Demo gegen Stipendienreform

07. Mai 2014 19:37; Akt: 07.05.2014 20:40 Print

Streik-​​Komitee sagt Treffen mit Minister ab

LUXEMBURG - Weil Hochschulminister Meisch das Gespräch mit dem Streik-Komitee nicht aufzeichnen lassen will, findet das für Freitag geplante Treffen nicht statt.

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Nach dem Studenten- und Schülerstreik am 25. April, bei dem Tausende in Luxemburg-Stadt gegen die geplante Stipendienreform protestiert haben, wollte sich das Streik-Komitee am Freitag mit Bildungsminister Claude Meisch (DP) treffen. Doch daraus wird nichts. Die Initiatoren des Streiks haben das Treffen abgesagt, wie Unel-Vorsitzender Pol Reuter am Mittwochabend gegenüber «L’essentiel» bestätigte.

Der Grund: Das Streik-Komitee wollte das Gespräch mit dem Hochschulminister mit einem Diktiergerät aufnehmen, was Claude Meisch missfiel. Das Komitee wolle nicht, dass die Diskussion hinter verschlossenen Türen ablaufe, erklärte Pol Reuter. Die Verantwortlichen wollten damit mehr Transparenz bei der Debatte um Stipendien verschaffen: «Das sind wir den Leuten schuldig, die mit uns am 25. April auf die Straße gegangen sind», sagte Reuter.

Meisch: «So was noch nie gesehen»

Hochschulminister Meisch teilt diese Meinung nicht: «Ich bin nicht gegen das Prinzip der Transparenz, aber die Verhandlungen bleiben Verhandlungen», sagte er am Abend gegenüber «L’essentiel». Er sei bereit, mit den Studenten und Schülern zu diskutieren, jedoch nicht in einem privaten Gespräch, dass aufgezeichnet werde.

«So was habe ich noch nicht gesehen. Das ist nicht denkbar, dass die Verhandlungen in einen öffentlichen Kontext gebracht werden », sagte Meisch. Bereits unmittelbar nach dem Streik Ende April hatte Meisch betont, dass die Demo ein Erfolg gewesen sei. «Damit der Erfolg vollständig wird, müssen die Verhandlungen auch erfolgreich abgeschlossen werden», so Meisch weiter.

Meisch bleibt offen für Dialog

Dabei gab der Hochschulminister zu, dass die Verhandlungen sich als schwierig erweisen würden und bemängelte, dass die Initiatoren des Streiks sich bei ihm erst zwei Wochen nach der Demo gemeldet hätten. Seine Tür stehe für die Demonstranten offen, jedoch werde er selbst sie «nicht aufsuchen, um sich mit ihnen an den Verhandlungstisch zu setzen», betonte Meisch auf Anfrage. Ob und wann das neue Treffen stattfinden kann, ist nicht bekannt.

Bereits am Montag hatte das Streik-Komitee via Pressemitteilung angekündigt, weiterhin den Druck auf Politiker ausüben zu wollen und weitere Aktionen zu planen. Die Initiatoren forderten ebenfalls eine öffentliche Debatte.

(if/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Olli am 08.05.2014 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nëmmen well een et nach net gesinn huet, heescht nach laang net dat een et net kann probéieren. :) Dat weist eben rëm dat den Meisch eppes wollt hannert zouenen Dieren mat hinnen aushandelen wat net ganz koscher wier. Soss hätt en jo keen Grond d'Opzeechnung ze refuséieren. Ech verstinn just net wisou d'DP nach ëmmer net erkannt huet dat deen Meisch hinnen just schlecht Reklamm mëscht. Ass wei bei deenen Gréngen, déi nach net gemierkt hunn dat se besser drun wieren wann se den Bausch schon op d'Schëff geschéckt hätten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Olli am 08.05.2014 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nëmmen well een et nach net gesinn huet, heescht nach laang net dat een et net kann probéieren. :) Dat weist eben rëm dat den Meisch eppes wollt hannert zouenen Dieren mat hinnen aushandelen wat net ganz koscher wier. Soss hätt en jo keen Grond d'Opzeechnung ze refuséieren. Ech verstinn just net wisou d'DP nach ëmmer net erkannt huet dat deen Meisch hinnen just schlecht Reklamm mëscht. Ass wei bei deenen Gréngen, déi nach net gemierkt hunn dat se besser drun wieren wann se den Bausch schon op d'Schëff geschéckt hätten.