Armut in Luxemburg

23. März 2018 11:11; Akt: 23.03.2018 11:46 Print

Sozialrestaurant «Stëmm» wird überrannt

LUXEMBURG – 3599 Menschen besuchten 2017 die Einrichtung in Hollerich – 244 Prozent mehr als im Vorjahr. «Einige Hundert» Kunden sollten es ursprünglich sein.

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Im Sozialrestaurant «Stëmm» explodierte die Zahl der Menschen, die die Einrichtung besuchen. (Bild: Stëmm vun der Strooss)

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Das Sozialrestaurant der Hilfsvereinigung «Stëmm vun der Strooss» in Luxemburg-Hollerich platzt aus allen Nähten. Im vergangenen Jahr servierten die Mitarbeiter im Durchschnitt 200 Mittagessen pro Tag – und der Trend zeigt weiter nach oben. Während dort im Jahr 2015 insgesamt 45.722 Mahlzeiten serviert wurden, waren es zwei Jahre später 75.686. Das sind 65 Prozent mehr.

Vor allem gibt aber die steigende Zahl der Menschen, die täglich die «Stëmm» besuchen, Grund zur Sorge. In knapp zwei Jahren von explodierte sie von 1046 auf 3599. «Das ist ein Anstieg um 244 Prozent», erklärt ein Sprecher der Hilfsvereinigung.

«Stëmm» bittet um Spenden

Vor der Eröffnung im Jahr 2014 sei das Sozialrestaurant für «einige hundert Kunden» ausgelegt worden. Die Küchenausstattung müsse daher so schnell wie möglich angepasst werden. Das Restaurant wird zum Teil von Mitarbeiter in der beruflichen Wiedereingliederung betrieben. Sozial schwache Menschen können dort für 50 Cent essen.

Im vergangenen November bat «Stëmm vun der Strooss » darum, die Nahrungsmittelspenden zu erhöhen, damit Einrichtungen wie die in Hollerich funktionsfähig bleiben können.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Big Obelix am 23.03.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Et ass dach eng Schan datt an engem räiche Land wéi Lëtzebuerg esou vill Leit op 'Stëmm vun der Strooss' oder 'Cent-Buttek' ugewise sinn. Suen fir an de Weltall ze fléien sinn awer do . . .

  • Arm am 23.03.2018 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat mus die Nachbarländer finanzieren da bleibt nicht viel für die Eigene Befölkerung

  • julius cesar am 23.03.2018 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    wei waer dann mol wann eisen staat geif eng spende maache anstatt alles ronderem ze verpolveren fannen dat dei leit do et mei braichten wei aner...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • nordsprotte am 25.03.2018 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxembourg finanziert Deutschland?? Gott bin ich dankbar.

  • bitcion am 25.03.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    AN DANN VERDIENGT E RESIDENT HEI AM LAND 62.000 EURO AM JOAR deen dat raus ginn huet ass een décke en ligener : statistik !!! hei am land ass komplet doneevt ,an esou eppes g¨tt och nach bezuehlt vir dat raus ze ginn , ma dann wësse mer jo wat déi verdiengen

  • Tunchen am 24.03.2018 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm, wenn ich mir die Fotos so anshe, dann sieht es eher so aus, also op das Restaurant der Stemm von Seiten der Küche aus « überrannt » wird, als aus Richtung der Speiselounge aus.

  • gwendolin am 24.03.2018 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Mech gif Statistik interesseieren iwert Nationaliteiten vun deenen Leit dei do zou komm sin. Sin et net dei, dei schons an Unterkünften als Aslylant geholef kreien? Oder hun mir tatsächlech souviel Leit bei kritt, an eisem Land, dei am besoin sin? Dann stellen rem aaner Froen sech mir an missten och vun Politiker analyseiert gin. Ech hellefen gaeren, awer gif och gären wessen, weem ech hellefen. Ech gin regelmeisseg deenen Leit vun der Strooss, chèques repas'en fir sech eppes ze iessen kaafen ze goen. Op der Strooss selwer kann ech mir ee gudd Bild machen weem ech hellefen.

  • Ech mengen ett war den hellegen Flatschb am 23.03.2018 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech gin denen komentaren recht well ech sin selwer bénévol wun der wanteraktioun um dernier soll