Wahl in Luxemburg

11. September 2018 15:16; Akt: 11.09.2018 15:35 Print

Straßenbauamt rückt Wahlplakate zurecht

LUXEMBURG – Nicht Inhalte, sondern Wahlplakate bestimmen derzeit die politische Debatte. Nun wenden sich «Ponts et Chaussées» mit mahnenden Worten an die Öffentlichkeit.

storybild

Wahlplakate dürfen eigentlich nicht unmittelbar neben der Straße aufgestellt werden – ob dieses DP-Sujet der Straßenbauverwaltung schon aufgefallen ist? (Bild: Editpress/Julien Garroy )

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Luxemburger Wahlkampf spielt sich momentan hauptsächlich auf Plakaten ab. Seit einigen Tagen säumen die Abbilder der Kandidaten und Slogans wie «Zukunft op Lëtzebuergesch» (DP), «Mäer hunn e Plang fir Lëtzebuerg» (CSV) oder «Sëcher Grenzen - Asyl ouni Mëssbrauch« (ADR) die Straßen und Gehwege.

Die Sujets werfen auch sicherheitstechnische Fragen auf. Die Straßenbauverwaltung sah sich am Dienstag veranlasst, eine Klarstellung an die Öffentlichkeit zu verschicken, um auf die «bewährte Praxis» beim Plakataufstellen hinzuweisen: «Alle politischen Parteien, (...) die eine ‹Permission de voirie› angefragt haben, sind dazu berechtigt, Wahlplakate in unbegrenzter Zahl aufzustellen. Die Installation unterliegt jedoch den Regeln der bewährten Praxis, um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden.»

Mindestabstand von 1,50 Metern

Sollten Mitarbeiter von «Ponts et Chaussées» feststellen, dass ein Sujet eine Gefahr für Autofahrer oder Fußgänger darstellt, «sind sie verpflichtet, es zu entfernen und zum Depot zu bringen, es aus dem Gefahrenbereich zu entfernen oder den Betreffenden zu kontaktieren, damit er das betreffende Zeichen selbst versetzen oder entfernen kann». Außerhalb der Ortschaften sei ein Mindestabstand von 1,50 Metern zum Straßenrand zu respektieren.

Ein Sprecher der Behörde erklärt auf Nachfrage von L'essentiel, dass die Straßenwärter in Wahljahren immer wieder Plakate zurechtrücken oder entfernen müssen: «Zahlen haben wir keine, bislang sind es nicht allzu viele. Der Hauptgrund ist, dass die Plakate zu nah an der Straße, einem Fußgängerübergang oder einer Kreuzung stehen und so die Sicht einschränken.»

In den vergangenen Tagen sind in Luxemburg zudem mehrere Fälle von Plakat-Vandalismus bekannt geworden. In Bridel wurde ein Aufsteller der ADR komplett zerschnitten, ein anderes Plakat der Partei umgeworfen. Auch Rechtschreibfehler und eine falsche Luxemburger Fahne sorgen für Amüsement auf den sozialen Netzwerken.

(jt/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.