und weg ist er.

  • wien ass responsabel am 25.01.2019 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat kann éen net mol en Richter weinst 'Mittäterschaft' unkloen. An desem Fall wier et méi wi begrent. Firwat sinn Richter ni responsabel fir hier anti-gesellschaftlech Décisiounen?

  • och eng Wourecht am 25.01.2019 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Dat beschten Beispill fir ze weisen wei NULL eis Justiz ass an dat se sech mei em esou Drecksbéck suergen wéi em d'Affer.

  • Karin Z. am 25.01.2019 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Sperrt den doch für immer ein, dann haben wir Ruhe vor dem Idioten ! Richtersprüche sind viel zu harmlos und werden dann nicht einmal durchgezogen.