Test am Findel

07. November 2018 10:36; Akt: 07.11.2018 11:31 Print

System wertet Bewegungen von Fluggästen aus

LUXEMBURG – Die Universität und der Flughafen haben ein neues Sicherheitssystem getestet, das die Sicherheitskontrollen in der EU revolutionieren könnte.

storybild

Am Flughafen Findel wir zurzeit ein neues Sicherheitssystem getestet. (Bild: University of Luxembourg)

Zum Thema

Mehr als eine Milliarde Fluggäste passierten 2017 europäische Airports und stellten das Sicherheitspersonal vor viele Herausforderungen. Um diese künftig einfacher bewältigen zu können, hat das europäische Flugsicherheitsprojekt Flysec zusammen mit dem Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust der Universität Luxemburg und dem Luxemburger Flughafen ein neues Werkzeug entwickelt, das zurzeit nachts am Findel getestet wird. Dabei kommen keine echten Reisenden, sondern Testpersonen zum Einsatz.

Das Sicherheitssystem wertet mithilfe von hochentwickelten Kameras jede Bewegung der Fluggäste aus und weist die Personen ihren Flugtickets oder Reservierungen zu. Es erkennt verdächtige Verhaltensmuster sowie ungewöhnliche Angaben der Reisenden und leitet die Passagiere – je nach Gefährdungsgrad (reduziert, normal, erhöht) – zu verschiedenen Sicherheitskontrollen.

Hautfarbe und Religion bleiben außen vor

«Das System verkürzt die Warteschlangen am Check-in, baut Kosten ab und erhöht die Zufriedenheit der Fluggäste», erklärt die Universität Luxemburg. Allen, die befürchten, dass viele Fluggäste durch das System unberechtigterweise in eine Schublade gesteckt werden, entgegnet Aurel Machalek vom Uni-Forschungszentrum: «Unsere Analysen basieren auf Rohdaten und berücksichtigen keine Parameter wie Hautfarbe oder religiöse Symbole. Das macht den Prozess nicht nur effektiver, sondern auch ethischer».

Daniel Conrardy, Sicherheitschef am Findel, ist «stolz», dass der Flughafen Luxemburg für dieses ehrgeizige Projekt ausgewählt wurde, «obwohl wir ein kleiner Flughafen in einem der kleinsten Länder Europas sind».

(mc/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Veritas am 07.11.2018 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    "Von China lernen heisst siegen lernen" oder wéi? Fehlt just nach d'Kombinatioun mat engem Social ranking... Ech géif éischten den Israeleschen System mat geschoulten Profiller vertrauen, déi hunn vill Géigner a schonn laang kee Fliger méi deen gekapert ginn ass!

  • Salzberg am 08.11.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrscheinlech get einfach hiren Facebook ennersicht. Mei einfach geet et jo net.

  • Albert W. am 07.11.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Eine super Erleichterung für die Fluggäste. Hoffentlich ein Erfog.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Salzberg am 08.11.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrscheinlech get einfach hiren Facebook ennersicht. Mei einfach geet et jo net.

  • Veritas am 07.11.2018 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    "Von China lernen heisst siegen lernen" oder wéi? Fehlt just nach d'Kombinatioun mat engem Social ranking... Ech géif éischten den Israeleschen System mat geschoulten Profiller vertrauen, déi hunn vill Géigner a schonn laang kee Fliger méi deen gekapert ginn ass!

  • Albert W. am 07.11.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Eine super Erleichterung für die Fluggäste. Hoffentlich ein Erfog.