Medizin

20. September 2019 07:00; Akt: 20.09.2019 09:26 Print

Sind Medikamente in Frankreich billiger?

RODINGEN/ATHUS/MONT-SAINT-MARTIN – In der Großregion unterscheiden sich die Preise für Medizin oft signifikant. Wir haben Belgien, Frankreich und Luxemburg verglichen.

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Medikamente sind in Frankreich durch die Bank günstiger.

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Günstige Medikamente in Frankreich zu kaufen, entwickelt sich in Luxemburg und Belgien zum Trend. L'essentiel war in drei Apotheken im Grenzgebiet unterwegs und hat die Preise verglichen. Die Neiens-Apotheke in Rodingen warnt allerdings: «Es ist sehr wichtig, ähnliche Produkte zu vergleichen», denn oft unterscheiden sich die Produkte und werden etwa in unterschiedlichen Mengen verkauft.

Die Packung Dafalgan mit dem Wirkstoff Paracetamol wird etwa in Frankreich mit acht Tabletten (à ein Gramm) für 2,18 Euro (0,27 Euro/Tablette) verkauft, während in Belgien 2,52 Euro und in Luxemburg 3,07 Euro fällig werden. Während bei den Franzosen allerdings nur eine Packung mit der täglich erlaubten Dosis verkauft wird, gibt es in Luxemburg und Belgien auch 50er-Packungen, die den Tablettenpreis auf bis zu 0,24 Euro drücken, wie man uns bei Multipharma in der Grand Rue in Athus erklärt.

Eine seltsame Ausnahme

Daflon zur Stärkung der Blutgefäße hingegen ist in Frankreich tatsächlich konkurrenzlos günstig. «Die Schachtel mit 60 Tabletten wird in Mont-Saint-Martin für 13,90 Euro verkauft», heißt es in der Europa-Pol-Apotheke in der Galerie Auchan in Mont-Saint-Martin, «und die 120 Tabletten gibt es für 25,90 Euro». In Luxemburg und Belgien kosten die Medikamente doppelt so viel. «Wir wollen verhindern, dass die Menschen zu leichtfertig Medikamente nehmen», erklärt man uns in Athus. «Der Unterschied bei der Mehrwertsteuer auf Medikamente sorgt für die Preisdifferenz zwischen Luxemburg (drei Prozent) und Belgien (sechs Prozent)», so die Mitarbeiter der Neiens-Apotheke in Rodingen.

Im französischen Mont-Saint-Martin erklärt man uns, dass «das in Frankreich größere Einkaufsnetz» ermöglicht, «bestimmte Preise um 30 bis 40 Prozent zu senken». In der Regel ist es also billiger, Medikamente in Frankreich zu kaufen, aber nicht immer. Eine seltsame Ausnahme: ein Generikum von Viagra (nützlich bei Erektionsstörungen) wird in Frankreich für 20,92 Euro verschreibungspflichtig verkauft, gegenüber 14,99 Euro in Luxemburg und Belgien.

(Frédéric Lambert/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacques am 20.09.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sie sind nicht nur billiger, es werden auch viel mehr Medikamente von der Krankenkasse übernommen. Unter der Fuchtel der Sparkassse CNS verkommt Luxemburg in Sachen medizinische Betreuung auf Drittweltniveau, das kann jeder Arzt, jeder Apotheker und jeder Kranke bestätigen. Es heisst nicht umsonst nicht mehr Krankenkasse sondern Gesundenkasse

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacques am 20.09.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sie sind nicht nur billiger, es werden auch viel mehr Medikamente von der Krankenkasse übernommen. Unter der Fuchtel der Sparkassse CNS verkommt Luxemburg in Sachen medizinische Betreuung auf Drittweltniveau, das kann jeder Arzt, jeder Apotheker und jeder Kranke bestätigen. Es heisst nicht umsonst nicht mehr Krankenkasse sondern Gesundenkasse