CNS-Skandal

13. Juni 2019 06:57; Akt: 13.06.2019 07:07 Print

Suspendierte Mitarbeiter erhalten noch Gehalt

LUXEMBURG – Bei einer Überprüfung von 100 Millionen Dokumenten wurden keine weiteren Unregelmäßigkeiten bei der CNS festgestellt. Minister Schneider hofft auf «zwei Einzelfälle».

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Nach 3000 Stunden genauester Untersuchung hofft Minister Schneider, dass die Veruntreuung nur in zwei Einzelfällen passiert ist.

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«Die Kontrollaktivitäten werden fortgesetzt. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen», sagt Romain Schneider, Minister für soziale Sicherheit, gegenüber L'essentiel. Die Ergebnisse der ersten Überprüfung durch PricewaterhouseCoopers (PwC) nach Bekanntwerden der Veruntreuung von zwei Millionen Euro durch zwei Beamte des Nationalen Gesundheitsfonds (CNS) waren beruhigend.

«3000 Stunden Arbeit wurden für die Analyse von 100 Millionen schriftlicher Dokumente aufgewendet. Und es wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Das waren nur zwei Einzelfälle», sagte der Minister, der nicht will, dass die CNS-Beamten stigmatisiert werden. «Sie sind ausgezeichnete Mitarbeiter, mit einwandfreier Moral und sie arbeiten gewissenhaft.»

Gehälter werden noch gezahlt

Eine zweite Überprüfung durch die Generalinspektion der sozialen Sicherheit (IGSS) läuft noch. «Es geht um die Verfahren. Es geht darum, zu sehen, was nicht funktioniert hat und wie man diese Verfahren in Zukunft verbessern kann, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen.»

Was den strafrechtlichen Aspekt betrifft, so hüllt sich die Staatsanwaltschaft in Schweigen. Der Minister bestätigt jedoch, dass die beiden suspendierten Mitarbeiter ihr Gehalt erhalten. «Zunächst gilt die Unschuldsvermutung. Nach Abschluss der Ermittlungen und dem Urteil müssen wir über die Rückerstattung von unterschlagenen Beträgen und Gehältern sprechen, wenn ihre Schuld eindeutig festgestellt wurde», sagt Romain Schneider.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 13.06.2019 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sind die Reserven der beiden Mitarbeiter schon aufgebraucht dass Ihre Gehälter auf kosten des Steuerzahlers weiter finanziert werden????

  • Fonsi am 13.06.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    100 Millionen Dokumente in 3000 Stunden überprüft ? Das wären pro Sekunde fast 10 Dokumente kontrolliert ? Möchte mal wissen wie das gehen soll.

  • Knouterketti am 13.06.2019 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat doen ass en Witz Eng vun den Madamen huet dei lescht Joeren jiddenfalls op heeschem Fouss gelieft - weess daat aus secherer Quell

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pierre S. am 15.06.2019 22:39 Report Diesen Beitrag melden

    Firwaat versicht dee roude Minister erëm hei d'Legd fir domm ze halen? Romain, denk droan, mir sén nik méi domm wéis Du. D'Rechnung muss irgendwann beglach gin...

  • Express am 13.06.2019 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an dann 5 Joer..gut dat mir am Privatsektor mi schnell sen..sos giw guer naischt mi goen..China baut bis dohin 500 nei Gare’n..an 500 Brécken

  • Laangen am 13.06.2019 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen mir ginn fir dommgehaalen vumm minister Schneider an der Regierung

  • Pia am 13.06.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richteg diane ech ginn Iech recht

  • Pia am 13.06.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    arm jo daat muss ee kennen