In Luxemburg

18. April 2019 17:38; Akt: 18.04.2019 18:09 Print

Steuerverwaltung braucht noch mehr Personal

LUXEMBURG – Am Donnerstag hat das Finanzministerium seinen Jahresbericht für 2018 veröffentlicht: Thema darin sind auch die dünne Personaldecke in der Steuerverwaltung.

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Die Direkte Steuerverwaltung hat noch nicht genügend Personal. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

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Das Finanzministerium hat Bilanz gezogen: In seinem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht informiert es unter anderem über die 2018 verabschiedeten Gesetzesvorlagen. Im Mittelpunkt stand dabei die Bekämpfung von Betrug mithilfe der Richtlinien des «Anti Tax Avoidance Directive», kurz Atad, und der Dac5, die auf die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche abzielen. Zudem wurden Leitlinien für «grüne Finanzierungen» und die Entwicklung von Fintechs verabschiedet. Das Ministerium erinnert in seinem Bericht außerdem an die Risikobewertung bezüglich Geldwäsche, die zu Finanzierung von Terrorismus eingesetzt wird.

Zum Finanzministerium gehören Verwaltungen – einschließlich der Direktsteuerverwaltung. Letztere stellte im Jahr 2018 rund hundert neue Mitarbeiter ein. Ziel war es «den unmittelbaren Bedarf zu decken, der sich aus einer Zunahme der Anzahl von Fällen in einem Kontext immer komplexerer Vorschriften ergibt», heißt es in dem Bericht. Dennoch bleibe die Lücke in Bezug auf Personal, Infrastruktur und Digitalisierung weiterhin beträchtlich», räumt das Ministerium ein.

Die Direkte Steuerverwaltung hat einen Rückgang der Vorabentscheidungen festgestellt. Das Prinzip erlaubt es den Unternehmen, in den kommenden Jahren direkt mit der Steuerbehörde eines Landes in Kontakt zu treten. Diese Vorabentscheidungen waren im Ausland heftig kritisiert worden, insbesondere zum Zeitpunkt der LuxLeaks-Affäre. In 2018 wurden 31 von 149 Anträgen stattgegeben, gegenüber 38 von 260 im Vorjahr.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steuerfritz am 18.04.2019 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll man sagen? Die Gesellschaften werden ohne Kontrolle automatisch besteuert und die Lohnempfänger zahlen 2/3 der Steuern. Betriebsprüfungen gibt es fast keine mehr. Dafür ist die Verwaltung nicht verantwortlich, das ist seit Jahrzehnten politisch so gewollt und dient dem Wirtschaftsstandort Luxemburg. Eben Steuergerechtigkeit made in Luxemburg frei nach dem Branding "Luxemburg let's do it"

  • Zynikus am 19.04.2019 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Aus langjähriger beruflicher Erfahrung weiss ich, dass selbst sehr grosse Unternehmen fast gar nicht kontrolliert werden. Das Steueramt nimmt deren Erklärungen mit Kusshand entgegen. Vor der Digitalisierung brachte immer ein Vertreter unserer Firma die Steuererklärung bei der Verwaltung vorbei und gab denen ein paar läppische Werbegadgets. Die freuten sich dann wie Bolle.

  • honga am 19.04.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teilweise brauchen sie Anderes Personal

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zynikus am 19.04.2019 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Aus langjähriger beruflicher Erfahrung weiss ich, dass selbst sehr grosse Unternehmen fast gar nicht kontrolliert werden. Das Steueramt nimmt deren Erklärungen mit Kusshand entgegen. Vor der Digitalisierung brachte immer ein Vertreter unserer Firma die Steuererklärung bei der Verwaltung vorbei und gab denen ein paar läppische Werbegadgets. Die freuten sich dann wie Bolle.

  • honga am 19.04.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teilweise brauchen sie Anderes Personal

  • Steuerfritz am 18.04.2019 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll man sagen? Die Gesellschaften werden ohne Kontrolle automatisch besteuert und die Lohnempfänger zahlen 2/3 der Steuern. Betriebsprüfungen gibt es fast keine mehr. Dafür ist die Verwaltung nicht verantwortlich, das ist seit Jahrzehnten politisch so gewollt und dient dem Wirtschaftsstandort Luxemburg. Eben Steuergerechtigkeit made in Luxemburg frei nach dem Branding "Luxemburg let's do it"