Plakate in Luxemburg

19. November 2019 16:51; Akt: 19.11.2019 17:40 Print

SOS Faim wollte mit Rassismus provozieren

LUXEMBURG – Am vergangenem Freitag sorgten Plakate in Luxemburg für Aufregung. Viele empfanden sie als rassistisch. Nun erklärt die NGO ihre Kampagne.

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«Qu'ils se débrouillent!» (zu Deutsch: «Sie sollen allein klarkommen!»). Mit diesem Slogan startete die NGO SOS Faim am vergangenem Freitag eine Kampagne. Die Plakate wurden von vielen Bürgern als rassistisch und beleidigend empfunden. Einige kontaktieren daraufhin L'essentiel, andere riefen direkt die Polizei. Gemeinsam mit der verantwortlichen Agentur erklärte die NGO am Dienstag, was dahinter steckte: Sie wollten provozieren.

«Wir möchten uns bei allen bedanken, die reagiert haben», sagte Thierry Defense, Direktor der NGO. «Es hat uns beruhigt, zu sehen, dass so viele eben nicht die Augen verschließen, wenn sie Rassismus sehen.»

Der Nutzen der NGO für die Familien: 2 Euro im Jahr

Ob die Strategie, rassistische Bilder zu verbreiten, zielführend ist, kann man bestreiten. Auch lässt sich darüber diskutieren, ob die Provokation wirklich dazu dienen sollte, auf das Thema aufmerksam zu machen oder ob es darum ging, der NGO Aufmerksamkeit zu verschaffen. In Luxemburg kommt eine NGO auf 6000 Einwohner. Damit hat das Großherzogtum die höchste pro-Kopf-Quote von NGOs aller OECD-Länder.

Für die Kampagne hat SOS Faim 65.000 Euro ausgegeben. Im vergangenen Jahr sammelte die NGO 569.000 Euro. Diese Spenden gingen an etwa 284.000 Familien. Das macht rund 2 Euro pro Familie und Jahr.

(mb/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mulles am 21.11.2019 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    A waat soll dat lo mat Rassismus ze dinn hun, dat Wuert 'Rassismus' get oft an vill messbraucht, genau wei populismus, och vun onser Poliker-riege, zemols vun deenen.!

  • Mulles@Saupreis am 21.11.2019 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wourecht as nun mol sou dat bei verschiddenen Ong'en mol keng 35% vun Spendengelder geholl get fir dat wou sie gespend gin. Leider sin dei Ong'en net ganz reglo, froe mech just wei se hiert Geld wäschen,?

  • Léon am 19.11.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Le racisme existe et existera toujours.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mulles am 21.11.2019 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    A waat soll dat lo mat Rassismus ze dinn hun, dat Wuert 'Rassismus' get oft an vill messbraucht, genau wei populismus, och vun onser Poliker-riege, zemols vun deenen.!

  • Mulles@Saupreis am 21.11.2019 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wourecht as nun mol sou dat bei verschiddenen Ong'en mol keng 35% vun Spendengelder geholl get fir dat wou sie gespend gin. Leider sin dei Ong'en net ganz reglo, froe mech just wei se hiert Geld wäschen,?

  • Saupreis am 20.11.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwas läuft doch schief bei einer Organisation, die glaubt über 10% ihres Spendenaufkommens in solche eine miese Werbung zu stecken, die dann auch noch von den meisten Leuten gar nicht wahrgenommen wird. Vermutlich wurde die Werbekampagne auch noch von der Firma eines Vereinsmitglieds entworfen.

  • Mulles am 20.11.2019 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die übersetzung davon bedeutet:Sie sollen klar kommen. Sonst wäre es qu'ils se débrouillent tout seul. Ne ?, där leif master bacheleren alleguerten.

  • jimbo am 20.11.2019 04:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vläit mol bei der Kierch nofroen, do stinn genuch gëlle Bëcheren am Vatikan ronderëm vir deen Honger ze bekämpfen!!!