Telemedizin

29. Juli 2020 08:57; Akt: 29.07.2020 10:40 Print

Corona bringt Luxemburger Ärzte zum Umdenken

LUXEMBURG – Die Idee der Videosprechstunde ist nicht neu, doch erst durch die Pandemie konnte sie ihre Vorteile voll ausspielen. Die Technik soll künftig verstärkt genutzt werden.

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Auch nach der Krise soll die Videosprechstunde weiter genutzt werden.

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Bereits im Februar, lange vor dem Lockdown, nutzte Maurice* die Telekonsultation für seine postoperativen Nachuntersuchungen. In den letzten sechs Monaten habe der Patient seinen Arzt bereits dreimal online gesehen, «um gemeinsam seine Röntgenbilder zu besprechen», erklärt Jean-Christophe Pillet, Direktor der chirurgischen Abteilung des «Centre hospitalier du Luxembourg». Dank der Videosprechstunde musste der Patient, der im Norden Luxemburgs lebt, nicht mehr ins Krankenhaus fahren. Während der letzten vier Monate der Epidemie explodierte die Zahl der Beratungen aus der Ferne: 60 Prozent der Arzttermine wurden Ende April in Luxemburg online durchgeführt, sagt Dr. Pillet.

«Die Krise hat es eindeutig ermöglicht, sich dessen bewusst zu werden, was wir bereits hatten, ohne es zu nutzen», sagt Jean-Christophe Pillet. Obwohl ihr Einsatz Anfang Juli wieder auf 10 bis 15 Prozent der Konsultationen zurückging, steht die Telemedizin mit der neuen Welle wieder auf der Tagesordnung.

Nichts kann jedoch den physischen Kontakt mit dem Arzt ersetzen. In der Tat kann nicht bei jedem Patienten einfach eine Telekonsultation durchgeführt werden. Diese Art der Beratung bleibt Patienten vorbehalten, die bereits bekannt sind und die ihren Arzt mindestens einmal besucht haben. «Es ist ein zusätzliches Instrument, über das wir für die Zeit nach dem Ende der Pandemie immer mehr nachdenken», räumt der Spezialist ein.

*geänderter Vorname

(mm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 30.07.2020 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    3 mal Consultation médicale bei einem Spezialisten um 'Röntgenbilder zu besprechen'. Sonst wurde das in einem einmaligem Termin in der Praxis durchgekaut. Da sieht man wieder einmal um was es geht: Gewinnmaximisierung und Abschöpfen der Krankenkassen. Bei 3 maligen Rechnungen für ein und dieselbe Leistung steht uns wohl kaum ein Ärtzestreik bevor.

  • Julie am 29.07.2020 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz ehrlich : Online Apotheken wurden von denselben kritisiert die jetzt online-Verarztung gutheissen, Dr Google freut sich schon auf neue Geschäfte, die Idee einer Universität für Medizin hier im Land kann man gleich mit begraben. Aerzte sollten dafür sorgen dass ihre Praxen Virusfrei werden, Zahnärzte müssen dies ja auch tun.

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  • och eng Wourecht am 30.07.2020 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    3 mal Consultation médicale bei einem Spezialisten um 'Röntgenbilder zu besprechen'. Sonst wurde das in einem einmaligem Termin in der Praxis durchgekaut. Da sieht man wieder einmal um was es geht: Gewinnmaximisierung und Abschöpfen der Krankenkassen. Bei 3 maligen Rechnungen für ein und dieselbe Leistung steht uns wohl kaum ein Ärtzestreik bevor.

  • Julie am 29.07.2020 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz ehrlich : Online Apotheken wurden von denselben kritisiert die jetzt online-Verarztung gutheissen, Dr Google freut sich schon auf neue Geschäfte, die Idee einer Universität für Medizin hier im Land kann man gleich mit begraben. Aerzte sollten dafür sorgen dass ihre Praxen Virusfrei werden, Zahnärzte müssen dies ja auch tun.