«Green Event»

18. September 2019 17:46; Akt: 19.09.2019 09:17 Print

So feiert man ohne schlechtes Gewissen

LUXEMBURG – Die unschöne Seite von Großveranstaltungen sind die Müllberge. Das geht auch anders! «Green Event» erklärt wie und zeichnet diejenigen aus, die das umsetzen.

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Der Sommer in Luxemburg ist zu Ende. Die Fête de la Musique, die Schueberfouer und das Luxembourg Open Air (LOA) sind vorüber. Das Ende von Partys ist selten schön. Denn nach jeder dieser Veranstaltungen lagen die Straßen und Gehwege voll Müll. Er füllte Container. Dabei waren viele Veranstalter, wie die Jungunternehmer vom LOA, sehr bemüht, grün zu feiern. Gelungen ist das nicht überall.

Nachhaltige Veranstaltungen

Die mögliche Lösung ist ein Zertifikat namens «Green Event». Es zeichnet Luxemburger Veranstaltungen aus, die nachhaltig sind. Das funktioniert auf zwei Ebenen. Zum einen sorgt das Projekt dafür, dass das Label «Nachhaltigkeit» mit Inhalt gefüllt wird. Wer das Logo «Green Event» tragen möchte, muss einen ganzen Katalog an Kriterien erfüllen. Zum anderen hilft das Projekt Veranstaltern dabei, diese Kriterien zu erfüllen und steht mit praktischem Rat zur Seite.

Hinter dem Logo stehen drei Partner: Das Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung, allen voran Carole Dieschbourg, das Oekozenter Pfaffendal ASBL und SuperDrecksKëscht. Obwohl die Ministerin die Fäden in der Hand hält, erklärt sie, das Projekt sei keines, dass von oben käme. Im Gegenteil: «Es haben sich immer wieder Veranstalter an uns gewendet, die gesagt haben, wir wollen nicht, dass es hinterher immer so schrecklich aussieht. Die Nachfrage ist riesig!»

Warum erst jetzt?

Bleibt die Frage: Warum kommt das Logo ausgerechnet jetzt, wo alles vorbei ist? Zum einen, weil jetzt die Vorbereitungen für die nächste Saison starten. Zum anderen, weil das Zertifikat keine weitere Marketingkampagne sein will, die man als «Green washing» bezeichnen könnte. An den Kriterien wurde fast zwei Jahre gearbeitet. Das Ministerium behält sich sogar vor, Veranstaltungen stichprobenartig zu kontrollieren.

Mit der Zertifizierung «Green Event» geht die praktische Anleitung auf eine Frage einher, die sich momentan viele stellen: Wie können wir die Umwelt schonen? Teilnehmer können sich ab sofort beim Oekozenter oder SuperDrecksKëscht auf das Logo bewerben. Doch schon im Vorfeld gab es 50 Anfragen. Es trifft offenbar einen Nerv.

(Marlene Brey/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iris Gläser am 18.09.2019 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerade am Wochenende erlebt, auf der Nuit de la Culture in Esch: die Getränke kamen aus Plastikbechern. Sowas kann doch nicht sein, da sollen (und wollen!) wir Müll sparen, und wenn wir weggehen, haben wir gar keine Wahl! In diesem Bereich ist noch viel möglich. Schön, dass das jetzt endlich angegangen wird - und als nächstes bitte die Gemüseabteilung entmüllen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Iris Gläser am 18.09.2019 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerade am Wochenende erlebt, auf der Nuit de la Culture in Esch: die Getränke kamen aus Plastikbechern. Sowas kann doch nicht sein, da sollen (und wollen!) wir Müll sparen, und wenn wir weggehen, haben wir gar keine Wahl! In diesem Bereich ist noch viel möglich. Schön, dass das jetzt endlich angegangen wird - und als nächstes bitte die Gemüseabteilung entmüllen...