In Luxemburg

23. Januar 2018 11:24; Akt: 23.01.2018 12:21 Print

So soll der Lehrermangel behoben werden

LUXEMBURG – Das Bildungsministerium und die Lehrergewerkschaft haben am Dienstag einen Plan vorgestellt, der wieder mehr Lehrer an die Grundschulen bringen soll.

storybild

Zu Beginn des Schuljahres fehlten an Luxemburgs Grundschulen über 100 Lehrer. (Bild: Editpress/Tania Feller)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den Grundschulen Luxemburgs fehlt es an Lehrern. «Und das ist nicht erst seit heute so», sagt Bildungsminister Claude Meisch. Um Abhilfe zu schaffen, führte das Ministerium lange Diskussionen mit der Nationalen Lehrergewerkschaft (SNE). Beide Parteien arbeiteten im Anschluss einen Plan aus, der am Dienstag vorgestellt wurde.

Welche Ausmaße der Mangel an Lehrkräften erreicht hat, veranschaulichte der Minister anhand einiger Zahlen: «Im vergangenen Jahr haben an der Uni Luxemburg nur 70 Studenten ihren Abschluss in Erziehungswissenschaften gemacht. Das ist weniger als ein Viertel unseres jährlichen Bedarfs. Durchschnittlich sind jedes Jahr etwa 50 Lehrer in Elternzeit.» Im laufenden Schuljahr habe das Großherzogtum 291 neue Grundschullehrer gebraucht. Allerdings reichten nur 168 Kandidaten eine Bewerbung ein. «Davon kamen 91 direkt von den Unis in Luxemburg und dem Ausland. Der Rest hatte bereits Berufserfahrung», so Meisch.

Fünf-Punkte-Plan

Das Ministerium und die Lehrergewerkschaft haben daher fünf Maßnahmen in die Wege geleitet, um dem Mangel entgegenzuwirken. Künftig können sich die Lehrkräfte in zwei Bereichen der Grundschulbildung bewerben: Für die Vorschulen und die Zyklen der Primärschule. Die Kandidaten können ihre Bewerbung einreichen, sobald sie einen Bachelor der Pädagogik in der Tasche haben. Darüber hinaus müssen Studenten aus Belgien kein «Brückenjahr» mehr durchlaufen.

Zudem wird die dreijährige Referendarszeit auf zwei Jahre verkürzt, wenn die angehenden Lehrerinnen und Lehrer mindestens 20 Wochen praktische Berufserfahrung nachweisen können. Die Zahl der Vertretungskräfte soll ebenfalls erhöht werden. Bevor sie eingesetzt werden können, müssen sie eine Ausbildung über 240 Stunden am Nationalen Ausbildungsinstitut ablegen.

Meisch will auch mit der Uni Luxemburg zusammenarbeiten, um den Lehrplan in den Erziehungswissenschaften neu zu gestalten. Der Präsident der Lehrergewerkschaft, Patrick Remakel, besteht darauf, dass die Lehrkräfte auch in Zukunft Luxemburgisch, Französisch und Deutsch beherrschen müssen, um im Großherzogtum zu unterrichten. Außerdem fordern wir, dass Lehrer nicht zu Überstunden gezwungen werden sollen und die Kursentlastung aufrecht erhalten wird.

(Patrick Théry/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • den Hellséer am 23.01.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Patrick loss dech net ennerkréien vun deem Meisch den Oktober bass du en lass :-)

    einklappen einklappen
  • Oktopus am 23.01.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso melden sich nicht mehr genügend Kandidaten für diesen Beruf ? Man sagt doch, die Gehälter sind hoch, die Ferien sind riesig, und man braucht nicht mal 30 Stunden die Woche zu arbeiten ...? Klingt doch nach Traumberuf, oder ?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • den Hellséer am 23.01.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Patrick loss dech net ennerkréien vun deem Meisch den Oktober bass du en lass :-)

    • Jean-Marc am 23.01.2018 20:20 Report Diesen Beitrag melden

      Daat ass mol nach guer net esou sécher ...

    • den Hellséer am 24.01.2018 10:21 Report Diesen Beitrag melden

      nee sécher net , mee zu 90 %

    einklappen einklappen
  • Oktopus am 23.01.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso melden sich nicht mehr genügend Kandidaten für diesen Beruf ? Man sagt doch, die Gehälter sind hoch, die Ferien sind riesig, und man braucht nicht mal 30 Stunden die Woche zu arbeiten ...? Klingt doch nach Traumberuf, oder ?

    • Draamberuf am 24.01.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

      ... kee Wonner! Déih Schikanen hällt jo mol keen Elefant méih aus! ... D'Laat gëtt sou héich geluëgt, dat kee méih se erreechen kann, mol net als Stabhéichsprënger! ...

    einklappen einklappen