Artenvielfalt in Luxemburg

23. November 2017 18:57; Akt: 24.11.2017 10:19 Print

«Situation einiger Arten hat sich verschlechtert»

LUXEMBURG – Das Luxemburger Institute of Science and Technology (List) warnt nach den jüngsten Beobachtungen der Flora und Fauna des Landes.

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Auch die Landwirtschaft verdrängt Tiere und Pflanze aus ihrem Territorium. (Bild: Editpress/Jgarroy)

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Es sieht nicht für alle gut aus: Das Luxemburger Institute of Science and Technology (List) hat am Donnerstag von der Artenvielfalt im Großherzogtum berichtet. Dabei stellte die Forschungseinrichtung fest, dass sich die «Situation einiger Arten verschlechtert hat». Dies liege an der «zunehmenden Verstädterung und den aktuellen landwirtschaftlichen Praktiken, die mit dem Verlust einiger günstiger Lebensräume einhergehen».

Die Bewertung wird von einigen konkreten Punkten untermauert. Der Fischotter sei in Luxemburg beispielsweise nicht mehr anzutreffen. Der Europäische Flusskrebs wurde in nur noch einem Gewässer nachgewiesen. Und auch der Medizinische Blutegel lebe einzig im Gutland in der Südhälfte des Großherzogtums, «obwohl es viele günstige Standorte in unserem Land gibt».

EU-Kommission verlangt Bericht

«Die Überwachung der Artenvielfalt in Luxemburg ist ein wichtiges Thema», sagen Vertreter des List. Die Beobachtungen wurden in den vergangenen Jahren verstärkt und könnten nützlich werden, wenn es um «Bauprojekte, Infrastrukturänderungen und neue Standorte» geht.

2019 muss Luxemburg der Europäischen Kommission Rechenschaft ablegen. Dabei geht es um den Überwachungszeitraum von 2013 bis 2018. Gleichzeitig werden bereits die Beobachtungen von 2019 bis 2024 vorbereitet. Dafür werden im gesamten Land mehr Kameras und Tonbandgeräte eingesetzt. Das Thema soll somit breiter an die Öffentlichkeit gelangen.

(NC/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • total Eclipse by Humanpower am 24.11.2017 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wann e geséit, wéih rücksichtslos de Bagger hei am Land alles ënneschtiëwescht iwer de Koup gehéit, dann stellt een sech d'Fro, wéih iwerhapt nach en Déier hei am Land iwerliëwen kann, wou d'Autoen alles iwerrennen, wat d'Jeeër net doudgeschoss hun ... um Land geséit een kee Villchen méih a keen Insekt, déih sin durch déih konventionell legaliséiert Agrargëfter ëmkomm an déih wou iwerlieft hun, probéieren et an den Uertschaften, wou sie och iwerall stéieren an dofir d'Neschter zerstéiert kréien, well sie ons kéinten op de Kapp schéissen ... kréischen hëlleft néicht beim sturen Egoprofitmënsch!

  • verantwortungsloser Fressneider Mensch am 24.11.2017 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Situation aller Arten hat sich drastisch verschlechtert, ist wohl realistischer,einschliesslich der des Menschen. Der Natur brauchen wir ja keine Rechenschaft abzulegen, die bezahlt sowieso immer den Preis für unsern Scheiss und die EU ist nur an Wirtschaftswachstum und Profitmaximierung interessiert.Wir sind schon lange blind auf beiden Augen und werden uns immer mehr durch den von uns selbst rücksichtslos verseuchten Alltag quälen, wobei wir über Giftleichen gehn für unsern Wohlstand,der hauptsächliuch aus einer Anhäufung unnötiger Konsumgüter besteht, die irgendwann die Natur vermüllen!

  • Lux am 23.11.2017 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau an d’ EU Indirect

Die neusten Leser-Kommentare

  • no future am 24.11.2017 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft von Glyphosat ist weiterhin offen ... Zukunft von allen Erdlebewesen ist verschlossen ...

  • tödlicher Wirtschaftswachstum am 24.11.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Situation einiger Arten hat sich verschlechtert ... so auch die Situation des Menschen, der mit der tagtäglichen Dosis Luftverschmutzung, dem rücksichtslosmassiven Wirtschaftsprofitkrach, der umweltzerstörenden Bodenverseuchung und unsichtbar vergifteten Nahrung krank gemacht wird, um der Chemie- u. Pharmaindustrie zu dienen, die von seiner Krankheit profitiert und reich wird durch die ganzen Nebenwirkungen, die wiederum umweltzerstörend nebenwirkungsreich behandelt werden, bis der Patient sich durch seinen Tod nicht mehr wehren kann ...

  • total Eclipse by Humanpower am 24.11.2017 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wann e geséit, wéih rücksichtslos de Bagger hei am Land alles ënneschtiëwescht iwer de Koup gehéit, dann stellt een sech d'Fro, wéih iwerhapt nach en Déier hei am Land iwerliëwen kann, wou d'Autoen alles iwerrennen, wat d'Jeeër net doudgeschoss hun ... um Land geséit een kee Villchen méih a keen Insekt, déih sin durch déih konventionell legaliséiert Agrargëfter ëmkomm an déih wou iwerlieft hun, probéieren et an den Uertschaften, wou sie och iwerall stéieren an dofir d'Neschter zerstéiert kréien, well sie ons kéinten op de Kapp schéissen ... kréischen hëlleft néicht beim sturen Egoprofitmënsch!

  • verantwortungsloser Fressneider Mensch am 24.11.2017 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Situation aller Arten hat sich drastisch verschlechtert, ist wohl realistischer,einschliesslich der des Menschen. Der Natur brauchen wir ja keine Rechenschaft abzulegen, die bezahlt sowieso immer den Preis für unsern Scheiss und die EU ist nur an Wirtschaftswachstum und Profitmaximierung interessiert.Wir sind schon lange blind auf beiden Augen und werden uns immer mehr durch den von uns selbst rücksichtslos verseuchten Alltag quälen, wobei wir über Giftleichen gehn für unsern Wohlstand,der hauptsächliuch aus einer Anhäufung unnötiger Konsumgüter besteht, die irgendwann die Natur vermüllen!

  • Lux am 23.11.2017 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau an d’ EU Indirect