Drogenschmuggel

15. Februar 2018 08:11; Akt: 15.02.2018 08:16 Print

Sparsame Dealer zuckeln im Fernbus durch Europa

LUXEMBURG - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus hat ein Drogenproblem und installiert nun Kameras. Auch in Luxemburg haben Drogenfahnder ein Auge auf das Transportmittel Bus.

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Der europaweit tätige Fernbus-Anbieter Flixbus wird zum Drogenschmuggel missbraucht. Weil Dealer immer wieder zu günstigen Preisen mit den Bussen reisen und Drogenfunde «längst zur Routine» gehörten, will Flixbus nun aufrüsten: Das Unternehmen will das Problem mit Kameras im Gepäckbereich und einem neuen System zum Einchecken des Gepäcks unter Kontrolle bekommen.

Auch die luxemburgischen Behörden kennen das Problem. Die Drogen gelangen auf allen möglichen Wegen ins Land herein. «Sämtliche Transportmittel werden zum Drogenschmuggel genutzt», sagt Polizeisprecher Frank Stoltz zu L'essentiel. «Es finden regelmäßig Kontrollen von Polizei und Zoll statt. Kontrolliert werden sowohl Pkw als auch Lkw sowie Reisebusse und Züge. Größere Beschlagnahmungen in (Fern)bussen sind hierzulande aber noch nicht verzeichnet worden.»

Kameras sollen abschrecken

Laut Flixbus würden zurzeit verschiedene abschreckende Maßnahmen gegen Drogenkuriere intern diskutiert. Die Kameras sollen neben der abschreckenden Wirkung auch die Zuordnung von Gepäck erleichtern. Der Test läuft zurzeit auf einzelnen Verbindungen in Europa.

Flixbus-Fahrzeuge, die in Luxemburg unterwegs sind, seien noch nicht mit Kameras in den Gepäckräumen ausgerüstet, erklärt eine Pressesprecherin des Unternehmens auf Nachfrage: «Weder uns noch unseren Buspartnern ist bekannt, dass die luxemburgische Polizei in erhöhtem Maß an der Grenze kontrolliert.» Überprüfungen würden eher auf deutscher Seite stattfinden. Insgesamt sei nur ein ganz geringer Teil der Reisenden auffällig, betont Flixbus.

Der Anbieter erfreut sich im Großherzogtum übrigens wachsender Beliebtheit: 2017 hat sich die Zahl der Reisenden von und nach Luxemburg im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Genaue Fahrgastzahlen nannte Flixbus nicht. Nur so viel: «Wir erwarten einen erneuten Anstieg der Nutzerzahlen und werden unser Angebot noch weiter ausbauen.»

(jt/ehs/L'essentiel)

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