Luxemburg

21. November 2019 19:15; Akt: 21.11.2019 20:46 Print

Sogar für die EU und ihre Beamten zu teuer

LUXEMBURG – Die Hauptstadt ist stolz auf ihre EU-Institutionen. Aber was wäre, wenn der Standort wegfällt? Denn vielen EU-Beamten ist es hier einfach zu teuer.

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Luxemburg braucht die EU. Aber viele EU-Beamte würden lieber in Straßburg oder Brüssel arbeiten.

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Luxemburg ist neben Brüssel und Straßburg eine der EU-Hauptstädte. Von diesem Ruf profitiert die Stadt. Doch die EU-Beamten haben etwas am Standort auszusetzen: die Lebenshaltungskosten. Denn sie liegen «10,5 Prozent höher als in Brüssel», wie Jean Asselborn als Minister für europäische Angelegenheiten am Donnerstag in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage angab.

Die Union Syndicale Luxembourg vertritt die Interessen der EU-Beamten. Die Union sagte Paperjam gegenüber, die hohen Lebenshaltungskosten würden Luxemburg als Standort für große Institutionen gefährden.

Für Luxemburg ist das nichts weniger als ein Katastrophenszenario. Jean Asselborn betonte «die große Bedeutung der Präsenz der Institutionen» in der Stadt und auch im Land. Er sei sich daher der Herausforderungen bewusst. Ein wichtiger Aspekt sind die Immobilienpreise. Die Regierung arbeite daher an der «Realisierung von Immobilienprojekten». Asselborn erinnerte an die Maßnahmen, die es bereits gebe, wie das Gutscheinsystem und die individuelle Wohnbauförderung.

Ein Berichtigungskoeffiziente für Luxemburg?

Die Beamtenunion fordert mehr, namentlich die Einführung eines Berichtigungskoeffizienten für den Standort Luxemburg. Dabei wird der Unterschied des Preisniveaus auf die Dienstbezüge angerechnet.

Asselborn sprach sich nicht dagegen aus. Dies sei «eine Option» unter mehreren. «Aber dazu müsste auf europäischer Ebene eine Änderung des Rechtsrahmens vereinbart werden. Es gibt daher keine Garantie dafür, dass ein solches Vorhaben angenommen wird.

Die Union Syndicale beklagte insbesondere, dass einige Angestellte der Europäischen Union weniger als den Luxemburger Mindestlohn erhalten würden.

(Thomas Holzer/L'essentiel/mb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Red Dwarf am 21.11.2019 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    Diese armen EU Beamten mit ihren mickrigen Gehältern. Schlimm, Schlimm. Da kann man schon neidisch auf lokale 4-köpfige Familien mit luxemburgischem Mindestlohn werden; die haben sogar das Recht Mehrwertsteuer zu zahlen; was den armen Eu-Beamten nämlich auch noch zu allem Übel untersagt wird. Es geht sogar soweit dass EU-Beamte ihre Nanny, Gärtner und Dog-Walker nicht mal mehr von den Steuern absetzen können. Absolut skandalös. Ich finde wir sollten hier einen Spendenaufruf starten damit sie ihren Rückflug in die Heimat nicht auch noch selber finanzieren müssen.

  • Julie am 22.11.2019 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage ? der Staat will nicht eingreifen? komisch dass er das aber schon bei anderen Themen zur Genüge gemacht hat, Bsp: Butterberg in den 70-gern, Subvention von ArcelorMittal und anderen Grosskonzernen, und immer wieder die Bauern. Der Staat hätte längst bei den Immobilienpreisen eingreifen müssen, d.h. Preisgrenzen für den m2 festsetzen, Politiker die das nicht tun sind selbst Eigentümer von Spekulationsobjekten

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  • Mulles am 22.11.2019 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Andere Beamte im Land haben ein geringeres Gehalt und müssen die selben Preise zahlen. Ist wieder nicht zu verstehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marianne am 22.11.2019 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann unternimmt der Staat endlich was gegen die unbezahlbaren Horrormieten .

  • Igor am 22.11.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Auch EU Beamte müssen flexibel sein und können in irgendeinem EU-Nachbarland ihrer Wahl wohnen.

  • Egon am 22.11.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Haben sie auch eine Nacht vor der SNHBM campiert ?

  • kaa am 22.11.2019 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwéi witzig datt sin dach déi Fonctionnairen, déi virun Joer d’Loyeren zu Letzebuerg substantiel an d’Luucht gedriwwen hun?

  • schnéi am 22.11.2019 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geschwënn laafen se all fort , an dan.....härr bëttel ?

    • se sollen eens gin am 24.11.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

      d'Leit laafen net einfach fort, sie gin verdriwwen an der Regierung an de Patrons ass dat recht an sie stellen just nach Auslänner an, fir d'Leit nach méih kënnen auszebeuten ... de Staat huët sech zu enger Geldprofitfirma ëntwëckelt, wou de Geldprofit ziëlt an net d'Wuël vun de Leit, déih dofir wirtschaftsversklavt gin an Steieren bezuëlen, dat et der Regierung gudd geht ...

    • modern Hexeverfollëgung vun Google, FB am 24.11.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

      dat ass jo sou gewollt ... jiddereen soll sech paranoïd , gedriwwen, verfollëgt, schëlleg, kriminell, falsch ... fillen an dat ass dann Grond genuch, fir dat mir andauernd ënner Beobachtung mussen stoën ... sou hun sie och fréiër mat der Erfindung vum phallokratëschen Gott Fraën a Männer zu Hexen gemach, fir se kënnen ze verfollëgen an um Scheiterhaufen ze verbrennen ...

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