Vorurteile in Luxemburg

19. Februar 2018 16:42; Akt: 19.02.2018 16:46 Print

Sexistische Slogans sollen Stein ins Rollen bringen

LUXEMBURG - Die Ministerin für Chancengleichheit, Lydia Mustsch, stellte die neue Strategie der Regierung zur Bekämpfung der stereotypen Geschlechterrolle vor.

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Ministerin Lydia Mutsch (Mitte) präsentierte die neue Kampagne zur Chancengleichheit. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

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«Männer reden nicht über ihre Gefühle», «Frauen sind schwach», «Politik ist Männersache», «Frauen lieben das Shopping». Viele stereotype und teils sexistische Parolen werden in der neuen Kampagne des Ministerium für Chancengleichheit wiedergegeben. Das Ziel ist klar: Diese Vorurteile und platten Klischees sollen ad absurdum geführt werden.

Anlässlich des Internationalen Frauentags werden Schülern und Studenten am 8. März eine Reihe von Workshops zu diesem Thema angeboten. In den CarréRotondes wird am gleichen Tag eine Konferenz stattfinden. «Nach dem Gesetz gegen die Lohnungleichheit war es wichtig, sich auf die Klischees in den Berufen zu konzentrieren. Sie bestehen über Generationen hinweg und berauben der Gesellschaft echte Talente», sagt die zuständige Ministerin Lydia Mutsch (LSAP).

Viele Köche kochen mit

So sei es beispielsweise bei den erzieherischen Berufen, sagt Mutsch. «Diese werden immer noch fast ausschließlich mit Frauen in Verbindung gebracht. Es gibt zu wenige Männer in Krippen und Maison Relais.» Im Gegensatz dazu werden Positionen mit hoher Verantwortung noch zu oft «von Männern eingenommen, obwohl hier schon Fortschritte erzielt wurden.»

Die Gesellschaft entwickelt sich in diesem Punkt langsam, weil viel Akteure einen Einfluss darauf haben. «Der Staat geht zum Beispiel voran, in dem er mehr Frauen in verantwortungsvolle Positionen eine Chance gibt. Aber auch die Unternehmen spielen eine Rolle. Ebenso die Medien, die die öffentliche Meinung beeinflussen können. Und nicht zuletzt die Eltern mit ihrer Erziehung» sagt Mutsch. Ein großes Thema also, dass am 8. März mit der Kampagne und weiteren Aktionen über das Jahr verteilt neu angestoßen wird.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 19.02.2018 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es eine Minsterin für Chancengleichheit in Luxemburg gibt, wie kann es dann sein, dass MÄNNER immer noch keine Rechte auf ihre Kinder haben, bzw. sogar von der SCAS, ONE und den hiesigen GERICHTEN als KRIMINELL darstellt werden, nur um ihnen - wie bei mir - den Kontakt mit den Kindern zu verhindern? Kann mir das mal die Mme. Mustsch erklären? Tolle Gleichberechtigung

  • de kritiker am 20.02.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Saupreis Langsam aber sicher präpariert die Ministerin das wahlkonzept für Oktober was meiner Meinung nach voll und ganz nach hinten losgeht. Unter sozial gerechter Politik verstehen die Wähler was anderes. So langsam kriechen sie aus ihren Löchern um die gunst des Wählers im Oktober zu erlangen. Zählt im übrigen auch für so manchen und manche EU deputierte unabhängig der Partei .

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  • de kritiker am 20.02.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Saupreis Langsam aber sicher präpariert die Ministerin das wahlkonzept für Oktober was meiner Meinung nach voll und ganz nach hinten losgeht. Unter sozial gerechter Politik verstehen die Wähler was anderes. So langsam kriechen sie aus ihren Löchern um die gunst des Wählers im Oktober zu erlangen. Zählt im übrigen auch für so manchen und manche EU deputierte unabhängig der Partei .

  • Saupreis am 19.02.2018 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es eine Minsterin für Chancengleichheit in Luxemburg gibt, wie kann es dann sein, dass MÄNNER immer noch keine Rechte auf ihre Kinder haben, bzw. sogar von der SCAS, ONE und den hiesigen GERICHTEN als KRIMINELL darstellt werden, nur um ihnen - wie bei mir - den Kontakt mit den Kindern zu verhindern? Kann mir das mal die Mme. Mustsch erklären? Tolle Gleichberechtigung