Umwelt in Luxemburg

04. September 2018 12:19; Akt: 04.09.2018 13:20 Print

«So werden wir die Lebensqualität nicht halten»

LUXEMBURG – Die Gréng-Politiker François Bausch, Claude Turmes und Carole Dieschbourg haben ein Fazit zum Umweltschutz in der laufenden Legislaturperiode gezogen.

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François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, hob die Rolle der öffentlichen Verkehrsmittel hervor. (Bild: Editpress)

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Das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur ist ein Ministerium «zur Sicherung unserer Lebensqualität» geworden. So lautet die Einschätzung des zuständigen Ministers François Bausch, des Staatssekretärs Claude Turmes und der Umweltministerin Carole Dieschbourg. Die drei Regierungsmitglieder der Grünen-Partei zogen am Dienstag ein Fazit zur laufenden Legislaturperiode, das im Allgemeinen mit dem Programm der Regierung übereinstimmt.

«Wir haben in allen Bereichen sehr hart gearbeitet, um das Thema Nachhaltigkeit in jedem Regierungsprojekt zu berücksichtigen», erklärte Bausch, der in diesem Bereich gerne «noch weiter gegangen wäre». In Übereinstimmung mit dem Regierungsprogramm sei das Straßenbauamt Ponts et Chausées reformiert und eine Abteilung für sanfte Mobilität integriert worden. Die Investitionen in den Bahnverkehr hätten sich im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode von 894 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro fast verdoppelt. Ebenso sei der Ausbau der Strecke zwischen Bettemburg und Luxemburg, eine der Prioritäten des Programms, in vollem Gange.

«Luxemburg hat noch Entwicklungspotenzial»

Die Regierung habe das Thema Mobilität mit dem Bau der Straßenbahn sowie der Erweiterung des Radwegenetzes um 54 Kilometer angepackt. Zudem wies Bausch darauf hin, dass die A7 eingeweiht wurde, der Ausbau der N7 zwischen Mersch und Bereldingen voranschreite, die Umgehungsstraße Junglinster in Betrieb ist und jene von Niederkerschen abgesegnet wurde. Der Ausbau der A3 wurde ebenfalls beschlossen und die Arbeiten sind in Vorbereitung. Die Verkehrsdichte habe aber noch nicht ihren Höhepunkt erreicht, da die Bevölkerung und die Zahl der Grenzgänger weiter rapide zunimmt.

«Luxemburg hat noch Entwicklungspotenzial, aber mittel- und langfristig werden wir die Lebensqualität nicht aufrechterhalten können, wenn wir uns so entwickeln wie in den letzten 30 Jahren», sagte Bausch. Es liege auf der Hand, dass die Straßen des Landes über eine begrenzte Kapazität verfügen und andere Verkehrsmittel in Betracht gezogen werden müssen. Deshalb hätten auch die Randbähnhöfe in Howald oder unter der Roten Brücke an Bedeutung gewonnen.

Fast 100 Millionen für energieeffizientes Wohnen

Umweltministerin Carole Dieschbourg begrüßte die Bemühungen um den Umweltschutz: Es seien 44 Trinkwasserschutzzonen ausgewiesen, die 80 Prozent der Ressourcen des Landes abdeckten. 58 neue Kläranlagen seien installiert worden und das Land erfülle endlich die europäischen Kriterien. Außerdem wurde das Naturschutzgesetz verabschiedet. «Aber wir dürfen uns jetzt nicht zufrieden zurücklehnen», sagte Dieschbourg und ergänzte: «Es bleibt natürlich noch viel zu tun, um die Umwelt, den Boden und die biologische Vielfalt zu schützen.»

«Wir haben doppelt so viel Photovoltaik- und dreimal so viele Windkraftanlagen als vorher», erklärte Claude Turmes, der die Nachfolge des verstorbenen Camille Gira antrat. Er fügte hinzu, dass 20.000 Häuser mit einer Summe in Höhe von 94 Millionen im Land für energieeffizientes Wohnen bezuschusst wurden.

François Bausch, Claude Turmes und Carole Dieschbourg im L'essentiel Radio:

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 04.09.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    sind das nicht die, die alles zubetonieren!

    einklappen einklappen
  • GUGU am 04.09.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Déi Gring Politik ass eng arrogant an egoistesch Politik vun e puer Idiologen ouni Rücksicht op schaffend Vollek wou si selwer keemols mam gudden Beispill virgin. Si behuelen an luewen sech wéi Kanner déi ni erwuessen gin. Alles huet Videeler an Nodeeler esou wéi zum Beispill déi super Isolation vun deenen neien Wunningen woumat am Wanter Energie gespuert gëtt an domat an der Summerzäit esouvill Energie verbraucht gëtt fir des ze killen wat Gesamtrechnung komplett täuscht. Installateuren vun Klimananlagen freeën sech an sin hinnen dankbar, usw, usw.

  • Genug ist Genug am 04.09.2018 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    und sein Kollege, der Etienne sucht trotzdem weiter nach Investoren bis das Land an Investitionnen erstickt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aender am 04.09.2018 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ich zitiere: "aber mittel- und langfristig werden wir die Lebensqualität nicht aufrechterhalten können," Welche Lebensqualität denn ?

  • yesitsme274 am 04.09.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ech hun gescht fir eischt den Zuch vun Wasserbelleg an d'Staat geholl an den Auto zu Wasserbelleg stoen geloos. Zuch a Bus --> Super. Eng Parkplaaz zu Wasserbelleg. Waat fir en Zirkus. Haut sin ech erem mam Auto gefuer. Do wou ech wunnen fiirt keen bus op Waaserbelleg. A wann ech mam Bus an d'Staat fueren stin ech aawer erem am Stau. Bis 2023 soll zu Wasserbelleg e Parking mat 134 Plaazen gebaut gin. Net genuch an ze speit. Dei nei Regierung huet mei gemaach wei dei virdrun, just de Parking elo ereischt ze stemmten, ass och en Aarmutszeugnis wann een et eescht mengt. Weider mam Auto :-(

  • loshein am 04.09.2018 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @gugu Ech mengen Dir wart ze laang krank an der Physik.

  • Lol am 04.09.2018 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So wie manche auf andere hier losgehen verstehe ich nicht wie es möglich ist dass meine Kommentare nicht veröffentlicht werden... lol

  • GUGU am 04.09.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Déi Gring Politik ass eng arrogant an egoistesch Politik vun e puer Idiologen ouni Rücksicht op schaffend Vollek wou si selwer keemols mam gudden Beispill virgin. Si behuelen an luewen sech wéi Kanner déi ni erwuessen gin. Alles huet Videeler an Nodeeler esou wéi zum Beispill déi super Isolation vun deenen neien Wunningen woumat am Wanter Energie gespuert gëtt an domat an der Summerzäit esouvill Energie verbraucht gëtt fir des ze killen wat Gesamtrechnung komplett täuscht. Installateuren vun Klimananlagen freeën sech an sin hinnen dankbar, usw, usw.