In Luxemburg

13. Mai 2019 13:11; Akt: 13.05.2019 13:53 Print

So soll es bis 2022 Null Unfalltote geben

LUXEMBURG – Der Minister für Mobilität stellte am Montagmorgen die 31 Maßnahmen des neuen Verkehrssicherheitsplans vor.

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François Bausch präsentierte am Montag den Verkehrssicherheitsplan. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

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Null Tote und null Schwerverletzte: Das ist das Ziel, das sich die Regierung bis 2022 gesetzt hat. Um es zu erreichen, wurde der Plan «Verkehrssicherheit 2019-2023» entwickelt, der am Montag vorgestellt wurde. «Die meisten dieser Maßnahmen sind präventiv. Ihr Ziel ist es, die Hauptursachen von Unfällen zu bekämpfen: zu schnelles Fahren, Alkohol und Drogen, aber auch Ablenkung durch Mobiltelefone», erklärt der Minister für Mobilität, François Bausch (Déi Gréng).

Zu den anderen Maßnahmen gehört die Installation zusätzlicher Radargeräte – feste, mobile und solche in der Nähe von Baustellen. Aber auch die Erhöhung der Strafen für Gaffer bei Unfällen, bei der Verwendung von Kopfhörern während der Fahrt oder beim Fahren ohne Führerschein. Zudem wird eine Installation von Radargeräten an Ampeln und Geschwindigkeitskontrollen durch fahrende Polizeifahrzeuge überprüft. «Leider sind Kontrollen und Repressionen die wirksamsten Maßnahmen. Der Mensch funktioniert so, dass er Regeln nur dann einhält, wenn er weiß, dass er kontrolliert wird und dass es Sanktionen geben wird», bedauert Bausch.

Alkoholtests schon dort, wo getrunken wird

Die meisten Maßnahmen sind jedoch noch immer präventiv. Um Unsicherheiten im Straßenverkehr zu reduzieren, ist geplant, die Fahrschulausbildung im Laufe des Jahres 2020 zu reformieren und Personal für einen qualitativ hochwertigen Unterricht besser auszubilden. «Wenn wir uns Statistiken ansehen, sind es eher die arbeitenden Menschen, die schwere Unfälle verursachen. Aber, wenn wir von Beginn an besser über Verkehrssicherheit informieren, hilft dies auch langfristig. Junge Menschen sind das Kapital von morgen», sagt der Minister.

Um das Fahren und Einfluss von Rauschmitteln zu bekämpfen, werden internationale Initiativen zur Ausrüstung neuer Fahrzeuge mit Wegfahrsperren unterstützt. Außerdem ist geplant, Alkoholtests dort bereitzustellen, wo Menschen Alkohol konsumieren. Das Angebot an alternativen Fahrmöglichkeiten, wie Nachtbussen oder Taxidiensten, muss noch mehr erweitert werden.

Geschwindigkeit zur Hauptverkehrszeit begrenzen

«Dieses relativ umfassende Programm wurde mit allen Beteiligten entwickelt und stimmt uns fast vollständig zufrieden», erklärt Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière. Er hätte sich allerdings gewünscht, dass die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer auf Nebenstraßen, wie sie in Frankreich herrscht, in den Plan mit aufgenommen worden wäre.

«In unserem kleinen Stadtnetz gibt es viele Tempolimits, sogar noch unter 80 Stundenkilometern auf Straßen außerhalb des Stadtgebietes. Ich ziehe es vor, zu beobachten, welche Streckenabschnitte gefährlich sind, und die Geschwindigkeit gegebenenfalls anpassen», erklärt der Minister. «Es gibt auch Pläne, die Geschwindigkeit auf Autobahnen auch zur Hauptverkehrszeit auf 90 Stundenkilometer zu begrenzen, wir wissen wohl, dass diese überlastet sind. Untersuchungen haben immer wieder ergeben, dass es bei 130 Stundenkilometern häufig zu Unfällen kommt.»

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 13.05.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Une belle farce

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  • Dan am 13.05.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleew mer Bauschiboy, zur Haptverkéierszait geschéien keng Accidenter mat 130.

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  • svendorca am 13.05.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bausch an Turmes, schéist se op de Mond, dat sin jo mol keng Patrioten, dei kennen jo mol keng Nationalhym mat sangen, mé de Leit Suen aus der Tesch zéihen,..an esou eppes gedd nach vun eis alimentéiert

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Die neusten Leser-Kommentare

  • leechi57 am 25.05.2019 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ween huet dei Diktatur dann gewiehlt, dass mussen schon Grouss Odioten sinn dei esou Iditoten wiehlen. An waat deen dichtigen Haer Bausch do alles welles hiet vum Radar asw. geet och nit op, do keint Null Resultat derbei eraus, vun deenen 37 douteger läscht Joer sinn 95% op der Landstroos geschidd, wei well deen Dichtegen daat dann an de Greff kreien, an dann setzen mer nach eent Groust Scheld „ Opassen Radar“ daat ass dach lächerlich.

  • Ger am 15.05.2019 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Helmut Schmidt sagte einst zutreffend,wer Visionen hat,soll zum Arzt gehen.

  • Julie am 14.05.2019 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bausch kann ja jetzt erzählen was er will, schliesslich tritt er bei den nächsten Wahlen nicht mehr an. Wenn man die unzähligen Baustellen im Lande sieht fragt man sich wo das ganze Geld herstammt ich befürchte da kommt am Ende noch eine dicke Überraschung auf Luxemburg zu.

  • dusninja am 14.05.2019 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die sitzen auch jetzt schon dort, die Polizistin vor ein Paar Jahren ist ja von so einem Zugedröhntem überfahren worden.

  • politik am 14.05.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum wurde der überhaupt zurück gewählt?