Global Player in Luxemburg

13. August 2018 06:54; Akt: 13.08.2018 06:58 Print

So steht es um Googles Mega-​​Projekt in Bissen

BISSEN – Ende 2017 sicherte sich der Internet-Konzern ein Grundstück in Roost, um dort ein Rechenzentrum zu errichten. Was ist seitdem geschehen?

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Um das geplante Rechenzentrum des US-Internetkonzerns Google in Bissen ist es seit Jahresanfang merklich still geworden. «Entgegen anders lautenden Gerüchten ist das Projekt nicht tot», betont Jos Schummer, Bürgermeister der 3000-Einwohnergemeinde, im Interview mit L'essentiel. «Ganz im Gegenteil.» Erst im Juli hatten Google-Vertreter einen Termin im Bissener Rathaus, um mit Gemeindeverantwortlichen über den Stand der Dinge zu diskutieren.

Laut Schummer seien «rund 75 Prozent» der administrativen Schritte erledigt. Er rechnet damit, dass Google bis Ende des Jahres ein vollständiges Dossier vorgelegt werden kann. «Dann liegt es an ihnen, Farbe zu bekennen.» Bis die Bagger hinter der Industriezone Klengbusbierg in Roost anrollen, kann es aber noch ein Weilchen dauern.

Lebensqualität der Bissener soll nicht leiden

Die Strategische Umweltprüfung auf dem 50 Fußballfelder großen Grundstück, das Google seit Ende vergangenen Jahres gehört, ist bereits im Gang. Experten hielten in dem weitläufigen Areal zwischen Äckern und kleinen Wäldern Ausschau nach Tieren, die durch das Rechenzentrum beeinträchtigt sein könnten. Laut Schummer seien bislang aber keine Nistplätze von seltenen Arten entdeckt worden.

Eine wichtige Hürde für das Milliarden-Projekt ist die Umwidmung des Grünlands in ein Industriegebiet. «Die geplanten Änderungen im Flächennutzungsplan müssen den Bürgern vorgelegt werden. Und ich rechne damit, dass Beanstandungen kommen werden», so der Gemeindechef. «Manche Leute glauben, für Google würde einfach alles durchgewunken. Das ist falsch. Wir prüfen alles ganz genau.»

Gleich neben dem Google-Areal in Roost wird außerdem ein großer «Innovation Campus» hochgezogen. Die Lebensqualität der Bissener soll durch die Industrie-Zuzügler aber nicht leiden, verspricht Schummer: «Durch die höheren Steuereinnahmen können wir als Gemeinde auch mehr investieren, etwa in neue Wohngebiete und in einen großen Park.»

Wo Google künftig Daten bunkern will, grasen heute noch Kühe.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daweb am 13.08.2018 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

  • remo raffaelli am 13.08.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder geht es mit der Natur bergab, Beton fliesst durch Bissen, und eine frage , zum Kühlen der Hunderten Computer braucht man Wasser , und woher nehmen, und dasselbe mit Elektrichem Strom , ich bin gespannt , bin immer bereit Arbeitsplätze zu schaffen, aber nicht um jeden Preis , das sollen sich die Politiker mal gut merken , denn es genügt nicht zu Versprechen die ins leere rollen !

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  • Amanda am 13.08.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Und wo gehen die Kühe dann hin ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lux am 13.08.2018 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz schlemm ass seu appes!!! Vergewaltegung vun der Natur

  • remo raffaelli am 13.08.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder geht es mit der Natur bergab, Beton fliesst durch Bissen, und eine frage , zum Kühlen der Hunderten Computer braucht man Wasser , und woher nehmen, und dasselbe mit Elektrichem Strom , ich bin gespannt , bin immer bereit Arbeitsplätze zu schaffen, aber nicht um jeden Preis , das sollen sich die Politiker mal gut merken , denn es genügt nicht zu Versprechen die ins leere rollen !

    • Moriarty am 13.08.2018 16:48 Report Diesen Beitrag melden

      Na etwas hat Herrn Schummer ja schon versprochen:"Durch die höheren Steuereinnahmen können wir als Gemeinde auch mehr investieren,..." Aha, höhere Steuereinnahmen also... Und wer bezahlt die denn, Google? Da lachen ja die Hühner! Nein, meine lieben, das werden ja dann wohl einzig und alleine die Bewohner sein, denn jeder weiss ja wieviel so eine Firma hier an Steuern bezahlt... Also, meine lieben Bürger, nehmet schon mal euere Brieftaschen zur Hand, es wird nicht mehr lange dauern, also...

    • Gromperekinnëk de luxe am 16.08.2018 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      Brauch Google keng Steieren ze bezuëlen, well sie d'Aufgab fir d'Regierung iwerhuëlen fir ons all ze iwerwachen!? Ech hun Gromperen léiwer wéih Googelen, well mat Gromperen kann een den eidelen Mo fëllen, awer mat Googelen bleift de Bauch eidel ... ...

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  • Amanda am 13.08.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Und wo gehen die Kühe dann hin ?

    • Knouter am 13.08.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      wenn das alles ist: der Bauer hat bestimmt mehr als eine Wiese ... also wandern die Kühe dorthin.

    • Amanda am 13.08.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      Und wenn die Wiese schon voll ist ?

    • de Pessimist am 14.08.2018 08:50 Report Diesen Beitrag melden

      dann kennt kallef op den teller!

    • zubettonierte Bauern am 14.08.2018 08:52 Report Diesen Beitrag melden

      ... Turbokühe brauchen keine Weiden mehr, denen hat mann das Weiden abgewöhnt u die 'glücklichen' Tiere dürfen sich ihr kurzes Leben lang im Melkkarussell im Stall im Kreise drehen ... der Bauer hat nichts mehr zu geben ... Wiesen, Weizen- und Kartoffelfelder werden zubettoniert für den Wirtschaftswachstum, damit es der Wirtschaft gut geht u die Felder werden als Industriezonen umdeklariert, damit alles zubetoniert werden kann u der Bauer nicht mal mehr was an seinem Wohnhaus ändern darf! ... so werden die Bauern weichgekocht, damit sie ihr Land für die Wirtschaftverseuchung billigst abgeben!

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  • Daweb am 13.08.2018 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja