In Luxemburg

19. Januar 2018 11:03; Akt: 19.01.2018 11:13 Print

Süchtige Zocker finden hierzulande kaum Hilfe

ESCH-BELVAL – Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Videospielsucht erstmals als Krankheit ein. In Luxemburg beschäftigt sich Professor Joël Billieux mit dem Thema.

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Der 38-jährige Joël Billieux ist Professor für klinische Psychologie.

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L'essentiel: Die Computerspielsucht wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO nunmehr als Krankheit anerkannt... Joël Billieux, Professor an der Uni Luxemburg: Das ist ein großer Schritt vorwärts! Die Tatsache, dass eines der beliebtesten Hobbys der Welt in einigen Fällen zu einer psychischen Störung werden kann, ist für die Videospielindustrie beängstigend. Diese Entscheidung sollte es ermöglichen, ein spezifisches Betreuungsangebot, das nämlich in Luxemburg fehlt, und angemessene Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln.

Wie viele Personen sind davon betroffen? Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass zwischen 5 und 10 Prozent der Gamer es übertreiben.

Die Sucht hat sich dennoch entwickelt... Ja, insbesondere mit der Entwicklung von professionellen E-Sport-Spielern. Träume von Ruhm und Geld können manche Leute dazu bringen, es zu übertreiben. Videospiele können aber auch ein Zufluchtsort für Menschen sein, die unter sozialen Ängsten oder psychischen Schwierigkeiten leiden.

Welche Spiele machen am meisten süchtig? Einige Spiele mit einem starken Wettbewerbsanteil in internationalen Rankings, wie zum Beispiel «League of Legends», liegen an der Spitze. Doch die problematische Anwendung betrifft nicht nur Konsolenprofis. Smartphone-Apps-Anhänger können ebenfalls davon betroffen sein. Nur dass man dort bezahlen muss, um Fortschritte zu erzielen. Das führt wiederum zur Geldspielsucht.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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