3 Fragen an ... Déi Lénk

11. Oktober 2013 07:30; Akt: 11.10.2013 09:16 Print

«Staat muss die Wirtschaft zurückerobern»

LUXEMBURG - Bis zu den Wahlen stellt «L'essentiel Online» alle 9 Parteien vor. Serge Urbany von Déi Lénk erklärt, wie Wohnkredite Arbeitspätze schaffen könnten.

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Serge Urbany ist zufrieden mit der Oppositionsarbeit von Déi Lénk. (Bild: Editpress)

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Welche Bilanz ziehen Sie aus Ihrem ersten Abgeordnetenmandat? Serge Urbany, Abgeordneter von Déi Lénk: «Ich denke, wir haben eine seriöse Oppositionsarbeit geleistet, weil wir die Politik, die Ausdruck eines ungeheuerlichen Neoliberalismus ist, grundsätzlich ablehnen. Die Pensionsreform steht sinnbildlich dafür: Mit einem Gesetz wurde die Situation für die kommenden 40 Jahre festgesetzt. Wir hingegen sagen, dass wie in zehn Jahren die Beiträge erhöhen und Kapitalerträge besteuern könnten, um damit die Renten zu finanzieren. Wir sind zudem dafür, dass die Beitragszahlungen für Vielverdiener nicht länger gedeckelt sind.»

Sie gelten nicht als Freund von EU-Entscheidungen in Brüssel. Sind Sie anti-europäisch? «Wir sind pro-europäisch, aber in einem sozialen Europa der Regionen. Wir könnten zum Beispiel wirtschaftlich mit einer echten Politik für die Großregion mehr erreichen. Ich denke dabei zum Beispiel an die unangemessene Konkurrenz mehrerer Regionalflughäfen oder daran, dass die Stahlarbeiter eine grenzüberschreitende Front gründen könnten.»

Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum beschäftigt die Menschen ebenso wie die Arbeitslosigkeit. Ihre Vorschläge? «In der Wohnungspolitik brauchen wir öffentliche Fonds, die Privatpersonen zu günstigen Konditionen einen Kredit geben. Das könnte der Reservefonds der Pensionskasse leisten. Dieses Geld könnte man auch in die Realwirtschaft investieren und damit Arbeitsplätze schaffen. Wir würden die Erträge auf diese Beiträge erhöhen und gleichzeitig die hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen. Der Staat muss die Wirtschaft zum Teil zurückerobern.»

(L'essentiel Online/Patrick Théry)

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