Klimakosten

30. Oktober 2020 20:14; Akt: 30.10.2020 20:14 Print

Tanken und Heizen wird bald jedes Jahr teurer

LUXEMBURG – Ab 2021 wird das Verursacherprinzip im Land gelten, wodurch die Tarife für Kraftstoff, Heizöl und Gas jedes Jahr nach oben klettern werden.

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Zu Beginn der neuen Maßnahmen steigt der Dieselpreis um fünf Cent pro Liter. In den kommenden Jahren gehen die Preise Stück für Stück weiter rauf. (Bild: Editpress)

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Die Preise für Kraftstoffe (Benzin und Diesel), Heizöl und Gas werden in den kommenden Jahren steigen. Das Energie- und das Umweltministerium haben diesen Freitag in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass das Verursacherprinzip ab 2021 im Land eingeführt wird. Dadurch werden die Verursacher von Umweltverschmutzung im Land entsprechend zur Kasse gebeten.

Die Berücksichtigung der Klimakosten fossiler Brennstoffe wird daher für Kraftstoffe (Benzin und Diesel), Heizöl und Gas gelten. Es wird ein Mindestpreis für CO2 eingeführt, und der Startpreis wird 20 Euro pro Tonne CO2-Emissionen betragen. Bei Diesel zum Beispiel entspricht dies etwa fünf Cent pro Liter. Diese Rate wird in den nächsten Jahren schrittweise ansteigen und im Jahr 2022 25 Euro pro Tonne CO2-Emissionen und im Jahr 2023 30 Euro pro Tonne CO2-Emissionen erreichen.

Lebenshaltungskostenzuschuss nach oben revidiert

Dieses Prinzip «wird dazu beitragen, den Übergang zur Elektro-Mobilität und Heizsystemen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, zu beschleunigen und damit den ökologischen Wandel nach Vorne zu bringen und die Luftqualität zu verbessern», so die Ministerien.

Die Regierung erklärt, dass die Einnahmen «ausgewogen» verteilt werden sollen, um konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels sowie steuerliche und soziale Maßnahmen zu finanzieren, die «im Interesse der sozialen Gerechtigkeit» direkt auf Haushalte mit niedrigem Einkommen abzielen. So werden die Steuergutschriften für Arbeitnehmer (GUS), Rentner (CIP) und Selbständige (CII) ab 1. Januar 2021 von 600 auf 696 Euro erhöht.

(ol/l'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 30.10.2020 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Da beisst sich der Staat selbst in den Schwanz, wenn die hunderte Busse, welche täglich in meiner Strasse verkehren mehr Geld für den Sprit brauchen. Die verschmutzen ja auch die Umwelt mit ihren Dieselmotoren.

  • Tingeli am 31.10.2020 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wann déi Erhéijung zu 100% fir d'Ëmwelt gebraucht gëtt, sinn ech dofir, soss op kee Fall.

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  • Manuel am 30.10.2020 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meng Mazoutsheizung leeft och mat Naturstrom, soss giff de Brenner guer nit ungoen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TitiKaka am 01.11.2020 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Waat bezillt dann d'Schmeltz,dei eis hei zu Deifferdeng mat all Dreck vergast? - Wei ömmer Neischt!)

  • Jean Schmidt am 31.10.2020 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na super. Der Verbraucher wird dann wieder mindestens 2 Mal zur Kasse geben. Einmal beim Sprit und dann nach noch bei den Lebensmittel und Dienstleistungen. Die Regierung glaubt doch nicht ernsthaft, dass diese paar Groschen den Mehrpreis, welche Lebensmittelhandel und Dienstleistungsbranche auf die Preise draufschlagen werden, ausgleichen werden. Wieder bleibt es am Mittelstand hängen, aber in 10 Jahren wird es diesen in Luxusburg eh nicht mehr geben. Wohnen kann sich die/der kleine Frau/Mann dort eh nicht mehr leisten. Schade, ein eigentlic sehr schönes Land steht am Abgrund und die Regierung merkt es nicht einmal.

  • Maxim am 31.10.2020 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei meescht busser fueren mat erdgas an mengs de dei geifen mei bezuelen. Dreem weider. Mier hun arschkuart. Keen Index mae alles get mei dei sou daten ma weider all Euro mussen emdreinen

  • Tingeli am 31.10.2020 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wann déi Erhéijung zu 100% fir d'Ëmwelt gebraucht gëtt, sinn ech dofir, soss op kee Fall.

    • Jacquot am 01.11.2020 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      Dei get natiirlech an dat grousst Deppen gehait, wei d'Accisen och, an dann get doraus aus den Vollen gescheffelt.

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  • Pietro F. am 31.10.2020 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ab dann sollen auch Dienstwagenfahrten für die Politiker verboten werden. Sie sollen dann auch den öffentlichen Transport benutzen, als erste die Grüne Parteimitglieder Thurmes, Bausch und Dieschbourg und nicht auf teure Fahrten samt Chauffeur zurück greifen.

    • Charly am 01.11.2020 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Die fahren alle Bikes und E-Bikes. Bei jedem Wetter.

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