Polizeiarbeit

24. Mai 2018 07:48; Akt: 24.05.2018 07:57 Print

So geht die Forensik in Luxemburg vor

LUXEMBURG – Die Spurenauswertung von einem Tatort ist elementar bei der Aufklärung eines Kriminalfalles. Wir haben uns mit dem zuständigen Labor unterhalten.

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Die forensische Arbeit ist unverzichtbar bei der Verbrechensbekämpfung. (Bild: L'essentiel)

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Viele kennen diese Arbeit aus Krimis. Gleich zu Beginn der Ermittlungen arbeitet sich die Spurensuche durch den Tatort. Auch im echten Leben ist das so, wenngleich es nicht so schnell und einfach geht wie in den meisten Filmen. In Luxemburg ist das Cellule de la police scientifique (CPS) für die Analysen der Spuren verantwortlich. Sie haben ihren Sitz bei der Kriminalpolizei in Hamm. Etwa 20 Personen arbeiten dort, darunter Polizisten und Wissenschaftler.

Die digitale Auswertung der Spuren macht die meiste Arbeit der Abteilung aus. «Sobald wir die Proben von den Kollegen bekommen, bearbeiten wir sie mit verschiedenen Mitteln, zum Beispiel mit Chemikalien. Dann wird alles fotografisch festgehalten und wir lassen die Analyse durch die Datenbank laufen. So kommen wir potenziellen Verdächtigen auf die Spur», sagt Chloé Lucius, Leiterin des CPS. «So sind wir etwa beim G4S-Raub vorgegangen. Dieses Arbeitsweise wird aber generell bei Mordfällen angewandt», ergänzt sie. Auch bei Fußspuren kommt die CPS zum Einsatz.

Nicht alle Auswertungen in Luxemburg möglich

Bei anderen Untersuchungen sind die Möglichkeiten in Luxemburg begrenzt. DNA- oder Faserspuren sowie ballistische Auswertungen werden nicht von der CPS vorgenommen. «Wir sind nicht ausreichend mit Personal und Geräten ausgestattet, um vertiefende Analysen vorzunehmen», erklärt Lucius.

Ballistische Proben und Faserabstriche werden an das Institut national de criminalistique et de criminologie in Brüssel geschickt. Die DNA-Analysen werden vom Nationalen Gesundheitslabor in Luxemburg ausgewertet. «Deren Ergebnisse werden dann in unsere Datenbank eingespeist», sagt Lucius.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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