Tram-Baustellen

13. September 2019 06:58; Akt: 13.09.2019 07:21 Print

Sorgen bei Luxtram – Zuversicht bei der Stadt

LUXEMBURG – Luxtram hat diesen Sommer mehrfach vor Verzögerungen beim Bau der Tram am Boulevard Royal gewarnt. Die Stadt Luxemburg sieht die Arbeiten jedoch im Plan.

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Der Luxtram-Chef André von der Marck hat bereits Ende Juli auf die Problemeim Zusammenhang mit der Baustelle am Boulevard Royal hingewiesen. Im Interview mit den Kollegen vom Luxemburger Wort warnte er vor wenigen Tagen erneut vor den Problemen, die sich durch zwei Immobilienprojekte in der Hauptstadt ergeben. Darunter ist auch das Projekt Royal-Hamilus, das die Arbeiten dieses Verkehrsknotenpunktes verzögert habe. «Luxtram konnte nicht alle Arbeiten am Boulevard Royal wie geplant beginnen», bestätigt indes auch die Stadt Luxemburg.

Nach Angaben der Stadt hätte das Baufeld, auf dem Luxtram bauen will, bereits im März geräumt sein müssen. Erst wurde die Räumung auf Juni verschoben. Im Juni konnte dann aber nur ein kleiner Teil der Fläche freigegeben werden. Anfang Juli kam dann noch ein Teilstück dazu. Erst Ende August wurde der letzte Teil übergeben. Das ist besonders ärgerlich, wenn man bedenkt dass Luxtram für seine Baustelle extra einen Ausnahme vom congé collectif beantragt hatte.

Schwierigkeiten mit dem Fundament

Darüber hinaus gab es weitere technische Probleme, was die Baustelle Anfang August zum Stillstand brachte. «Luxtram stellte fest, dass die Bodenplatte im ersten Abschnitt nicht wie geplant aufgearbeitet wurde», teilte die Stadt mit. Daher war es besonders wichtig, die alten Betonschichten vollständig zu entfernen und zwar bis auf die tieferliegenden Fundamente. Das kostete die Arbeiter natürlich Zeit.

Über den Sommer wurden zwischen der Stadt Luxemburg, dem Staat und Luxtram intensive Gespräche geführt. Im Mittelpunkt standen neben technischen Überlegungen auch eben jene Risiken. Im August nahm die Sache dann endlich Fahrt auf und ab Montag, 16. September, sollen die Bauarbeiten in Zusammenarbeit mit Codic endlich beginnen. Man werde alles daran setzten, dass die Arbeiten in den kommenden Monaten zügig und ohne weitere Verzögerungen vorangehen können, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Bei aller Sorge von Luxtram, dass sich die Inbetriebnahme der Straßenbahn verzögern könnte, herrscht in der Stadtverwaltung «Zuversicht». Der Start der neuen zentralen Tramhaltestelle werde pünktlich Ende 2020 erfolgen, ist man sich bei der Stadt Luxemburg sicher.

(L'essentiel/Nicolas Chauty)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ein Freund des Trams am 13.09.2019 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder einmal wurde die stümperhafte Planung der Stadt Luxemburg, des Staates und Luxtram unter Beweis gestellt. Während des ganzen Monats August waren Fahrbahnen gesperrt obwohl keine Arbeiten verrichtet wurden, Arbeiter konnten ihren wohlverdienten Urlaub nicht nehmen. Jetzt, pünktlich zum Schulanfang ist das Chaos vorprogrammiert. Vielen Dank an die Schuldingen !!

  • Julie am 13.09.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Vor 40 Jahren gab es noch kompetente Architekten, die nebenbei die ganze Organisation und Kontrollen machten. Heutzutage gibt es bei jeder Baustelle ein Wust an Ingenieurbüros, Kontrollbüros, Planungsbüros, Experten, Versicherer, Architekten und deren Vertreter, jede Woche finden Sitzungen statt, und am Ende ist das Fundament falsch aufgebaut, in der Schweiz werden genau diese Leute zur Rechenschaft gezogen in Luxemburg eben nicht, daher machen alle weiter so

  • Ciao bello@Julie am 13.09.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz genau so ist es, arbeite im Sektor, sehe alle Jahre wieder, wieviel Steuergelder durch Fehlplanungen flöten gehen, das nennt mann beim genie civil sich einigen, dann wird an anderer Stelle kleinere Gratisarbeiten verrichtet, und meist nicht auf öffentlichen Baustellen. Zur Verantwortung wurde in meiner. 20 jährigen Karriere noch niemand. Bauplanung, Baufirma, Kontrollfirma, was mit sich bringt das die Versicherungen nicht für den enstandenen Schaden aufkommen müssen, sondern der Steuerzahler der an sich der Auftrageber ist, und immer weiter draufzahlt, im Privatbereich undenkbar.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 14.09.2019 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann all déi « onglecklech » planners mat Fonktionärsgehalt, perséinlech haftbar wären, géifen keng, ider vill manner, Pannen passéieren...

  • M. K am 13.09.2019 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muahahahaha... Wird der Tram nicht teurer????????????

  • Ciao bello@Julie am 13.09.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz genau so ist es, arbeite im Sektor, sehe alle Jahre wieder, wieviel Steuergelder durch Fehlplanungen flöten gehen, das nennt mann beim genie civil sich einigen, dann wird an anderer Stelle kleinere Gratisarbeiten verrichtet, und meist nicht auf öffentlichen Baustellen. Zur Verantwortung wurde in meiner. 20 jährigen Karriere noch niemand. Bauplanung, Baufirma, Kontrollfirma, was mit sich bringt das die Versicherungen nicht für den enstandenen Schaden aufkommen müssen, sondern der Steuerzahler der an sich der Auftrageber ist, und immer weiter draufzahlt, im Privatbereich undenkbar.

  • Globus am 13.09.2019 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie sieht es mit den Kosten aus? Werden diese eingehalten? Wird die Tram nicht teurer als geplant?

    • Phil am 14.09.2019 23:33 Report Diesen Beitrag melden

      Den zweeten Stadion, oder den éischten, je nodeem wéi een et kuckt!

    einklappen einklappen
  • Julie am 13.09.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Vor 40 Jahren gab es noch kompetente Architekten, die nebenbei die ganze Organisation und Kontrollen machten. Heutzutage gibt es bei jeder Baustelle ein Wust an Ingenieurbüros, Kontrollbüros, Planungsbüros, Experten, Versicherer, Architekten und deren Vertreter, jede Woche finden Sitzungen statt, und am Ende ist das Fundament falsch aufgebaut, in der Schweiz werden genau diese Leute zur Rechenschaft gezogen in Luxemburg eben nicht, daher machen alle weiter so