Ungewöhnliche Route

01. September 2020 08:56; Akt: 01.09.2020 09:03 Print

Spontan mit dem Rad von Paris nach Luxemburg

LUXEMBURG – Damien und Gauthier, beide 24 Jahre alt, haben sich am Samstag spontan mit dem Fahrrad auf den Weg von Paris nach Luxemburg gemacht.

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Damien Braine Bonnaire und Gauthier Dumon sind am Samstag mit dem Fahrrad von Paris nach Luxemburg gefahren.

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Um den Start der Tour de France gebührend zu feiern, haben sich die beiden Freunde, Damien Braine Bonnaire und Gauthier Dumon, am Samstag auch aufs Rad geschwungen. «Aus einer Laune heraus» haben die 24-Jährigen beschlossen von Paris nach Luxemburg zu radeln. Das «obwohl sie die 175-Kilometer-Marke noch nie überschritten hatten». «Die Grundidee war es, gegen 5.30 in den Sonnenaufgang zu fahren und vor allem noch vor Einbruch der Dunkelheit in Luxemburg-Stadt anzukommen», verriet uns Damien am Sonntag. Er war zu dem Zeitpunkt schon wieder bereit mit dem TGV zurück nach Paris zu fahren.

Die zwei Freunde haben uns erzählt, dass sie es geschafft haben, die 344 Kilometer in 13 Stunden und zehn Minuten zurückzulegen. Das entspricht einem Geschwindigkeitsdurchschnitt von 26 Kilometer pro Stunde. «Wir hatten nicht wirklich mit einem Höhenunterschied von 2671 Meter gerechnet. Als wir dann Verdun passierten und die 300-Kilometer-Marke geknackt hatten, hat das mental schon etwas in uns bewegt. Uns fehlten nur noch rund 40 Kilometer», erzählt Damien am Telefon. «Der Schlüssel zu unserem Erfolg? Vier kleine Pausen von fünf bis zehn Minuten einlegen und währenddessen ausreichend essen und trinken. Wir hatten Glück, dass wir unterwegs keine Probleme hatten. Unser einziger Plan B war es, einen Bahnhof zu erreichen, falls wir doch noch auf Schwierigkeiten gestoßen wären.»

«Wir haben uns nicht sonderlich viele Fragen gestellt und realisieren es immer noch nicht wirklich», fährt Damien, der gebürtige Pariser, fort. «Allerdings haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, nach unserer Ankunft mit einem Bier anzustoßen.» «Wir sind wirklich auf altmodische Art aufgebrochen und sind einfach der Route gefolgt, die wir uns am Vortag in unserem GPS markiert haben. Gauthier, der ursprünglich aus der Bretagne stammt, wird demnächst seine einjährige Arbeit bei der BGL in Luxemburg abschließen. Für uns war es eigentlich die perfekte Gelegenheit, diesen Ausflug durchzuziehen. Wir sind es gewohnt, gemeinsam Sport zu treiben, und wenn wir uns auf ein verrücktes Projekt einlassen, übertreffen wir uns immer wieder selbst. Ich habe noch nie in meinem Leben Energiegel gegessen, bei diesem Trip habe ich sogar so viel davon gegessen, dass ich Magenschmerzen bekommen habe...» Doch selbst die Schmerzen haben die beiden Freunde nicht daran gehindert, ausschließlich ihre schönen Erinnerungen an die gemeinsame Reise auf Strava zu teilen.

(Frédéric Lambert / L'essentiel )

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